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ABTEI : KLOSTERKIRCHE - AUSSTATTUNG
Gnadenbild

Im Jahre 1947 wurde eine Gnadenkapelle an das südliche Seitenschiff der Kirche angebaut; sie beherbergt seitdem das Gnadenbild der "Schmerzhaften Muttergottes". Das Vesperbild entstand nach 1400 im Donau-Alpenraum (wahrscheinlich salzburgisch oder aber böhmisch) und gehört in den Umkreis der "Schönen Madonnen". Das Material ist nach neuesten Untersuchungen Naturstein auf Kalksandsteingrundlage. Nachweislich wird die Pietà seit 1425 in Marienstatt verehrt. 1423 hatte eine Provinzialsynode im Erzbistum Köln, zu dem Marienstatt damals gehörte, entschieden, dass in jeder Kirche der Diözese ein Vesperbild aufgestellt werden sollte. Seitdem hat die Marienwallfahrt die Sakramentswallfahrt abgelöst, die es seit dem 13. Jahrhundert in Marienstatt gegeben hatte.

Besonders aus den Städten und Dörfern des Rheinlandes, des Siegerlandes und des Westerwaldes kommen auch heute noch Pilger zur Zisterzienserabtei im Nistertal. Den bedeutendsten Wallfahrtstag bildet der "Große Wallfahrtstag" eine Woche nach Fronleichnam, wenn 5000 bis 6000 Gläubige meist zu Fuß nach Marienstatt pilgern. Er geht zurück auf ein Pestgelübde, das nachweislich seit 1489 jährlich eingelöst wird - und das bis heute.

Das ganze Jahr über sitzen Pilger und Beter vor dem Bilde der Schmerzensmutter. Durch sie empfehlen die Gläubigen ihre Anliegen Gott, sie danken aber auch für die Hilfe, die ihnen auf die Fürsprache der schmerzhaften Mutter zuteil wurde.

Die Gemeinschaft "wallfahrtet" täglich, am Ende der Vesper, zum Gnadenbild und grüßt die Schutzpatronin Marienstatts mit dem Gesang des "Salve regina".


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© Abtei Marienstatt 2017