:ABTEI
ABTEI : KLOSTERKIRCHE - AUSSTATTUNG
Gräber

Die älteste Grabplatte datiert aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und soll an die erste Stifterin der Abtei, Gräfin Aleydis von Molsberg, erinnern. Die in die Wand links neben der Tür zum Kreuzgang eingelassene Sandsteinplatte zeigt ein schlichtes Scheibenkreuz.

Ebenfalls an Förderer und Wohltäter der Abtei erinnert das gut erhaltene Hochgrab des Grafen Gerhard von Sayn († 1493) und seiner Gemahlin Elisabeth von Sierck († 1489). Es ist ein Werk des in Köln tätigen Meisters Tilmann van der Burch und besteht aus einer bemalten steinernen Tumba mit aufliegendem hölzernen Rahmen und Deckplatte.

Darauf liegen die beiden lebensgroßen hölzernen Figuren des Paares: der Graf mit Rüstung und Schwert, die Gräfin mit langem Gewand und Haube. Beide haben die Hände zum Gebet gefaltet und stützen sich mit ihren Füßen auf wappentragende Löwen.

Am Kopfende knien zwei Engel. Ein schmiedeeisernes Gitter schließt das Grabmal ab. Die ungewöhnliche Bemalung der Tumbaplatten zeigt die Apostel im Gespräch, die Beweinung am leeren Grab und die Auferstehung Christi. Seit seiner gründlichen Restaurierung 1996 steht das Hochgrab im nördlichen Querhaus der Kirche; bis zur Barockzeit hatte es im Mittelschiff gestanden.

Mit der Grabplatte des Chorherrn Johann Pithan von der Insel Niederwerth († 1516) besitzt Marienstatt eine der ältesten gusseisernen Grabplatten Deutschlands. Die Anfänge dieses kunsthandwerklichen Zweiges lassen sich an den Nahtstellen der einzelnen Teile deutlich erkennen. Die zweite gusseiserne Platte ließ Johann von Selbach († 1563) bereits zu seinen Lebzeiten anfertigen.

Gut erhaltene Reliefs zeigen auch die beiden Grabsteine des Grafen Johann von Sayn († 1529) und der Gräfin von Sayn, Maria von Limburg († 1525).

Aus unserer Zeit stammt das Hochgrab rechts vom Eingang zur Kirche. Es ist das Grabmal des 1940 verstorbenen Grafen von Hachenburg, Alexander, Prinz von Sayn-Wittgenstein.

Weitere Bilder finden Sie unter "Galerie".


zurück zum Seitenanfang

© Abtei Marienstatt 2017