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ABTEI : ORGEL
Rieger-Orgel Annakapelle

Die Rieger-Orgel in der Annakapelle des Gymnasiums

Den Auftrag, für die am 15. Januar 1959 eingeweihte St. Annakapelle des Gymnasiums eine Orgel zu bauen, erteilte die Abtei Dipl.-Ing. Josef von Glatter-Götz, der unter fünf Bewerbern den weitaus besten Entwurf vorgelegt hatte. Der Vertrag zwischen Orgelbauer und Abtei wurde am 26. Januar 1960 unterzeichnet.
Als die Orgel am 30. September 1963 in Marienstatt angeliefert worden war, begannen die Orgelbauer Jakob Schmidt aus Zürich, Max Holzmüller aus Schwarzach und Walter Georges aus Straßburg mit dem Aufbau und der Intonation des kleinen Werkes, das in einer Feierstunde am 17. November 1963 durch Abt Idesbald Eicheler seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die Orgel hängt an der Decke vor der Empore ins Schiff hinunter. So seltsam diese Konstruktion auch scheinen mag, so hervorragend ist sie. Die Orgelbank für den Organisten steht auf der Emporenebene. An einem großen Bügel hängen unter ihm Hauptwerk und Pedal. In einen kleineren Bügel ist über dem Spieltisch das Brustwerk eingebaut. Diese Anlage ist durchaus ungewöhnlich, sie wahrt aber das Werkprinzip und löst in architektonisch vorbildlicher Weise die Hauptschwierigkeit: von der Decke Abstand zu halten und im Aufbau der Orgel doch auf sie Bezug zu nehmen. So sind die akustischen Vorzüge durch völlig freie Klangabstrahlung ins Kirchenschiff bestens gewährleistet. Zudem korrigiert die Orgel durch ihren vertikalen Aufbau optisch die Betonung der Waagerechten der Emporendecke. Die zeitgenössische Architektur stellt die Verbindung mit der Decke so her, dass man ohne weiteres erkennen kann, dass die Orgel hängt.
Die 16 Register der Orgel sind auf zwei Manuale und Pedal verteilt.
Im Prospekt steht der Gemsbaß 8`mit seinem konischen, sich nach oben verjüngenden Pfeifen. Auf den Labien der beiden größten Pfeifen hat ein Kölner Goldschmied Eingravierungen alter Wappen der Zisterzienser und der Abtei angebracht, auf denen außerdem der Name des Erbauers und das Erbauungsjahr der Orgel zu lesen sind.
Das Brustwerk steht in einem Schwellkasten, dessen Jalousien aus Glas den Zinnprospekt der Hohlpfeife 4´ für das Auge sichtbar lassen. Die kurze mechanische Traktur gewährt angenehme Spielbarkeit der Manuale, die technische Anlage und Funktion der Orgel sind vorbildlich.

Disposition der Orgel

I. Hauptwerk

1.Rohrflöte
2.Spitzgamba
3.Prinzipal
4.Blockflöte
5.Mixtur4f
6.Schalmei


II. Brustwerk

7.Holzgedackt
8.Hohlflöte
9.Prinzipal
10.Sesquialter2f
11.Larigot1 1/3´
12.Musette16´
Tremulant


Pedal

13.Subbaß16´
14.Gemsbaß
15.Pommer
16.Dulzian16´

Weitere Bilder finden Sie unter "Galerie".


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