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ABTEI : KLOSTERKIRCHE - AUSSTATTUNG
Barock-Relikte

In der Barockzeit, in der auch das Abteigebäude (1747) und das Pfortenhaus (1754) neu erbaut und die malerische Nisterbrücke von Grund auf erneuert wurde, schmückten die Äbte, besonders Benedikt Bach, auch die Kirche mit Altären und Figuren aus. Die strengen Linien der zisterziensischen Bauarbeit verschwanden unter üppigen und schwungvollen barocken Formen.

Bereits von 1717/1718 stammen die drei Altäre aus schwarzem und rotem Lahnmarmor an der Südwand der Kirche. Sie sind Werke der zu dieser Zeit bedeutenden Bildhauerschule des "Hadamarer Barock", einer Bildhauerschule, die im 18. Jahrhundert über das bei Limburg gelegene Hadamar hinaus große Bedeutung fand. Die drei Altäre sind der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der hl. Barbara und dem hl. Antonius geweiht. Der bedeutendste ist der Dreifaltigkeits-Altar; seine Reliefs und Plastiken werden Johann Valentin Neudecker d. Ä. (1663-1718) zugeschrieben.

Den barocken Beichtstuhl an der Nordseite und im nördlichen Querschiff zieren Rocaille-Schnitzereien in heller Färbung, aufgelegt auf dunklem Untergrund.

Die Gitter vor dem Gnadenaltar und in den Seitenschiffen stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Das Gitter im südlichen Seitenschiff wird durch eine Bekrönung "BRNDS" im Strahlenkranz als Bernhardstor, das im nördlichen Seitenschiff durch "MRA" als Marientor gekennzeichnet.

Die barocke Dormitoriumstreppe besitzt ein reich verziertes Eisengeländer und führt mittels zweier Läufe zur Tür des Dormitoriums, des ehemaligen Schlafsaals der Mönche.

Über der Treppe ist eine ebenfalls barocke Uhr angebracht, die von Löwen flankiert wird. Ihr Chronogramm verrät das Entstehungsjahr: 1750.

Weitere Bilder finden Sie unter "Galerie".


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