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AKTUELLES : NEUE CHORFENSTER

Aus Anlass der laufenden Restaurierungsmaßnahme der Abteikirche wurde durch die Abtei und das Forum Abtei Marienstatt e.V. angeregt, neue Fenster für den Chorbereich zu gestalten. Es ist bekannt, dass Marienstatt - wie fast alle zisterziensischen Klosterkirchen - farblos-lichte Fenster besaß, um das klösterliche Ideal der Einfachheit und Klarheit auch im Fensterschmuck auszudrücken.

Das Forum führte in enger Zusammenarbeit mit der Abtei Marienstatt und dem Landesamt für Denkmalpflege(Mainz)einen beschränkten Künstlerwettbewerb durch. Dabei stellte sich heraus, dass die Entwürfe von Wilhelm Buschulte* in ausgezeichneter Weise auf die vorgefundene Situation in Marienstatt reagieren.

Seine Entwürfe lehnen sich an mittelalterlich Spitzrautenkompositionen an, die in ihrem klaren Lichtspiel eng mit den zisterziensischen Fenstern des Mittelalters verwandt sind. Gleichzeitig knüpft Buschulte an die helle Spitzrautenverglasung im Langhaus von Marienstatt an. In der unteren Zone der Fenster verweist der Künstler mit schemenhaften Darstellungen auf die Titel Mariens aus der Lauretanischen Litanei.

Nach Einbau dieser Fenster wird sich der Chor ganz im Sinne zisterziensischer Spiritualität und Baukunst hell und klar darstellen. In diesem Licht wird sowohl der berühmte Marienstatter Altar außerordentlich strahlend und prächtig sichtbar werden als auch die ausgeklügelte gotische Architektur des Baus wieder im ursprünglichen Sinne erfahrbar sein.

* WILHELM BUSCHULTE (geb. 1923) gehört zu den bedeutenden Glaskünstlern Deutschlands und hat in zahlreichen Kirchenräumen Fenster geschaffen. So zählen zum Beispiel Verglasungen im Kaiserdom zu Aachen, in der Kirche St. Heribert in Köln, im Essener Münster, im Ratzeburger Dom, in der Frankfurter Paulskirche und jüngst in der neuen Päpstlichen Nuntiatur, Berlin, zu seinen Werken. Wilhelm Buschulte lebt und arbeitet in Unna / Westfalen.


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