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AKTUELLES : CHRONIK

Chronik 2009

31. Dezember 2009

Konventsexerzitien 2009

Traditionell in den Tagen "zwischen den Jahren" hat unsere Gemeinschaft seit dem Abend des 2. Weihnachtsfeiertages bis zum Silvestertag wieder Konventsexerzitien gehalten. In diesem Jahr wurden sie zum Thema "Die Benediktsregel (neu) lesen" hervorragend angeleitet von Br. Athanasius Polag OSB aus dem Priorat Huysburg. Für seine tiefgründigen und praxisorientierten Anregungen hinsichtlich eines gemeinsamen Lebens nach der Benediktsregel ist unsere Gemeinschaft sehr dankbar.

20. November 2009

Buch- und Kunsthandlung ist nun erweitert

Nach Monate langer Arbeit ist heute das auf nun 280 qm erweiterte Areal unserer Buch- und Kunsthandlung eingeweiht worden.

Mit einem kleinen Segnungsgottesdienst und einer Feierstunde beendeten der Konvent und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Architekt Ingo Schneider (Betzdorf/Mannheim) die geschäftige Bauphase, in der das hauptsächlich von P. Martin Pfeiffer erdachte Konzept umgesetzt worden war. Anschließend tummelten sich bereits wieder viele Kunden in den erweiterten Räumen und bestaunten die Großzügigkeit und die Helligkeit der neuen Buchhandlung. Auch das nun deutlich erweiterte Angebot fiel jedem Besucher sofort auf: Besonders die Vielzahl der eigenen Marienstatter Produkte, die am Ort selbst hergestellt werden - Marmeladen, Brände und Liköre und das gute Klosterbräu -, aber auch Marienstatter Kerzen nehmen nun einen breiten Raum der Angebotspalette ein.

11. November 2009

Erstmals Zisterziensische Tage in Frankfurt

In loser Reihenfolge stellen sich verschiedene Ordensgemeinschaften aus dem Bistum Limburg im "Haus am Dom" in Frankfurt vor. Den Anfang machte der Orden der Zisterzienser mit unserer Marienstatter Gemeinschaft.
Vom 11. bis 13.11. fanden auf Einladung des Direktors, Prof. Dr. Valentin, erstmals "Zisterziensische Tage" in Frankfurt statt. Damit hatte unsere Gemeinschaft die Gelegenheit, Facetten unseres monastischen Klosterlebens einmal in der Großstadt vorzustellen und Interessierten näher zu bringen.

In drei Tagen prägte eine Abordnung unseres Klosters Veranstaltungen im nun im vierten Jahr geöffneten "Haus am Dom" und auch in der Liturgie des benachbarten Kaiserdomes.
Am Anfang stand eine Soirée, in der Abt Andreas Range und P. Jakob Schwinde die Frömmigkeitstradition der Zisterzienser und die Aktente im Leben der Abtei Marienstatt vorstellten und mit etwa 40 Gästen ins Gespräch kamen.
Am zweiten Tag sahen Interessierte einen Film über Marienstatt und nahmen das Angebot zum Gespräch wahr. Anschließend erlebten sie im Dom eine Vesper in der Tradition der Zisterzienser.
Am Abschlusstag nahmen 20 Gäste zunächst an einem Textworkshop mit Abt Andreas teil und erarbeiteten gemeinsam einen Text des Ordensvaters Bernhard von Clairvaux "Zum Lob der jungfräulichen Mutter". Anschließend brachte P. Jakob im Hochchor des Domes den Zisterzienserchoral in ausgewählten Beispielen näher. Dabei wie auch bei der abschließenden Komplet konnten die Gäste die gregorianischen Gesänge mitsingen.

Die Premiere der "Zisterziensischen Tage" kann insgesamt als gelungen betrachtet werden. Über eine Neuauflage - wohl in etwas veränderter Weise - wird nachgedacht.

09. November 2009

Privates Gymnasium Marienstatt
wird in eine G8GTS-Schule umgewandelt

Ministerin Doris Ahnen hat heute die Namen der vier Gymnasien in Rheinland-Pfalz veröffentlicht, die zum kommenden Schuljahr 2010/11 die Option auf Errichtung einer G8GTS-Schule (achtjähriges Gymnasium in Ganztagsform) erhalten. Das Private Gymnasium Marienstatt ist dabei und gehört damit zu den insgesamt 17 Schulen, die im Land Rheinland-Pfalz dieses Modell der "sanften Einführung" von G8 in Verbindung mit der Ganztagsschule ab dem kommenden Schuljahr 2010/11 umsetzen werden. Die Schulgemeinschaft freut sich über die Mitteilung und sieht den Vorbereitungen für G8GTS, die jetzt weiter vorangehen können, guten Mutes entgegen.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie das Marienstatter G8GTS-Konzept.

31. Oktober 2009

Erster Segnungsgottesdienst in Marienstatt

Drei gottesdienstliche Anlässe trafen sich an diesem Samstagabend in Marienstatt: Die Vorabendmesse zum Hochfest "Allerheiligen" war zugleich der Abschlussgottesdienst des Wallfahrtsjahres 2009. Außerdem schloss sich der Messe in der voll besetzten Basilika ein Segnungsgottesdienst an, der in dieser Form in Marienstatt Premiere hatte.

Die Messe stand - passend zum Termin - unter dem Titel „Halloween? – Allerheiligen!“. Auf die Heiligen und was sie oftmals in aller Einfachheit auszeichnet ging auch P. Martin, der dem Gottesdienst vorstand, in seiner Predigt ein: "Heilige sind Menschen, die für andere zum Segen geworden sind und werden."
Den Impuls nahmen Chor und Band des Marienstatter Gymnasiums, die den Gottesdienst in "Neuen Geistlichen Liedern", die sich mit den traditionellen Gemeindeliedern mischten, mitgestalteten auf: "Segne uns, dass wir ein Segen sind" - so das Gebet des Schlusslieds, das zugleich überleitete in die Segnungsfeier.

Hierin übernahmen besonders auch "Laien" pträgende Aufgaben. Das Format des Segnungsgottesdienstes hat seinen Ursprung in der charismatischen Erneuerung und wird kombiniert mit der Aussetzung des Allerheiligsten und einer Lichtfeier. Sieben Segnungsteams aus je zwei Laien - Frauen und Männer, die damit an anderem Ort schon seit Jahren Erfahrungen gemacht haben - standen im vorderen Teil der Kirche bereit, um Menschen im freien Gebet in ihren Anliegen den Segen zuzusprechen. Einige Marienstatter Gespräch und Beichte bereit. Beide Angebote wiurden zahlreich angenommen. Den ganzen Abend begleiteten die Marienstatter Schülerinnen und Schüler fortwährend singend und spielend.

Nach diesen ersten Erfahrungen ist es gut vorstellbar, dass es auch im kommenden Jahr einen Segnungsgottesdienst in Marienstatt geben kann.

30. Oktober 2009

Präsentation des neuen Buchs von P. Gabriel Hammer
in Oberschönenfeld:
Bernhard von Clairvaux in der Buchmalerei

Seit rund 30 Jahren hat sich Pater Dr. Gabriel Hammer, Zisterziensermönch in Marienstatt und seit 1995 Spiritual bei den Zisterzienserinnen in Oberschönenfeld, mit dem Ordensvater Bernhard von Clairvaux befasst. Er war in den großen Bibliotheken der Welt unterwegs und hat in alten Schriften nach Spuren des großen Zisterzienserheiligen gesucht. Mit seinem neuen Buch „Bernhard von Clairvaux in der Buchmalerei. Darstellungen des Zisterzienserabtes in Handschriften von 1135 bis 1630“ konnte er nun in der Abtei Oberschönenfeld das Ergebnis seiner jahrzehntelangen Recherchen präsentieren.

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Abt Andreas Range würdigte in seiner Laudatio das unermüdliche Engagement seines Mitbruders: „In emsiger Mönchsarbeit hat P. Gabriel zusammengetragen, was in dieser Ausführlichkeit noch nie publiziert werden konnte.“ Er dankte auch den Schwestern in Oberschönenfeld, besonders Sr. Gratia, die P. Gabriel bei der Arbeit assistiert hatte, und Mutter Äbtissin Gertrud Pesch für ihre große Unterstützung: „Sie waren während der Entstehung dieses „Opus magnum“ wahre Rückenstärkerinnen.“ Auch weitere Helfer, ohne die die Fertigstellung des Buches nicht möglich gewesen wäre – so P. Gabriels leiblichen Bruder, Pfarrer Rudolf Hammer, und seinen Marienstatter Mitbruder Frater Hermann M. Herzog – hob er lobend hervor. P. Gabriel selbst berichtete anschaulich von seiner oftmals mühevollen Suche nach Darstellungen. So brauchte er in der „British Library“ in London allein einen halben Tag, um sich für den Folgetag anmelden zu können: „Der englische Bürokratismus übertrifft sogar den preußischen“, so P. Gabriel. Auch Anfragen in Italien hätten sich schwierig gestaltet: „Eine italienische Bibliothek – mit Ausnahme der vatikanischen – antwortet grundsätzlich nicht, das scheint da ungeschriebenes Gesetz zu sein.“ Als sein größtes Erlebnis bezeichnet der aus Kausen stammende Zisterzienser, der 1953 – im Jahr, in dem sich der Todestag des heiligen Bernhard zum 800. Mal jährte – in Marienstatt eingetreten ist, „die persönliche Begegnung mit dem heiligen Bernhard am 5. Juni 2001 im Tresor der Kathedrale von Troyes“ – denn dort ruhen dessen Reliquien in einem Schrein. Verstärkt wurde der Eindruck dadurch, dass der Heilige dabei auf einem aus der burgundischen Abtei Clairvaux stammenden Gemälde auf ihn herabsah.
Beinahe 250 Miniaturen aus fast 500 Jahren, die Szenen aus dem Leben Bernhards zeigen oder sich mit seiner Theologie und Frömmigkeit befassen, beschreibt P. Gabriel Hammer in seinem knapp 620 Seiten starken Buch. Einige Miniaturen sind dabei Dank seiner Recherchen erstmals veröffentlicht. In dem opulenten Werk werden nicht nur die prächtigen, vielfach mit Gold verzierten Bilder ausführlich dargestellt und erläutert, sondern auch die literarischen Zeugnisse zu Bernhards Leben beschrieben und wissenschaftlich eingeordnet. Legenden, die sich um ihn ranken, finden ebenso Erwähnung wie die Begegnung Bernhards mit dem französischen König Ludwig VII. vor dessen Aufbruch zum Kreuzzug ins Heilige Land im Jahr 1146.
Verleger Dr. Albrecht Weiland vom renommierten Regensburger Verlag „Schnell und Steiner“, der den Prachtband herausgegeben hat, nennt P. Gabriel Hammers Werk „ein wichtiges Buch in der Bernhard-Forschung und eine hervorragende Grundlage für weitere Untersuchungen zur Ikonographie dieses Heiligen“. Die Miniaturen geben in ihrer Vielfalt einen detaillierten Überblick über das Bild Bernhards in der Buchmalerei und dokumentieren Leben, Wirken, Frömmigkeit und Bedeutung dieser großen Gestalt des Mittelalters in den Augen der Nachwelt.
Natürlich ist das Buch nicht nur über jede Buchhandlung zu erwerben, sondern liegt auch in der Buch- und Kunsthandlung Marienstatt zur Ansicht aus – in der Heimatabtei also, in die P. Gabriel in diesem Jahr nach 15 Jahren Dienst als Spiritual und nun auch nach dem glücklichen Abschluss seines „Lebenswerkes“ über den heiligen Bernhard zurückkehren wird.

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24. Oktober 2009

9. Einkehrtag des Geistlichen Freundeskreises

Einmal mehr im Zeichen der Benediktsregel stand der 9. Einkehrtag des Geistlichen Freundeskreises. Unter dem Leitthema "Die Werkzeuge der geistlichen Kunst - Impulse aus der Benediktsregel" hatten sich 89 Freunde des mittlerweile 392 Menschen umfassenden Freundeskreises in Marienstatt eingefunden.

Mehr zu diesem Tag lesen Sie auf unserer Seite "Freundeskreis".

Der nächste Einkehrtag findet zu Beginn der Fastenzeit am Samstag, 20. Februar 2010, statt und wird unter dem Thema "Erlöse uns von dem Bösen!" stehen. In Thema und Gestaltung finden sich einige Wünsche, die GFK-Mitglieder auf unsere Befragung hin geäußert haben, wieder. Zum 10. Einkehrtag sind alle Mitglieder des Geistlichen Freundeskreises schon jetzt herzlich eingeladen!

Das weitere Jahresprogramm wird im Dezember angekündigt und auch mit der "Advents-Post" versendet.

15. September 2009

Nuntius feiert das Hochfest der Sieben Schmerzen in Marienstatt

Der päpstliche Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset (Berlin) der Gemeinschaft in Marienstatt und vielen insbesondere älteren und kranken Menschen das Hochfest der sieben Schmerzens Mariens gefeiert. Der Festtag, der in Marienstatt zugleich der "Tag des Gnadenbildes" ist, begann mit einer Pilgermesse, die zugleich auch das Konventamt der Mönche war. Ihr stand der Nuntius, der aus der fränzösischen Schweiz stammt, vor.
Nach dem Mittagessen gingen viele Gläubigen betend den Kreuzweg. Der Tag schloss mit einer Andacht ab, in der auch das Sakrament der Krankensalbung gespendet wurde. Einmal mehr wurde deutlich, dass das Sakrament der Krankensalbung nicht als "Letzte Ölung" zu verstehen ist, sondern dass sie für viele, auch jüngere Menschen ein notwendiges heiliges Zeichen der Stärkung in Krankheit, Beeinträchtigung und Gefahr ist.

12. September 2009

Zweites "Nightfever" mit überwältigendem Zuspruch

„Wo steht Jesus im meinem Leben?“ – Über 1000 Christen beider Konfessionen und verschiedenen Alters nutzen die beeindruckende Atmosphäre in der Basilika der Zisterzienserabtei Marienstatt, um sich dieser Frage bei der zweiten „Nightfever“-Veranstaltung zu nähern. „Nightfever“ ist im Anschluss an den Weltjugendtag 2005 als ein regelmäßiger Abend voll Gebet, Gesang und Gespräch in Städten im Rheinland entstanden und hat sich mittlerweile in vielen Städten und Ortschaften Deutschlands etabliert. Im Bistum Limburg gibt es das Angebot jedoch nur in Höhr-Grenzhausen und in Marienstatt.
„Nightfever“ möchte die Freude des Weltjungendtags weitertragen und Zeit der Ruhe, des Gebets und des Gesprächs schenken.
Die Marienstatter Mönche luden – unterstützt von zahlreichen Schülern und Lehrern des in Trägerschaft der Zisterzienser stehenden Privaten Gymnasiums Marienstatt – nun zum zweiten Mal in ihre Basilika. Den Anfang des stimmungsvollen Abends machte eine Heilige Messe, die die Marienstatter Patres Benedikt Michels, Dominikus Söhngen und Jakob Schwinde zusammen mit den Gläubigen in der übervollen Basilika feierten.
Pater Benedikt unterstrich in seinen einführenden Worten die Bedeutung Jesu im Leben der Gläubigen. Seine Einführung mündete in der Frage, für wen man persönlich Jesus halte und in der Einladung: „In diesen Stunden von „Nightfever“ will Jesus uns begegnen. Und wir sind eingeladen, mit offenem und staunendem Herzen dazuzulernen“. Pater Jakob Schwinde lenkte in seiner Predigt den Blick auf „Jesus im leeren Zwischenraum“ zwischen Altar und Kreuz. „Er setzt sich uns aus, damit wir uns ihm aussetzen können – so wie wir sind: mit unseren Hohlräumen und Leerstellen. Wir sind eingeladen, „Jesus im Zwischenraum“ zu begegnen und von ihm unsere leeren Räume füllen, ja erfüllen zu lassen.“
„Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet” – diese Einladung Jesu, die vom Schulchor des Gymnasiums unter Leitung von Martin Wanner als Taizé-Lied gesungen wurde, nahmen in der Folge zahlreiche Christen an. Bis 23 Uhr – oder solange die Zeit und Kraft reichte – hatten die Gläubigen die Gelegenheit, singend, betend, schweigend, genießend bei Jesus zu verweilen, sich von ihm anschauen zu lassen: „Ruhen Sie sich in der Gegenwart dieses Freundes aus und lassen sie sich fallen, um ihm Ihre Anliegen vorzutragen“, lud Pater Benedikt ein.
Die zahlreichen Gäste, die Hauptorganisator P. Martin Pfeiffer zusammen mit seinen Mitbrüdern und Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums begrüßen konnte, nutzten die Möglichkeit, vor dem Allerheiligsten eine Kerze anzünden und damit eine Bitte zu verbinden, die sie Jesus besonders ans Herz legen wollten. Andere Besucher formulierten Fürbitten und warfen diese in einen Kasten am mit einem rot-weißen Tuch geschmückten Altar. „Wir Mönche von Marienstatt versprechen, mit Ihnen in Ihrem Anliegen weiterzubeten“, hatten die gastgebenden Mönche erklärt. Auch Abt Andreas Range sowie die Gemeindepfarrer Pater Guido Dupont und Pater Theobald Rosenbauer standen in der Kirche zum Gespräch bereit. Bei allen Mönchen konnte man seine Fragen und Anliegen vorbringen, beichten und das Sakrament der Versöhnung empfangen oder sich segnen lassen. In den Bänken und Nischen des Hauptschiffs, im Chorgestühl und vor dem Ursulaaltar beteten und sangen die „Nightfever“-Besucher und genossen den „klanglichen Teppich“, den der Schulchor, das Ehepaar Lerchen aus Höhr-Grenzhausen und das Ensemble „Combai di Samba“ aus Hachenburg in der Basilika auslegten.
Jasmin Pötsch und Lisa Uhr, Schülerinnen des Gymnasiums, gingen während des Abends ins nahe Brauhaus des Klosters, um dort auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und dazu einzuladen. Immer wieder strömten so weitere Neugierige in die Basilika und wurden – wahrscheinlich an dem Abend völlig ungeplant – zu Betern, Sängern und „Gottesgenießern“. Der Wunsch Pater Benedikts ging in dieser Nacht wohl in Erfüllung: „Lassen Sie sich von dem Feuer anstecken, das Jesus in unseren Herzen und in unserer Welt entzünden möchte.“

Zahlreiche Bilder finden sich auf der Homepage der Schule
www.gymnasium-marienstatt.de.

12. Juli 2009

Heimatprimiz von Neupriester Thomas Taxacher

Am 19. Juni war Thomas Taxacher von Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom zum Priester geweiht worden. Nun feierte der gebürtige Müschenbacher und Marienstatter Abiturient des Jahres 1996 Primiz – seine erste Heilige Messe – in der Pfarr- und Abteikirche Marienstatt in der Kirche, in der er auch getauft worden war, zur Kommunion ging, das Sakrament der Firmung empfangen hatte und als Messdiener und im Kirchenchor „Cäcilia“ aktiv war.
Nach dem Abitur hatte er seinen Zivildienst im Caritas Alten- und Pflegeheim „Haus Helena“ in Hachenburg absolviert, bevor er in Bonn zunächst Katholische Theologie, Germanistik und Pädagogik für das Lehramt studierte und dies 2002 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss.
Insbesondere geprägt durch das Leben in seiner Studiengemeinde St. Maria Magdalena in Bonn-Endenich entschied er sich dann für den Weg der Nachfolge als Priester und trat ins Erzbischöfliche Theologenkonvikt „Collegium Albertinum“ in Bonn ein. Er setzte das Studium der Theologie fort und schloss es 2007 mit dem Diplom ab. Dem folgte ein Praktikum in Schule, Gemeinde- und Jugendpastoral in Düsseldorf. Nach seiner Diakonenweihe am 18. Mai 2008 in Düsseldorf-Oberkassel wurde er innerhalb des Pastoralkurses in der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Altenberg eingesetzt. Im dortigen Seelsorgebereich Altenberg-Odenthal-Burscheid rund um den Altenberger Dom im Bergischen Land wird der Neupriester jetzt noch ein weiteres Jahr als Kaplan arbeiten.

Lange 77 Jahre ist es her, als 1932 der letzte „Müschenbacher Junge“ Primiz feiern konnte. Um so freudiger feierten zusammen mit Thomas Taxacher das Dorf, seine Familie und Freunde, die Pfarrgemeinde Marienstatt und der Zisterzienserkonvent seine Primiz. Das Blasorchester Marienstatt und der Marienstatter Kirchenchor gestalteten den festlichen Gottesdienst musikalisch mit. Pfarrer P. Theobald Rosenbauer begrüßte „sein Pfarrkind“ sehr herzlich und der Aachener Kaplan und Studienfreund Marc Zimmermann hielt eine persönliche Festpredigt.
Am Nachmittag hatte der Primiziant alle Gäste zur Mitfeier des Vespergottesdienstes eingeladen. Die große Anzahl der Menschen, die bis zu drei Stunden lang in einer Schlange quer durch die Kirche geduldig darauf warteten, vom Neupriester den persönlichen Primizsegen zu erhalten, bewahrheitete nicht nur die alte Weisheit, dass es sich für einen Primizsegen lohnt, ein paar Schuhsohlen abzulaufen, sie verdeutlichte auch auf eindrucksvolle Weise, wie froh und lebendig der Glaube auch heute noch bei den Menschen im Westerwald gelebt wird.

Pfarrei und Konvent von Marienstatt freuen sich mit Thomas Taxacher und wünschen ihm von Herzen Gottes reichen Segen für seinen priesterlichen Dienst!

Einen längeren Text und einige Bilkder von Priesterweihe und Heimatprimiz finden Sie unter www.gymnasium-marienstatt.de.

05. Juli 2009

Oldtimer-Ausstellung an der Abtei

Eine Ausstellung von Oldtimer-Traktoren und -Schleppern veranstalteten die "Oldtimerfreunde Kroppacher Schweiz" im Marienstatter Obstgarten vor dem Brauhaus. Zwanzig alte "Schätzchen" der Marken Fendt, Deutz, Magirus und Hanomag waren da zu bestaunen, unter anderem ein heute noch funktionstüchtiger Otto-Verdampfermotor (Baujahr 1930), der von 1939 bis 1961 als Generator im Marienstatter Kloster diente.

Pater Dominikus Söhngen segnete die Fahrzeuge und ihre Fahrer. Der Marienstatter Mönch, der selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb stammt, versicherte den Traktorenbegeisterten, dass auch sein erstes Wort als Baby nicht "Mama" oder "Papa", sondern "Trecker" gewesen sei.
Das Knattern der Maschinen lockte an diesem ungewöhnlichen Sonntagnachmittag viele Neugierige und Interessierte ins Tal der Nister.

28. Juni 2009

Diözesaner Wallfahrtstag

Wohl zum letzten Mal kam Gerhard Pieschl als amtierender Limburger Weihbischof nach Marienstatt und feierte mit Gläubigen seines Bistums des Diözesanen Wallfahrtstag. Mehr als 200 Wallfahrer waren am Morgen von Hachenburg und Herschbach nach Marienstatt gepilgert und vereinigten sich dort mit der sonntäglichen Gottesdienstgemeinde zur Eucharistiefeier.

18. Juni 2009

Großer Wallfahrtstag mit Bischof Franz-Peter aus Limburg

Es war sein erster "Großer Wallfahrtstag" in Marienstatt - und er war gern gekommen. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst aus Limburg feierte zusammen mit mehr als 6000 Wallfahrerinnen und Wallfahrern aus den Bistümern Trier, Köln und Limburg sowie der Mönchsgemeinschaft den traditionellsten aller Marienstatter Wallfahrtstage. Der Abteihof war bestens gefüllt, als die Blaskapelle "Bindweide" aus Steinebach die Prozession anführte. Ältere Schüler des Gymnasiums sorgten dür eine Kinderbetreuung, die gut angenommen wurde.

Am Nachmittag bei der Abschlussvesper bebte das Marienstatter Gotteshaus vor kraftvollem Beten und Singen, bevor die Prozessionen von der "Trierer Insel" wieder abzogen, wie sie gekommen waren - mit einem Lied an die Gottesmutter auf den Lippen.

06. Juni 2009

Vierter Ausflugstag des Geistlichen Freundeskreises

Eine insgesamt 72 Personen starke Gruppe - 65 Freunde der Abtei und sieben Brüder - hat heute den vierten Ausflug des Geistlichen Freundeskreises unternommen. Dabei besuchte die Gruppe zunächst die Zisterzienserinnenabtei Lichtenthal in Baden-Baden. Dort feierten die Freunde mit den Schwestern einen Gottesdienst, den Abt Andreas Range leitete. Anschließend wurde das weitläufige Gelände der Abtei mit seinen wertvollen "Schätzen" in Augenschein genommen. Nach einem festlichen Mittagessen gemeinsam mit den Schwestern führte ein Spaziergang über die lange Allee zur russischen Kirche.
Zweite Station des Tages war das alte Städtchen Heppenheim an der Bergstraße. Der befreundete Mainzer Priesetr Matthias Berger führte durch den neugotischen "Heppenheimer Dom", an dem einst auch Romano Guardini gewirkt hat. Anschließend sang der Freundeskreis die Vesper und ließ den Abend gemütlich ausklingen.

14. Mai 2009

Erste Schul-Wallfahrt des Gymnasiums

„Ich bin dann mal weg“ – so lautet der Titel eines Jakobweg-Buches von Hape Kerkeling, das vor drei Jahren einen „Pilger-Boom“ ausgelöst hat. Das Kloster Marienstatt ist schon seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Wallfahrer und so wundert es nicht, dass die Schulwallfahrt des Privaten Gymnasiums Marienstatt unter dem Motto „Wir sind dann mal weg“ stand. Zum ersten Mal bot das zisterziensische Gymnasium eine Wallfahrt in dieser Form an: Es ging für über 100 katholische, evangelische und muslimische Schülerinnen und Schüler und einige Lehrerinnen und Lehrer, die sich für diesen „besonderen Schultag“ angemeldet hatten, von „Marienstatt I“ nach „Marienstatt II“.
„Hier in der Nähe von Mörlen stand ‚Marienstatt I‘, das erste Kloster der Marienstatter Mönche“, berichtete Pater Jakob Schwinde zu Beginn der Wallfahrt an der Marienkapelle, die eine Kopie des Gnadenbilds Mariens enthält, das im Original in der Marienstatter Basilika jährlich tausende Pilger anlockt.
Einen ganz besonderen Begleiter trugen die Nachwuchswallfahrer in einer Laterne mit auf dem Weg: Das Altenberger Licht, das am 1. Mai im ehemaligen Zisterzienserkloster Altenberg im Bergischen Land entzündet wurde und zur Marienstatter Wallfahrtseröffnung an diesem Tag erstmals nach Marienstatt getragen wurde. Lehrerin Alexandra Cäsar und Schüler Jonas Hardies (5a), der mit seiner Familie beim Entzünden des Licht in Altenberg war, erklärten, dass das Licht eine besondere Friedensbotschaft in sich trägt: „Hinter der Idee dieser Lichtstafetten steckt seit 1950 eine Geste der Versöhnung. Aus Feinden sollen Freunde werden.“

Singend, betend und schweigend nahm die Pilgerschar den Weg in Angriff. „Wir haben bei Planung und Durchführung bewusst auch interkonfessionelle und interreligiöse Elemente ausgesucht – die Wallfahrt soll ein ökumenisches Projekt und keine rein katholische Veranstaltung sein“, berichtet die Religionslehrerin Denise Weinbrenner.
Unter den staunenden Blicken der Schülerinnen und Schüler, die sich bei diesem Premierenangebot noch nicht für die Wallfahrt entschieden hatten, zogen die Pilger in den frühen Mittagsstunden am Gymnasium vorbei und in die Marienstatter Basilika ein. Frater Gregor Brandt ließ die Glocken läuten und öffnete das Portal weit. Singend betraten die Marienstatter „ihre“ Kirche.
Die Lehrer Sandra Eidner-Sistig und Christian Pulfrich brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass sich im nächsten Jahr noch mehr junge Wallfahrer auf den Weg machen, der – wie der Geburtstag feiernde und mitpilgernde Schulleiter Klemens Schlimm vorausblickte – „eine neue Tradition in der knapp 100-jährigen Schulgeschichte darstellen soll.“

Stimmen zur ersten Schul-Wallfahrt nach Marienstatt und zahlreiche Bilder finden sich unter www.gymnasium-marienstatt.de.

09. Mai 2009

Gelungene Nightfever-Premiere in Marienstatt

"Nightfever" entstand 2005 in Bonn, um das „Feeling“ des Weltjugendtages in Köln zu behalten. Seitdem gibt in vielen deutschen Städten regelmäßige Nightfever. Junge Leute laden vor der Kirche die Menschen ein, die Atmosphäre für einen kurzen oder längeren Moment wahrzunehmen und ein Gespräch mit Gott zu führen, die eigenen Gedanken und Wünsche vor Jesus zu bringen und die Atmosphäre in der Kirche wahrzunehmen.
Am 09. Mai 2009 haben sich in der Abteikirche in Marienstatt insgesamt mehr als 800 Menschen eingefunden, um zuerst von 18.00 bis 19.00 Uhr die Heilige Messe zu feiern und anschließend drei Stunden in die Nacht hinein die Gelegenheit zu Gebet, Gesang (mit der Unterstützung des Mittel- und Oberstufenchores und durch Solisten des Gymnasiums) und Gesprächen mit den Mönchen der Zisterzienserabtei zu nutzen.
Der Altar war prächtig geschmückt und das Allerheiligste war dort ausgesetzt. Die ganze Kirche wurde nur von Kerzen erleuchtet. Die ganze Zeit wurde in Gesängen aus Taizé und anderen ruhigen Beiträgen ein "musikalischer Teppich" gelegt, auf den sich Fürbitten und Gebete der Menschen legten.
Auf den Altarstufen standen Körbe mit Bibelsprüchen und man konnte sich ein Wort des Apostels Paulus ziehen. Viele Gläubige schrieben auch ihre Bitten und Wünsche auf Zettel, die die Marienstatter Mönche in ihre Gebete aufgenommen haben. Diese standen außerdem jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung, spendeten in der Beichte das Sakrament der Versöhnung oder segneten die Menschen.

Stimmen zur gelungenen "Nightfever"-Premiere in Marienstatt und zahlreiche Bilder finden sich unter www.gymnasium-marienstatt.de.

01. Mai 2009

Eröffnung der Wallfahrt

Mit der traditionellen Fußwallfahrt vom Altenklosterhof zwischen Mörlen und Neunkhausen, dem ursprünglichen Gründungsort von Marienstatt 1212, ins Tal der Nister, in dem das Kloster Marienstatt seit 1222 steht, ist die diesjährige Wallfahrtssaison eröffnet worden. Gut 60 Wallfahrerinnen und Wallfahrer gingen zusammen mit P. Martin Pfeiffer und P. Jakob Schwinde singend und betend den Weg, mit dem mittlerweile seit 25 Jahren die "Zeit der vielen Wege nach Marienstatt" beginnt. Traditionell mitgeführt wurde das "Altenberger Licht", das am Morgen im Altenberger Dom entzündet worden war und nun als Friedenslicht in alle Welt ausgesendet wird. Die Kolping-Familie Marienstatt sorgte für den sicheren Transport des Lichtes.
Die Wallfahrt mündete in einen feierlichen Wallfahrtseröffnungsgottesdienst in der Marienstatter Basilika, den zusammen mit Wallfahrern und Gemeinde auch der Marienstatter Konvent feierte.
Diese feiernde Verbindung mit der Klostergemeinschaft wird ab diesem Pilgerjahr regelmäßig an allen großen Wallfahrtstagen vorkommen. Das Pilgerleitwort 2009 „In Christus alles erneuern“ stammt vom Apostel Paulus, dessen 2000. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

12. April 2009

Osternachtsfeier

Wie auch im vergangenen Jahr haben Konvent und Pfarrgemeinde die Osternacht zur eigentlich liturgisch vorgesehenen Zeit am frühen Morgen gefeiert. Trotz - oder vielleicht gerade wegen - der frühen Morgenstunde um 4.00 Uhr war die Kirche noch besser gefüllt als im letzten Jahr. Die frohe Feier der Auferstehung unseres Herrn mündete in eine gemeinsame Osteragape. Fast alle Besucher folgten den Mönchen in Annakapelle und Aula der Schule, um gemeinsam im "Oster-Kloster" zu frühstücken.

18. Februar 2009

Internationale Noviziatswerkwoche in Marienstatt

Vom 18. bis 24. Februar trafen sich 46 Novizinnen und Novizen, Zeitliche Professen und ihre Novizenmeisterinnen- und meister (Magister) aus 15 Klöstern zu einer internationalen Noviziatswerkwoche bei uns in Marienstatt. Neben 14 Klöstern des Zisterzienserordens war dabei mit der Abtei Maria Frieden auch ein Kloster der Trappistinnen vertreten.
Vertreten waren neun Klöster aus Deutschland (Stiepel, Langwaden, Himmerod, Lichtenthal, Helfta, St. Marienstern, St. Marienthal, Maria Frieden und Marienstatt), drei aus Österreich (Heiligenkreuz, Schlierbach, Marienfeld), zwei aus der Schweiz (Hauterive, Magdenau) und eines aus Ungarn (Regina mundi/Érd).

Der ständige Wechsel zwischen Gebet und Arbeit prägte auch das dichte Programm der Tage, das unter dem Leitwort "Im Wort Gottes das Herz Gottes kennenlernen" stand. Die Gebetszeiten wurden zum Teil von einzelnen Klöstern vorbereitet, zum anderen Teil nahm die Werkwochen-Gemeinschaft an den Gebetszeiten des Marienstatter Konvents teil und füllte dabei das Chorgestühl nahezu bis auf den letzten Platz - ein ungewohntes, aber ein sehr schönes und ermutigendes Bild!
Die Arbeitszeiten waren geprägt von Vorträgen und praktischen Übungen: P. Benedikt Michels (Marienstatt), der die Werkwoche geplant und organisert hatte, führte in das Hauptthema "Lectio divina" ein. P. Dr. Stephan Kessler SJ (St. Georgen) verglich unser Schriftverständnis mit dem der Väter und leitete auch praktische Übungen dazu an. Abt em. Dr. Thomas Denter (Marienstatt) führte in das Buch der Psalmen ein. Vier Workshops boten unterschiedliche gestalterische Möglichkeiten zu Psalmen, aber auch zu Hymnen und Liedern an: Zwei weitere Brüder des Marienstatter Konvents (P. Jakob Schwinde und Fr. Gregor Brandt) machten Angebote der musikalischen Gestaltung und des Ikebana, zwei Lehrer des Marienstatter Gymnasiums (Manfred Wendel und Peter Haßelbeck) gaben den künstlerisch Interessierten in freier Gestaltung Kalligraphie Raum.
Sr. Magdalena Aust OCSO (Maria Frieden) refelktierte die "Lectio divina" bei den Zisterzienservätern und Abt Andreas Range (Marienstatt) legte in seinen Ausführungen zu den Zisterzienservätern ein besonderes Augenmerk auf den Hl. Bernhard.
Auf dem Programm standen außerdem eine Klosterführung in Marienstatt, ein musikalisch-meditativer Abend zur Heilsgeschichte in der Basilika sowie ein Ausflug - verbunden mit einer Fußwallfahrt - in die ehemalige Zisterzienserabtei Altenberg im Bergischen Land. Den Abschluss der intensiven gemeinsamen Woche bildete am Rosenmontag ein Begegnungsabend der Werkwochen-Gemeinschaft mit dem Marienstatter Konvent.


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