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AKTUELLES : CHRONIK

Chronik 2010

31. Dezember 2010

Konventstage 2010 zu Ende gegangen

In veränderter Form sind die "Konventstage 2010" am Silvestertag zu Ende gegangen. Seit dem Abend des 2. Weihnachtsfeiertages hatte sich unser Konvent nicht wie gewöhnlich unter Anleitung eines Exerzitienmeisters, sondern angeregt durch Impulse aus den Reihen der Mitbrüder miteinander und mit dem großen Thema "In Gemeisnchaft leben" beschäftigt. Den Leitfaden legte dazu das sehr gute Buch des französischen Gründers der "Arche-Gemeinschaft", Jean Vanier, das denselben Titel trägt. In elf Kapiteln berichtet Vanier von seinen Erfahrungen mit dem Segen, aber auch mit den Schwierigkeiten des gemeinsamen Lebens in Gemeinschaft. Nach Impulsen verschiedener Marienstatter Brüder setzte sich der Konvent jeweils in Gruppengesprächen mit Fragen auseinander, die sich aus den jeweiligen Abschnitten ergaben.
Die Schlussfolgerungen für unsere konkrete Marienstatter Gemeinschaft wird der Konvent in Konventsgesprächen und Konventstagen im Jahr 2011 aufgreifen, fortführen und vertiefen.

30. Oktober 2010

Warum gibt es Mönche?
Einkehrtag des Geistlichen Freundeskreises

Zum 11. Einkehrtag trafen sich 83 Freundinnen und Freunde unseres Geistlichen Freundeskreises in der Abtei Marienstatt.
Das Choralamt - zugleich Konventamt der Mönchsgemeinschaft - führte in den Texten in das Thema "Aufbrechen in die Wüste" ein.
Abt Andreas unternahm anschließend in einer "Aktuellen Stunde" eine Bestandsaufnahme des zisterziensischen Mönchtums heute. Er berichtet u. a. vom jüngst in der Nähe von Rom gehaltenen Generalkapitel.

Am Nachmittag standen fünf der Marienstatter Brüder Rede und Antwort zur Frage "Warum gibt es (uns) Mönche?" Dabei erzählten Abt Andreas, P. Martin, P. Jakob, P. Guido und P. Dominikus aus ihren persönlichen Berufungsgeschichten.
Die Freunde brachten ihre Dankbarkeit für die Offenheit der Brüder zum Ausdruck, sie an ihren Lebensgeschichten Anteil nehmen zu lassen.
Eine gemeinsame Anbetungszeit und die Feier der Vesper schlossen den Einkehrtag ab. Und es war zu spüren, dass die Frage "Warum gibt es Mönche?" über den Tag hinaus nicht nur den kleinen Marienstatter Konvent bewegen wird, sondern auch die Freundinnen und Freunde.

Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.

Weitere Bilder finden sich unter der Rubrik Galerie.

18. September 2010

Zum vierten Mal in Marienstatt: Nightfever

Einige hundert Gläubige, darunter viele junge Menschen, nahmen in der Marienstatter Basilika am vierten „Nightfever“ teil. Gebet, Gesang und Gespräch standen im Mittelpunkt dieses seit 2005 etablierten Angebots an kirchennahe und kirchenferne Menschen, das es im Bistum Limburg nur in Höhr-Grenzhausen und in Marienstatt gibt.
Einmal mehr schenkte „Nightfever“ den zahlreichen Besuchern Zeit für Ruhe, für das Gebet und auch zum Gespräch.
Die Marienstatter Mönche hatten – unterstützt von Schülern und Lehrern des in Trägerschaft der Zisterzienser stehenden Privaten Gymnasiums Marienstatt – dazu eingeladen. Den Anfang des stimmungsvollen Abends machte eine Heilige Messe, die P. Benedikt Michels zusammen mit den Gläubigen feierte.
„Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet” – diese Einladung Jesu, die vom Schulchor des Gymnasiums unter Leitung von Martin Wanner als Taizé-Lied gesungen wurde, nahmen in der Folge zahlreiche Christen an. P. Jakob Schwinde und Fr. Gregor Brandt untermalten die folgenden Stunden genauso musikalisch wie Wilma und Joachim Lerchen aus Höhr-Grenzhausen.
Bis 22.30 Uhr hatten die Gläubigen die Gelegenheit, singend, betend, schweigend bei Jesus zu verweilen. Die Menschen, die P. Martin Pfeiffer am Kirchenportal empfing und einlud, nutzten die Möglichkeit, vor dem Allerheiligsten eine Kerze anzünden und damit eine Bitte zu verbinden, die sie Jesus besonders ans Herz legen wollten. Andere Besucher formulierten Fürbitten und warfen diese in einen Kasten am mit einem rot-weißen Tuch geschmückten Altar. Die Marienstatter Mönche nehmen nun in den zahlreichen Anliegen der Menschen mit in ihr Gebet. Auch Abt Andreas Range sowie Gemeindepfarrer Pater Guido Dupont und Pater Dominikus Söhngen standen in der Kirche zum Gespräch bereit. Bei allen Mönchen konnte man seine Fragen und Anliegen vorbringen, beichten und das Sakrament der Versöhnung empfangen oder sich segnen lassen. In den Bänken und Nischen des Hauptschiffs, im Chorgestühl und vor dem Ursulaaltar beteten und sangen die „Nightfever“-Besucher und genossen den „klanglichen Teppich“, den die Musiker in der Basilika auslegten.
Diesmal blieben die meisten Menschen sogar über die gesamte Zeit in der Kirche, was zu einer sehr dichten und ruhigen Atmosphäre führte.

29. August 2010

Zisterziensertag 2010 in Eberbach in neuem Format

Erstmals in verändertem Format fand der diesjährige Zisterziensertag in Eberbach statt. Acht Mönche der Marienstatter Gemeinschaft gestalteten auf dem Gelände der altehrwürdigen Zisterzienserabtei im Rheingau den schon traditionsreichen Tag und brachten dem interessierten Publikum Facetten des zisterziensischen Lebens gestern und heute näher.
Schon ab dem Mittag boten die Mönche eigene Erzeugnisse aus Marienstatter Produktion zum Verkauf an, so das Marienstatter Klosterbräu, Liköre und Brände sowie Marmeladen und Gewürze.

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Am Nachmittag führten Abt Andreas Range, P. Jakob Schwinde, P. Guido Dupont und P. Dominikus Söhngen im Laiendormitorium ein Podiumsgespräch. Unter dem Titel "Zisterziensisch leben - Berufungsgeschichten aus Vergangenheit und Gegenwart" zeigten sie zunächst Berufungsgeschichten aus dem Neuen Testament und dem frühen Mönchtum der Wüstenväter auf, um dann auf ihre eigenen Berufungswege nach und in Marienstatt zu sprechen zu kommen. Auch die aktuellen Sorgen um den Nachwuchs brachten sie dabei deutlich ins Wort. Das Publikum nahm die Gelegenheit wahr, zahlreiche Fragen zu stellen und mit den Marienstatter Mönchen ins Gespräch zu kommen über Möglichkeiten und Schwierigkeiten, heute als Mönch zu leben.
Im Anschluss erläuterte P. Jakob in der ehemaligen Abteikirche die Liturgie und den gregorianischen Choral zum Bernhardsfest und deutete die Texte und Gesänge geistlich.
Zum Abschluss feierten die Mönche mit einigen hundert Gläubigen ein Choralamt im Gedenken an den heiligen Ordensvater Bernhard von Clairvaux, der das Kloster 1136 als seine zweite Gründung in Deutschland (nach Himmerod 1134/35) ins Leben gerufen hatte.

Hier finden Sie Presseberichte zum Zisterziensertag 2010.

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04. Juli 2010

Goldenes Priesterjubiläum

Am 4. Juli feierten Abt em. Dr. Thomas Denter, P. Gabriel Hammer und P. Theobald Rosenbauer in einem feierlichen Dankgottesdienst in Marienstatt ihr goldenes Priesterjubiläum.
Vor 50 Jahren, am 29. Juni 1960, hatten die drei Marienstatter Mönche zusammen mit dem gebürtigen Luckenbacher und Himmeroder Mönch P. Pius Kohlhaas, der 2008 verstorben ist, aus den Händen des damaligen Limburger Bischofs Dr. Wilhelm Kempf die Priesterweihe empfangen.

Abt Thomas wurde als Gregor Denter am 6. Februar 1936 in Hattert, Westerwald, geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Marienstatt und Mehrerau wurde er 1955 in das Noviziat der Abtei Marienstatt aufgenommen. Nach dem Theologiestudium in Freiburg in der Schweiz promovierte er 1962 zum Doktor der Theologie.
Nach seiner Priesterweihe 1960 war er zunächst bis 1965 als Kaplan in der Pfarrei Marienstatt tätig und von 1965 bis 1972 Novizenmeister, seit 1970 auch Prior. Von 1966 bis zu seiner Pensionierung 2001 unterrichtete er am Gymnasium Marienstatt katholische Religion, Griechisch und Latein. 1971 wurde er in der Nachfolge des zurückgetretenen Abtes Idesbald Eicheler zum neuen Abt von Marienstatt gewählt.
Abt Thomas betrieb mit „außergewöhnlicher Zielstrebigkeit“, so die Laudatio zur Verleihung des Landesverdienstordens, die bauliche Sanierung der Abtei und der Abteikirche Marienstatt. Außerdem wurde während seines Abbatiats das Private Gymnasium Marienstatt erweitert und von einer Internatsschule für Jungen zu einem Vollgymnasium umgewandelt.
Für den Gesamtorden war Abt Thomas als Mitglied der Ordenssynode tätig und unterstützte auch die Gleichstellung der weiblichen Gemeinschaften auf dem Generalkapitel. Von 1971 bis 1975 war er Mitglied der Synode der Bistümer Deutschlands. Nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren trat Abt Thomas 2006 zurück, ist aber weiterhin als Firmspender in der Diözese Limburg tätig sowie ehrenamtlich als Richter für das Kirchliche Ehegericht. 1996 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.

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Pater Gabriel wurde 1934 als Hubert Hammer in Kausen geboren. 1953 trat der Jubilar in die Abtei Marienstatt ein, 1954 legte er die Profess ab. P. Gabriel hat in Musikwissenschaften promoviert und im Gymnasium Marienstatt in den Fächern Musik, Religion und Latein unterrichtet. Außerdem war er Organist und Kantor sowie Leiter des Kirchenchors. Von 1987 bis 1995 war Pater Gabriel Direktor des Marienstatter Gymnasiums. Dann zog es ihn ins Schwabenland, von 1995 bis 2010 war er Spiritual bei den Zisterzienserinnen in Oberschönefeld.

P. Theobald wurde 1934 in Wallmenroth als Eugen Rosenbauer geboren. Er war fast 30 Jahre bis zu seiner Verabschiedung am 2. Januar 2010 Gemeindepfarrer in Marienstatt. Seit 1972 war er Leiter des Internats der Abtei und lehrte am Gymnasium Latein, Religion und Sport. Seit April 2010 ist er als Nachfolger von P. Gabriel Spiritual im Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld bei Augsburg.

Unsere Gemeinschaft freut sich mit den Jubilaren, dankt von Herzen für alle Dienste und allen Einsatz und wünscht weiterhin Gottes reichen Schutz und Segen für sie und in allem, was die drei verdienten Mitbrüder heute tun.

22. Juni 2010

Reden statt schweigen
Ehemaligen-Podium bringt Gewaltdebatte voran

Prügelstrafen, absolute Kontrolle, psychischer Druck – solche Stichworte tauchen zuweilen auch in den Erinnerungen ehemaliger Schüler des Gymnasiums der Abtei Marienstatt auf. Nach jahrzehntelangem Schweigen und Verdrängen suchen Schule und Betroffene nun den aufklärerischen Dialog.

Offen und diskussionsfreudig stellt sich das Private Gymnasium der Zisterzienserabtei in Marienstatt den dunklen Seiten seiner Geschichte: Die vom Konvent angestoßene Debatte um Misshandlungen an früheren Schülern, vor allem im damaligen 1982 aufgelösten Internat, erhielt in einer großen Runde mit vielen Ehemaligen eine neue Qualität. Deutlich beherrschte die Aufarbeitung der Gewaltthematik diesen Bestandteil der Festwoche zum 100-jährigen Bestehen der Schule.

Zwei Blickpunkte prägten die Diskussion: Erstens gibt es ehemalige Internatsschüler, die die erlebte und erlittene Gewalt namentlich an einzelnen Patres festmachen können. Im Rückblick ist für sie das Klima der Willkür und Ungerechtigkeit gleichwohl nicht allein an Personen gebunden, sondern Ausdruck für ein unmenschliches, unchristliches und faschistoides System. Ihnen gegenüber stehen andere Ex-Schüler, denen eine solche Pauschalisierung zu weit geht. Beiden Standpunkten gemeinsam ist, dass die Erfahrungen aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren zwar einen deutlichen Schatten auf die Schule werfen, dass andererseits aber auch die positive Ausstrahlung dieses Ortes, seine Spiritualität, erkannt wird. Daraus erwachse für die Gegenwart und Zukunft des Gymnasiums eine Kraft, die den Schülern eine wichtige Richtschnur für ihr Leben sein könne, wie es etwa Schulleiter Klemens Schlimm betonte.
Veranstalter des Dialogabends war der Förderverein des Gymnasiums. Der Vorsitzende Dr. Frank Grieß stellte die Teilnehmer vor und verwies zugleich auf das 40-jährige Bestehen des Fördervereins. Die von Abt Andreas Range geleitete Diskussion verlief in sehr ruhigen und vernünftigen Bahnen. Die Aufmerksamkeit des Publikums, jüngere und ältere Ehemalige, war groß, die Neugierde nicht minder. Sollten sich einzelne der zahlreichen Zuhörer lautstarke Konfrontationen und reißerische Enthüllungen erhofft haben, so wurden sie enttäuscht. Erwartungsgemäß gab es auf die Frage „Marienstatt – eine Schule fürs Leben?“ vielfältige Antworten.
Der zeitliche Bogen der acht Redner auf dem Podium spannte sich von den 50er-Jahren bis 2001. Erwin Wortelkamp, Internatsschüler von 1950 bis 1956 und bekannter Künstler aus Hasselbach, gehörte ebenso zur älteren Generation wie Historiker Hannes Heer (Internat 1951 bis 1957), der Theologe Pater Dr. Josef Schuster (Abi 1967) und Lehrer Arno Benner (Abi 1969). Die 70er-Jahre (Stichwort: reformierte Oberstufe) stellen eine Zeit des Umbruchs und der Öffnung dar, wie nicht nur einzelne Beiträge aus der Zuhörerschaft erkennen ließen. Auch die Erinnerungen von Schauspielerin Ute Maria Lerner (Abi 1982), Minister Hendrik Hering (Abi 1983), Unternehmerin Susanne Szczesny-Oßing (Abi 1984) und Diana Steegers (Abi 2001, angehende Lehrerin) zeichneten ein freundlicheres Bild der Schule. Das Miteinander, der Unterricht, der Glaube und der Ort Marienstatt seien auch für sie eine prägende Schule für das Leben gewesen – je nach individueller Färbung als Bühne (Lerner: „Ich hab's mir schön gemacht“) oder als Anstoß zu Kriegsdienstverweigerung und politischer Arbeit.
Für das Internat kam 1982 das endgültige Aus, damals bedingt, wie Abt Andreas erläuterte, durch die rückläufige Zahl der Mönche. Was aus der Zeit davor für ihn geblieben sei, beschrieb Hannes Heer mit den Worten „Verzauberung und Beklemmung“, Erwin Wortelkamp sprach von Widersprüchen und Kontrasten, Arno Benner griff zur „subjektiven Authentizität“, um die Fülle unterschiedlicher Wahrnehmungen zu ordnen. Alle Redner betonten, wie wichtig es sei, den begonnenen Reinigungsprozess im fairen Dialog fortzuführen.

19. Juni 2010

Festwoche zum 100-jährigen Schuljubiläum

Seit 1910 ist der Zisterzienserabtei im NIstertal eine Schule angeschlossen. Heute zählt das Private Gymnasium Marienstatt beinahe 900 Schüler. Zunächst war die Schule Oblatenschule für den Ordens- und Priesternachwuchs, seit 1951 dann Aufbaugymnasium. Seit 1960 ist daraus ein bis zum Abitur führendes privates Gymnasium erwachsen.
Das 100-jährige Bestehen des Gymnasiums wird noch bis zum 26. Juni groß gefeiert. Den Auftakt der Festwoche bildete unter großer Beteiligung ein Treffen ehemaliger Schüler und Lehrer, einschließlich Schul- und Klosterführung und gemütlichem Abend mit Auftritten einer ehmaligen Schulband aus den 60er-Jahren sowie der aktuellen Big Band.
Erste Höhepunkt des Jubiläums waren ein Festgottesdienst in der Basilika und anschließend eine Festakademie in der Annakapelle. Abt Andreas Range eröffnete sie, Schulleiter Klemens Schlimm stellte den ganzheitlichen Ansatz der Schule heraus, der wie das Kloster eine Symbiose des Weltlichen und Geistlichen sei. Das Vermitteln von Werten wie Sozialkompetenz stärke das Verantwortungsgefühl für eine friedlichere und gerechtere Welt.
Landrat Achim Schwickert begrüßte diese Philosophie, denn verantwortliche Entscheidungen erforderten mehr als bloßes Wissen. Man brauche einen Kompass, mit dem man sich an Werten orientieren könne. Die Verbundenheit des Westerwaldkreises zu Marienstatt drückte Schwickert mit der Vergabe des Westerwaldwappens aus. Andreas von Erdmann vom Bischöflichen Ordinariat Limburg sagte, das Feuer, das man in anderen entzünden will, müsse in einem selbst brennen. Der Bonner Historiker Dr. Christian Hillen beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahren mit der im Jahr 2012 800-jährigen Geschichte des Klosters Marienstatt. In seinem Festvortrag berichtete er über die Entwicklung, die die Schule am selben Ort in den vergangenen 100 Jahren genommen hat. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg sei die Schule eine wichtige Einnahmequelle der Abtei gewesen. 1946 hätte die Aufnahme von Schülern anderer Konfessionen die Weiterentwicklung zum Gymnasium begünstigt. 1960 habe die Abtei in Eigenleistung viel Geld in den Erweiterungsbau gesteckt. 1963 bestanden die ersten 14 Schüler in Marienstatt das Abitur.
Die Festakademie wurde musikalisch umrahmt von den Ehemaligen Joachim Weller und Damian Koller sowie den aktuellen Schülerinnen Lena Dörner, Caroline Verhoeven und Franziska Suchan, begleitet von Musiklehrer Christoph Mohr. Rechtzeitig zur Festwoche erschien das 544 Seiten starke, reich illustrierte Einhundertjahrbuch mit der Historie der Schule, Erinnerungen ehemaliger Abiturienten sowie zahlreichen Expertisen im Sinne des ganzheitlich geprägten Unterrichtes. Die Festschrift ist in monatelanger Arbeit mithilfe ehemaliger und aktueller Marienstatter entstanden und enthält unter anderem ein beachtliches Register besonderer Lernleistungen. Ein Großteil der Erlöse aus der Festwoche kommen der Familie von Schülerin Ina Tessmann, die seit mehr als sechs Monaten im Koma liegt, zugute. Am Nachmittag gestalteten Musiker verschiedener Marienstatter Abiturjahrgänge in der Basilika ein Benefizkonzert mit Werken unterschiedlicher Epochen. Der Erlös des Konzerts geht an das Kinder- und Jugendhospiz in Olpe. Am Dienstag, 22. Juni, veranstaltet der Förderverein ein von Abt Range moderiertes Podiumsgespräch, bei dem ehemalige Marienstatter Schüler auf die Licht- und Schattenseiten ihrer Schulzeit zurückblicken. Sicherlich werden dann auch die jüngst gemeldeten Missbrauchsvorwürfe ausgelotet.

12. Juni 2010

50 Jahre DJK Marienstatt

Am 5. April 1960 wurde die DJK Marienstatt durch Schüler des damaligen Internats gegründet. Nun feiert der Sportverein mit einer Festveranstaltung in der Marienstatter Sporthalle sein 50-jähriges Jubiläum.
Aus den anfangs 50 Mitgliedern sind mittlerweile rund 500 geworden, di sich heute in den acht Abteilungen Judo, Aikido, Laufen, Triathlon, Fitness, Basketball, Orientalischer Tanz und Akrobatik sportlich betätigen und dabei immer wieder bemerkenswerte Erfolge erzielen. Die meisten Mitglieder hat die Judo-Abteilung. Der Verein ist Mitglied des DJK-Sportverbandes "Deutsche Jugendkraft", des katholischen Bundesverbandes für Leistungs- und Breitensport. Vorsitzender der DJK ist seit 1991 Albrecht Gehlbach (Streithausen), nach P. Maurus Mohrs OCist und Helmut Tschöpe der dritte Vorsitzende des Vereins. Einer der Höhepunkte für die Judo-Abteilung war 1999 die Ausrichtung der Judo-Bundesmeisterschaften in der Marienstatter Sporthalle. Die größte Veranstaltung des Sportvereins stellt alljährlich der "Löwenlauf" in Hachenburg dar, dessen Erlös regelmäßig einem Kinderheim in Indien zu Gute kommt.

10. Juni 2010

Großer Wallfahrtstag zog Tausende nach Marienstatt

Unter einem Meer aus 5000 Schirmen verbargen sich Gesichter aus allen Generationen vor dem warmen Nieselregen am Oktavtag nach Fronleichnam vor dem Hauptportal der Zisterzienserabtei Marienstatt. Abt Andreas Range grüßte die Wallfahrer, die in mehr als 500-jähriger Tradition der Preußenwallfahrt aus vier Diözesen zum Westerwälder Kloster pilgern. Mitten unter ihnen genoss Thomas Schwan mit seiner fünfköpfigen Familie aus Elkenroth das unbeschreibliche Gefühl, ein anderer Mensch zu sein. Seit 30 Jahren schon freut er sich immer wieder auf diesen besonderen Tag. Ähnlich geht es vielen anderen Menschen. Angesichts der hohen Beteiligung der Wallfahrergruppen sah sich der Kölner Weihbischof Dr. Heiner Koch darin bestätigt, dass Gott die Menschen nicht nur an schönen Tagen begleite. Dr. Heiner Koch gilt bei der Jugend als beliebt, er organisierte bereits 2005 den Weltjugendtag in Köln und zelebrierte gemeinsam mit den Pilgern den Wallfahrtsgottesdienst, ehe er nach Rom weiterreiste. Sei eansprechende Predigt bedachten die Pilger mit viel Beifall.

30. Mai 2010

Neuer Vorsitzender beim "Forum Abtei Marienstatt e. V."

Der langjährige Leiter des Forstamtes Hachenburg, Friedrich Esser, ist zum neuen Vorsitzenden des "Forums Abtei Marienstatt e. V." gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge des Gründungsvorsitzenden Dr. Norbert Heinen aus Montabaur an, der wegen seiner herausragenden Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des "Forums" ernannt wurde.

Abtei und Basilika Marienstatt sind ohne Zweifel sehr bedeutende Kulturdenkmäler. Der Verein "Forum Abtei Marienstatt e. V." sorgt mit dafür, dass diese Schätze des Westerwaldes gepflegt und noch bekannter werden, und das schon seit mehr als zwölf Jahren. Die Jahresversammlung zog eine beeindruckende Bilanz dieser Arbeit: Seit der Gründung 1998 sammelte das Forum Spenden in Höhe von 366.000 Euro und 191.000 Euro in Mitgliedsbeiträgen. Im vergangenen Jahr wurden die Projekte „Barocker Garten“ und die „Geschichte der Abtei“, die im Jahr 2012 zur 800-Jahr-Feier als Buch erscheinen wird, besonders gefördert.
Der Gründungsvorsitzende Dr. Norbert Heinen zieht sich nun zurück und macht Platz für seinen Nachfolger Friedrich Esser aus Merkelbach. Abt em. Dr. Thomas Denter lobte Heinens Verdienste: „Er war aufgrund seiner Kompetenz und seiner Verbindungen genau der richtige Vorsitzende für das Forum Abtei Marienstatt.“ Die wichtigsten Projekte seit der Gründung des Forums seien die photogrammetrische Aufnahme des Ursula-Retabels, die Neuschaffung der Chorfenster der Basilika, die Renovierung des Mittelrisalits mit Balkongitter und Torgitter des Tafelsaals und der barocken Uhr gewesen. Auch die derzeit in Ausführung befindliche Errichtung des Barockgartens sowie die Erstellung der Geschichte der Abtei seien ein großer Verdienst Heinens.
Der ebenfalls scheidende Schatzmeister Tony Alt aus Montabaur erläuterte den Mitgliedern eine sehr zufriedenstellende Vermögenslage. Auch Alts Leistungen wurden vom ehemaligen Abt besonders gewürdigt. So seien die erstaunlichen Leistungen des Forums aufgrund seiner klugen und umsichtigen Mittelverwaltung und seines persönlichen finanziellen Engagements überhaupt erst möglich geworden. Norbert Heinen wie auch Tony Alt waren im Jahr 2003 wegen ihrer außerordentlichen Verbundenheit vom Generalabt des Ordens in Rom zum „Familiare des Zisterzienserordens“ ernannt worden.
Zum neuen Schatzmeister wurde Frank Sander, Bad Marienberg, gewählt. Neuer Schriftführer wurde Thorsten Albrecht, Hattert. Das Forum sucht weiterhin Menschen, die sich für das Kulturdenkmal Marienstatt engagieren, ideell oder finanziell.

29. Mai 2010

Fünfter Ausflug des Geistlichen Freundeskreises

Eine insgesamt 57 Personen starke Gruppe - 52 Freunde der Abtei und fünf Brüder - hat heute den fünften Ausflug des Geistlichen Freundeskreises unternommen, der die Gruppe nach Nordhessen führte. Dort besuchte die Gruppe zunächst das ehmalige Zisterzienserkloster Haina. In der ehmaligen Abteikirche, die seit der Reformation evangelische Pfarrkirche ist, feierten die Freunde zusammen mit dem jetzigen Pfarrer und seinem Vorgänger Dr. Friedrich einen Gottesdienst, dem Abt Andreas Range vorstand. Es war die erste Messfeier von Zisterziensermönchen in dem altehrwürdigen Gemäuer seit der Reformation - ein bedeutendes Ereignis für Haina und für die Marienstatter Freunde. Anschließend wurde das weitläufige und vollständig erhaltene Klostergelände, das heute eine psychiatrische Klinik beheimatet, in Augenschein genommen.
Haina ist die bedeutendste frühgotische Klosteranlage Hessens. Das Kloster wurde zunächst 1144 von Benediktinern gegründet und war seit 1150 zisterziensisch. 1214 wurde es von Mönchen aus dem Kloster Altenberg übernommen und ins Tal an der Wohra verlegt. Die von 1216 bis 1330 errichtete Klosterkirche gilt als der früheste Bau der Gotik in Deutschland. Der noch romanische Chor wurde schon 1224 geweiht – nur drei Jahre vor dem ersten Kirchbau in Marienstatt. Die farbliche Gestaltung des Hainaer Kirchengewölbes hat möglicherweise als Vorlage für die Marienstatter Abteikirche gedient. 1527 wurde das Kloster durch Landgraf Philipp von Hessen aufgehoben und in ein Landeshospital umgewandelt. Im ehemaligen Kloster befindet sich heute ein Zentrum für Soziale Psychiatrie. Die Anlage wird umgeben vom 1789 angelegten Stamford´schen Garten.

Nach einem Mittagessen war die evangelische Stadtkirche in Bad Wildungen die zweite Station des Tages. Der evangelische Pfarrer erläuterte den Marienstatter Freunden das berühmte Altarretabel des Conrad von Soest (um 1370-1422).
Der Flügelaltar in der heute evangelischen Pfarrkirche ist einer der bedeutendsten Flügelaltäre der Spätgotik und das einzige gesicherte Werk des westfälischen Meisters.
Er enthält auch die älteste Darstellung einer Brille nördlich der Alpen. Der „Apostel mit Brille“ ähnelt demjenigen, der etwas später auch auf dem Sayn´schen Hochgrab in Marienstatt gemalt worden ist.
Das Altar-Triptychon ist fast sechs Meter breit und zeigt 13 Szenen aus dem Leben Christi: je vier beziehen sich auf die Kindheit Jesu, auf die Passionsgeschichte und auf das nachösterliche Geschehen. Der Mittelteil zeigt den Kalvarienberg mit einer eindrucksvollen Kreuzigungsszene.

Dritte und letzte Station des Tages war die ehemalige Klosterkirche Marienthal der Zisterzienerinnen in Waldeck-Netze mit dem berühmten "Netzer Altar". Das Altartriptychon ist die Schöpfung eines anonymen gotischen Künstlers hessisch-westfälischer Herkunft um 1370. Der unbekannte Künstler gilt als Vorreiter für die nachfolgende Stilstufe der Generation um Conrad von Soest.
Hier sangen die Marienstatter Freunde miteinander die Vesper und ließen sich vom Experten des Ortes, Karl Kann, das wertvolle Altarretabel erläutern.
Am nahe gelegenen Edersee klang der Ausflugstag, der den Freunden gut gefallen hat und die Gemeinschaft einmal stärken konnte, aus.

Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.

Bilder vom Ausflugstag finden sich unter der Rubrik Galerie.

08. Mai 2010

Drittes "Nightfever" in Marienstatt

Erneut einige hundert Menschen verschiedener Konfessionen und unterschiedlichen Alters fanden sich in der Marienstatter Basilika zur dritten „Nightfever“-Veranstaltung ein. Gebet, Gesang und Gespräch standen im Mittelpunkt dieses seit 2005 etablierten Angebots an kirchennahe und kirchenferne Menschen, das es im Bistum Limburg nur in Höhr-Grenzhausen und in Marienstatt gibt.
Einmal mehr schenkte „Nightfever“ den zahlreichen Besuchern Zeit für Ruhe, für das Gebet und auch zum Gespräch.
Die Marienstatter Mönche luden – unterstützt von Schülern und Lehrern des in Trägerschaft der Zisterzienser stehenden Privaten Gymnasiums Marienstatt – nun zum dritten Mal in ihre Basilika. Den Anfang des stimmungsvollen Abends machte eine Heilige Messe, die P. Benedikt Michels zusammen mit den Gläubigen feierte.
„Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet” – diese Einladung Jesu, die vom Schulchor des Gymnasiums unter Leitung von Martin Wanner als Taizé-Lied gesungen wurde, nahmen in der Folge zahlreiche Christen an. P. Jakob Schwinde und Fr. Gregor Brandt untermalten die folgenden Stunden genauso musikalisch wie Wilma und Joachim Lerchen aus Höhr-Grenzhausen.
Bis 22.30 Uhr – oder solange die Zeit und Kraft reichte – hatten die Gläubigen die Gelegenheit, singend, betend, schweigend bei Jesus zu verweilen. Die Menschen, die P. Martin Pfeiffer am Kirchenportal empfing und einlud, nutzten die Möglichkeit, vor dem Allerheiligsten eine Kerze anzünden und damit eine Bitte zu verbinden, die sie Jesus besonders ans Herz legen wollten. Andere Besucher formulierten Fürbitten und warfen diese in einen Kasten am mit einem rot-weißen Tuch geschmückten Altar. „Wir Mönche von Marienstatt versprechen, mit Ihnen in Ihrem Anliegen weiterzubeten“, hatten die gastgebenden Mönche erklärt. Auch Abt Andreas Range sowie Gemeindepfarrer Pater Guido Dupont und Pater Dominikus Söhngen standen in der Kirche zum Gespräch bereit. Bei allen Mönchen konnte man seine Fragen und Anliegen vorbringen, beichten und das Sakrament der Versöhnung empfangen oder sich segnen lassen. In den Bänken und Nischen des Hauptschiffs, im Chorgestühl und vor dem Ursulaaltar beteten und sangen die „Nightfever“-Besucher und genossen den „klanglichen Teppich“, den die Musiker in der Basilika auslegten.
Schülerinnen des Gymnasiums gingen während des Abends ins nahe Brauhaus des Klosters, um dort auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und dazu einzuladen. Immer wieder strömten so weitere Neugierige in die Basilika und wurden – wahrscheinlich an dem Abend völlig ungeplant – zu Betern und Sängern.

01. Mai 2010

Wallfahrtsjahr eröffnet

In einem feierlichen Gottesdienst in der Abteikirche hat P. Martin Pfeiffer das Wallfahrtsjahr 2010 eröffnet. Akzente setzen in diesem Jahr neben den traditionellen Wallfahrtstagen (siehe unter "Jahresprogramm") auch zwei Veranstaltungen im August: Am 28.08. wird es erstmals eine "Oma-Opa-Enkel-Wallfahrt" geben und am 29.08. mit dem "Mutter-/Elternsegen" das Angebot eines Segnungsgottesdienstes für werdende und junge Eltern.

29. März 2010

P. Johannes Geibig wird 95 Jahre alt

Am 29. März vollendet Pater Johannes Geibig sein 95. Lebensjahr. Der älteste Marienstatter Mönch ist seit 1936 im Kloster, legte vor 73 Jahren seine Mönchsgelübde ab und wurde vor 63 Jahren zum Priester geweiht.

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Von 1956 bis 1980 war er Direktor des Marienstatter Gymnasiums, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Er ebnete als Leiter des „Progymnasiums“ den Weg für das 1960 errichtete Private Gymnasium Marienstatt.
Geboren in Frankfurt-Niederrad entdeckte er bereits als Kind seine Liebe zu Marienstatt, als er die Ferien bei seinem Onkel, Bruder Joseph Götz, der in Marienstatt als Buchbinder arbeitete, verbrachte. Nach dem Abitur bat er um die Aufnahme ins Kloster und empfing 1936 das Ordenskleid. Nach den ersten Gelübden begann er seine philosophisch-theologischen Studien in Eichstätt, die durch die Einberufung zur Wehrmacht im Jahr 1939 und seinen Einsatz in Polen und Russland unterbrochen wurden. In Russland wurde er 1943 verwundet und nach der Genesung im Westen eingesetzt, wo er 1944 in englische Kriegsgefangenschaft kam, aus der er 1946 wieder in die Abtei Marienstatt zurückkehrte. 1947 legte P. Johannes die Gelübde auf Lebenszeit ab und empfing noch im selben Jahr die Priesterweihe. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn absolvierte P. Johannes seine Studien. Seit 1952 unterrichtete er Religion, Latein und Griechisch und legte sein Assessorenexamen ab. 1956 übertrug ihm Abt Idesbald Eicheler die Leitung des „Progymnasiums“. Als junger und dynamischer Direktor setzte er sich mit allen Kräften dafür ein, dass Marienstatt „Vollgymnasium“ werden konnte. Die Bemühungen wurden mit Erfolg gekrönt, so dass das Schuljahr 1959/60 mit der „Obersekunda“ den Schritt in eine neue Zukunft eröffnete und mit dem ersten Abiturjahrgang im Jahr 1963 einen denkwürdigen Höhepunkt hatte. Aus den 14 Abiturienten des ersten Jahrgangs sind in diesem Jahr – 47 Jahre später – 107 Abiturientinnen und Abiturienten geworden.
Der Ausbau des Gymnasiums und die Reaktionen auf zahlreiche pädagogische Neuerungen prägten die weitere Zeit, bis P. Johannes 1980 als 65-Jähriger die Leitung des Gymnasiums an P. Eberhard Kahren übergab. Er selbst unterrichtete noch einige Jahre als „Ruheständler“. Abt Thomas Denter übertrug ihm 1981 die Ämter des Novizenmeisters, in dem er bis 1988 tätig war, und des Priors, das er bis 1994 bekleidete. In diesen Aufgaben erwies sich P. Johannes als lebenserfahrener und gütiger Mitbruder und Begleiter vor allem der jüngeren Mitbrüder, die er noch lange Jahre im Noviziat unterrichtete. Seit einigen Jahren lebt er im Pflegeheim der Pallottinerinnen in Limburg und wird von den dortigen Schwestern betreut und gepflegt. Seinen Festtag wird der Senior der Marienstatter Gemeinschaft im Kreise seiner Mitbrüder feiern.

25. März 2010

Ausstellung "die sieben Todsünden" zu Ende gegangen

Nach vier Wochen ist die Ausstellung "die sieben Todsünden", die der Künstlerbund Südsuaerland e. V. seit dem 21. Februar in der Annakapelle präsentiert hat, zu Emnde gegangen.
Nach der gut besuchten Vernissage haben in dieser Zeit viele weitere Interessierte die Ausstellung besucht und dabei auch die sieben Wochenendangebote von Sonderführungen wahrgenommen.

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Eine literarisch-musikalische "Halbzeit" mit "Kontrapunkten" zur Ausstellung wurde von Abt Andreas Range (literarische Texte), P. Jakob Schwinde (musikalische Erläuterungen und Flöte) und Joachim Weller (Orgel) gestaltet.
Die 15 Künstlerinnen und Künstler aus dem Südsauerland zeigten sich zufrieden mit den Effekten ihrer Ausstallung, die in dieser Vollständigkeit von 50 Werken zum Thema "die sieben Todsünden" erst zum zweiten Mal präsentiert worden ist.

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20. Februar 2010

10. Einkehrtag des Geistlichen Freundeskreises

Ein kleines Jubiläum begingen 90 Freunde des mittlerweile 399 Mitglieder starken "Geistlichen Freundeskreises": Sie trafen sich zum 10. Einkehrtag seit der Gründungsveranstaltung im Oktober 2005. Mit dem Thema "Erlöse uns von dem Bösen" hatten die Marienstatter Brüder eine von vielen thematischen Anregungen aufgegriffen, die auf die Befragung beim letzten Einkehrtag hin eingegangen waren.

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Gearbeitet wurde diesmal mit der aktuellen Ausstellung "die sieben Todsünden" des Künstlerbundes Südsauerland e. V., in der 15 Künstlerinnen und Künstler insgesamt 50 Werke zu einem Thema zusammengestellt, das heute so ungewöhnlich für die öffentliche Wahrnehmung erscheint.

Mehr zu diesem Tag lesen Sie auf unserer Seite "Freundeskreis".

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01. Februar 2010

Unser neuer Novize: Frater Daniel

Heute nachmittag, vor der 1. Vesper zum Hochfest Darstellung des Herrn, wurde unser Postulant Frank Sikora eingekleidet. Der 36-Jährige stammt aus Dresden und ist gelernter Krankenpfleger. Er beginnt nun offiziell sein Ordensleben als Zisterzienser und heißt jetzt Frater Daniel. Unsere Gemeinschaft freut sich sehr über den Novizen. Wir bitten Gott, dass er an Fr. Daniel vollende, was er heute begonnen hat.

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02. Januar 2010

P. Theobald als Gemeindepfarrer verabschiedet

Nach fast 30 Jahren Dienst als Pfarrer in Marienstatt ist P. Theobald Rosenbauer in der heutigen Vorabendmesse verabschiedet worden. Den feierlichen Dankgottesdienst in der überfüllten Basilika leitete der Limburger Generalvikar Prof. Dr. Franz Kaspar, der vor Jahrzehnten zusammen mit P. Theobald Schüler in Marienstatt und der Mehrerau gewesen war. Neben Pfarrer Guido Dupont assistierten Bezirksdekan Heinz-Walter Bartheneier (Montabaur) und Diakon Michael Krämer (Hachenburg). Für den musikalisch-festlichen Rahmen sorgte das Marienstatter Blasorchester.
Für die Gremien der Pfarrgemeinde dankte Klaus Baumann am Ende des Gottesdienstes P. Theobald für seinen langjährigen Dienst an den und für die Menschen. Langer Beifall bestätigte, was er als das wichtigste Verdienst von P. Theobald darstellte: Seine unkomplizierte Art habe ihn zu einem äußerst beliebten Seelsorger gemacht, dem sich die Menschen auch und gerade in schwierigen Zeiten gern anvertraut hätten.
Beim anschließenden Empfang in der Annkapelle wurde P. Theobald zunächst von der Alphornbläsergruppe seines Bruders Paul Rosenbauer aus Scherfeld überrascht. Der Kirchenchor "Cäcilia" Marienstatt dankte seinem langjährigen Präses mit zwei Ständchen. Neben Vertretern der Kolpingfamilie und des Kindergartens Luckenbach dankte auch Gottfried Benner (Streithausen) im Namen aller Ortsbürgermeister der 18 Zivilgemeinden im Bereich der Pfarrgemeinde Marienstatt. Verbandsbürgermeister Peter Klöckner (Hachenburg) und Pfarrerin Gabriele Frölich (Kroppach/Mörsbach) für die evangelischen Mitchristen sprachen Grußworte.
Unzählige Menschen bedankten sich persönlich bei "ihrem" Pfarrer und konnten (und wollten) dabei auch ihre Rührung nicht verbergen.
P. Theobald bedankte sich herzlich bei allen, die ihn in all den Jahren begleitet und in seiner Arbeit unterstützt haben.
Zukünftig wird er als Spirutual in der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld (bei Augsburg) die Aufgaben übernehmen, die in den letzten Jahren P. Gabriel Hammer wahrgenommen hat, der nach Marienstatt zurückkehren wird.


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