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AKTUELLES : CHRONIK

Chronik 2011

30. Dezember 2011

Konventsexerzitien 2011

Traditionell in den Tagen "zwischen den Jahren" hat unsere Gemeinschaft seit dem Abend des 2. Weihnachtsfeiertages bis zum heutigen Tag Konventsexerzitien gehalten. In diesem Jahr gab uns Abt Philipp Vanderheyden OSB (Chevetogne/Belgien) auf der Grundlage der Benediktsregel wertvolle geistliche Impulse zur persönlichen Gottes- und Christusbeziehung.
Für Abt Philipps tiefgründigen und praxisorientierten Anregungen und "Auffrischungen" hinsichtlich eines gemeinsamen Lebens nach der Benediktsregel ist unsere Gemeinschaft sehr dankbar. Vergelt´s Gott!

14. Dezember 2011

Ein erfülltes Mönchsleben -
P. Hubertus Schilling verstorben

Am 14. Dezember 2011 verstarb im Alter von 80 Jahren der Marienstatter Zisterziensermönch Pater Hubertus Schilling, der lange Jahre auch als Gemeindeseelsorger und Religionslehrer tätig gewesen war.

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Der gebürtige Renneroder Karl Schilling trat nach seiner Schulzeit in Westerburg und Dillenburg, die er mit dem Abitur abschloss, 1952 in die Zisterzienserabtei Marienstatt ein und legte dort am 7. September 1953 seine Profess ab. Nach theologischen Hausstudien in Marienstatt sowie Studien in Rom wurde er am 21. September 1958 vom Limburger Weihbischof Walter Kampe in Marienstatt zum Priester geweiht, acht Tage später feierte er in seiner Heimatpfarrei St. Hubertus zu Rennerod Primiz. Viele Jahre war er Kaplan in der Pfarrei Marienstatt, zwischen 1980 und 1993 war er zudem Religionslehrer am Privaten Gymnasium Marienstatt. Im Jahr 1991 übernahm der beliebte Seelsorger die Pfarrei Hattert-Merkelbach und leitete sie als Pfarrer bis zu seinem Ausscheiden aus dem Pfarrdienst 2001. Nach dem Ende seines Pfarrdienstes war Pater Hubertus vor allem als Beichtseelorger in Marienstatt tätig. Bis zuletzt lebte er, immer stärker von Krankheit gezeichnet, im Kreise seiner Mitbrüder und wurde im Kloster gepflegt.

Unsere Gemeinschaft hat einen weiteren liebenswerten Mitbruder verloren - den dritten in diesem Kalenderjahr. Wir empfehlen ihn in Gottes Hände. Er schenke ihm das ewige Leben. R.I.P.

Unter großer Anteilnahme von Verwandten, Freunden und Bekannten hat unsere Gemeinschaft am 17. Dezember das Requiem für P. Hubertus gefeiert und ihn anschließend auf dem Mönchsfriedhof in Marienstatt beigesetzt.

24. November 2011

Regularvisitation zu Ende gegangen

Am heutigen Tag ist die Regularvisitation in unserer Gemeinschaft zu Ende gegangen. Seit dem 21. November hat Abtpräses Anselm van der Linde (Mehrerau) sie in unserem Kloster gehalten. Nach einer eingehenden Vorbereitung in unserer Gemeinschaft auf diese Tage hat er mit jedem Mönch gesprochen und seine Erkenntnisse in geistlicher wie wirtschaftlicher Hinsicht in einer "Charta" zusammengefasst, die er in der abschließenden Kapitelsitzung verlas.
Unsere Gemeinschaft dankt Abt Anselm herzlich für die fruchtbaren Gespräche, für das offene Ohr und das offene Herz, das er jedem Einzelnen entgegengebracht hat, und für die wertvollen geistlichen Impulse, die er uns für unser künftiges gemeinsames Leben gegeben hat.

31. Oktober 2011

Zwei neue Novizen in unserer Gemeinschaft

Am Vorabend des Hochfestes Allerheiligen hat Abt Andreas in unserem Kapitelsaal zwei Novizen eingekleidet: Unsere Gemeinschaft freut sich über die neuen Mitbrüder Fr. Karl und Fr. Leo.

Fr. Karl (Romanus) Ugwu wurde 1984 in Obukpa (Nigeria) geboren und ist der erste Schwarzafrikaner im Marienstatter Konvent. Nach seinem Eintritt ins Priesterseminar 1998 studierte er Philosophie und Theologie. 2009 musste er nach einem Massaker, das fundamentalistische Muslime auch in seinem Heimatdorf angerichtet hatten, fliehen und gelanget nach Deutschland. 2010 knüpfte er erste Kontakte nach Marienstatt, wo er dann im Mai dieses Jahres sein Postulat begann.
Sein Namenspatron ist der Hl. Karl Lwanga, Märtyrer aus Uganda, der 1886 für den Glauben an Christus gestorben ist. Sein Gedächtnis wird am 3. Juni gefeiert.

Fr. Leo (Robin) von Ahn wurde 1987 in Villingen-Schwenningen geboren. Er absolvierte in Tuttlingen eine Ausbildung zum Chirurgiemechaniker und arbeitete vor allem im Uhrmacherbetrieb. Nachdem er zuvor in der Abtei Rohr gewesen war, begann er im Mai dieses Jahres sein Postulat in Marienstatt.
Sein Namenspatron ist der Hl. Papst Leo der Große, der von 440 bis 461 auf dem Stuhl Petri saß und der 1754 zum Kirchenlehrer erhoben wurde. Sein Gedächtnis wird am 10. November gefeiert.

Unsere Gemeinschaft, die mit den beiden Novizen wieder auf 18 Mitglieder anwächst, freut sich über die beiden jungen Mitbrüder und wünscht ihnen von Herzen ein weiterhin gutes Einleben in Marienstatt und Gottes reichen Segen für ihren Weg als Zisterzienser in unserem Kloster.

11. Oktober 2011

Abt em. Dr. Thomas Denter als Administrator
im Kloster Himmerod eingesetzt

Abtpräses Anselm van der Linde hat nach Abstimmung mit dem Mehrerauer Kongregationskapitel, das in der vergangenen Woche in Waldsassen getagt hat, den emeritierten Marienstatter Abt Dr. Thomas Denter als Administrator im Kloster Himmerod eingesetzt.
Abt Thomas Denter folgt damit dem zuvor als Administrator eingesetzten P. Stephan Senge nach, der die zwischenzeitliche Leitung der Gemeinschaft zu Beginn des Jahres vom ehemaligen Abt Bruno Fromme übernommen hatte, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.
Abt Thomas stand von 1971 bis 2006 der Gemeinschaft in Marienstatt vor. Der heute 75-Jährige hat in diesen 35 Jahren umfassende Erfahrungen in der Leitung der Klostergemeinschaft sowie der erfolgreichen Verwaltung von Wirtschaftsbetrieben gesammelt. Nun wird er versuchen, zusammen mit den elf Brüdern in Himmerod und den zahlreichen Unterstützern der Abtei das Kloster zu konsolidieren und die Wirtschaftsbetriebe für die Zukunft zu sichern.
Unsere Gemeinschaft in Marienstatt betet kräftig für Abt Thomas und die Gemeinschaft in Himmerod, dass sie auch künftig Bestand haben wird. Möge das mit Gottes Hilfe gelingen!

10. September 2011

Gelungener sechster Ausflug
des Geistlichen Freundeskreises

Eine insgesamt 61 Personen starke Gruppe - 54 Freunde der Abtei und sieben Brüder - hat miteinander den sechsten Ausflug des Geistlichen Freundeskreises unternommen. Er führte die Gruppe an den Rhein: zunächst in den Rheingau nach Kiedrich und zur ehemaligen Zisterzienserabtei Eberbach, später ins UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal nach Oberwesel.

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Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.
Bilder vom Ausflugstag finden sich unter der Rubrik Galerie.

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03. September 2011

Ein erneut sehr dichtes "Nightfever" in Marienstatt

Seit Mai 2009 gibt es "Nightfever" auch in Marienstatt - und auch zur sechsten Auflage dieses besonderen Angebots fanden sich wieder sehr viele Menschen in der Basilika ein. Die meisten von ihnen blieben die gesamte Zeit über da: von der als Jugendgottesdienst gestalteten Vorabendmesse um 17.30 Uhr bis zum eucharistischen Segen um 22.00 Uhr.

"Nightfever“ ist im Anschluss an den Weltjugendtag 2005 als ein regelmäßiger Abend voll Gebet, Gesang und Gespräch in Städten im Rheinland entstanden und hat sich mittlerweile in vielen Städten und Ortschaften Deutschlands etabliert. „Nightfever“ vermag es immer neu, den Menschen im Alltag eine ausgedehnte Zeit der Ruhe, des Gebets und des Gesprächs zu schenken.
So luden die Marienstatter Mönche zusammen mit zahlreichen Schülern und Lehrern des in Trägerschaft der Zisterzienser stehenden Privaten Gymnasiums Marienstatt erneut in ihre Basilika ein. Den Anfang des stimmungsvollen Abends machte eine Heilige Messe, die Schülerinnen und Schüler des Religion-Leistungskurses mit ihrem Lehrer P. Jakob Schwinde inhaltlich gestalteten.
„Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet” – diese Einladung Jesu, die vom Schulchor des Gymnasiums unter Leitung von Martin Wanner als Taizé-Lied gesungen wurde, nahmen auch in der Folge zahlreiche Christen an und nahmen die verschiedenen Angebote an, singend, betend, schweigend, sprechend bei Jesus zu verweilen, sich von ihm anschauen zu lassen. P. Guido Dupont, P. Dominikus Söhngen und P. Benedikt Michels standen den gesamten Abend über für Gespräche, Beichtgespräche und Segnungen bereit - und diese Angebote wurden so gut wie nie zuvor angenommen. P. Martin Pfeiffer begrüßte Kommende und verabschiedete Gehende und schlug so die Brücke aus dem Alltags- in den "Nightfever"-Raum.
Die Gäste - darunter erfreulich viele junge Menschen - nutzten die Möglichkeit, vor dem Allerheiligsten eine Kerze anzünden und damit eine Bitte zu verbinden, die sie Jesus besonders ans Herz legen wollten. Andere Besucher formulierten Fürbitten und warfen diese in einen Kasten am mit einem rot-weißen Tuch geschmückten Altar, auf dem das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt war. „Wir Mönche von Marienstatt versprechen, mit Ihnen in Ihren Anliegen weiterzubeten“, versprachen die gastgebenden Mönche.

21. August 2011

Diözesane Wallfahrt als lebendiges Gaubenszeugnis

Das Gnadenbild der Schmerzhaften Gottesmutter in der Abtei Marienstatt war am Sonntag das Ziel mehrerer Hundert Pilger aus dem Bistum Limburg. Gemeinsam mit Weihbischof Dr. Thomas Löhr hatten sich Gläubige aus Herschbach, Hachenburg und vielen anderen Orten zum Diözesanwallfahrtstag auf den Weg gemacht und gaben singend und betend ein lebendiges Zeugnis ihres Glaubens.
„Ich bin tief beeindruckt, welche Ausstrahlung unser gemeinsames Tun heute Morgen hat. Auf dem Weg hierher habe ich gespürt, dass die Welt mit betet“, sagte Weihbischof Löhr zu Beginn des Pontifikalamtes in der voll besetzten Abteikirche. Er dankte den Marienstatter Zisterziensern, dass sie sich um den Gnadenort sorgen und es so vielen Menschen ermöglichen, dort im Gebet zu verweilen.

„Die Erde kommt ohne den Himmel, der Mensch ohne Gott nicht aus“, betonte Weihbischof Löhr in seiner Predigt. Der Blick auf die Gottesmutter im Gnadenbild von Marienstatt mache deutlich, dass es eine enge und lebendige Beziehung zu Gott brauche. Die Welt allein genüge nicht. Religion werde heute oft als Störfaktor in einem fertigen System, in dem alles – Wissenschaft, Medizin und Forschung, Wirtschaft und Politik – zueinander passe, gesehen. Wie schnell werde dies aber alles infrage gestellt, so Löhr: Es genügten Sekunden eines Erdbebens, um die Atomkraft, die vorher vielen als sicher oder wenigstens in ihrem Risiko kalkulierbar galt, unverantwortlich erscheinen zu lassen. Die Finanzkrise habe in kurzer Zeit gezeigt, dass auch der Markt nicht ohne Moral auskomme und medizinischer Fortschritt werde vom Menschen nicht nur genutzt, sondern auch missbraucht. „Das alles betrachten wir Christen nicht mit Schadensfreude. Eine solche Freude steht dem Christen nicht an“, betonte Weihbischof Löhr. Christen sollten diese Entwicklung vielmehr mit Sorge sehen und nach ihrem Beitrag zur Problemlösung suchen. „Wir haben als Christen eine Verantwortung, die aus unserem Glauben erwächst“, so Löhr weiter.

Nach den Worten des Weihbischofs bleiben die Verbindung von Himmel und Erde, die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und die Himmelfahrt der Gottesmutter für Menschen ein Geheimnis. „Gott aber will uns nichts verheimlichen, sondern er offenbart so seinen Heilswillen. Unsere Bestimmung ist die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott.“ Das „Wie“ werde am Ende nur zu einer Frage aus bloßer Neugier.

Viele Pilger nutzten die Gelegenheit und beteten am Nachmittag gemeinsam den Kreuzweg oder besuchten die Orgelmeditation oder das Offene Singen in der Marienstatter Abteikirche. Zum Abschluss des bistumsweiten Wallfahrtstages sangen und beteten sie mit dem Weihbischof das Abendgebet der Kirche, die Vesper.

30. Juni 2011

Marienstatt empfängt 5000 Pilger
Wallfahrt zur Abtei findet im 525. Jahr statt –
„Zeichen für lebendige Kirche“

Die Zisterzienserabtei Marienstatt ist der bekannteste Wallfahrtsort in der heimischen Region: Seit 525 Jahren findet die „Große Wallfahrt“ statt – und auch in diesem Jahr versammelten sich über 5000 Gläubige zum Open-Air-Gottesdienst im Klosterhof, den in diesem Jahr der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann feierte. Viele Pilger kamen wie immer aus dem benachbarten Bistum Trier: Die Pilger von der so genannten „Trierer Insel“ um Betzdorf und Herdorf – eine Trierer Exklave, die von den Erzbistümern Köln und Paderborn sowie vom Bistum Limburg „umzingelt“ ist – stellen traditionell das größte Kontingent an Wallfahrern. Schon in den frühen Morgenstunden ging es per pedes aus den Gemeinden los: Mit geschmückten Fahnen und oft auch mit Musikkapellen, marschierten die Pilger in die Allee vor der Marienstatter Basilika ein, wo sie von Pater Martin Pfeiffer empfangen wurden.
Bischof Karl-Heinz Wiesemann war von den Menschenmassen sichtlich beeindruckt: „Es ist schön zu sehen, wie lebendig die Kirche ist“.

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In seiner Predigt ging der Bischof auf Jesus als Pilger nach Jerusalem ein. Es sei wichtig, dass die Kirche eine „pilgerndeKirche“ ist und bleibt. Der Marienstatter Abt Andreas Range freute sich besonders, dass auch viele Kinder und Jugendliche den Weg zur Abtei gefunden hatten: „Wo gibt es so etwas noch?“ Den Abschluss des Tages bildet traditionell die Vesper in den Nachmittagsstunden, in deren Anschluss die einzelnen Wallfahrtsgruppen aus der Basilika herauszogen und von Pater Martin wieder verabschiedet wurden.
Die Wallfahrt im nächsten Jahr wird auf den 800. „Geburtstag“ der Abtei fallen .Die Pilger waren sich einig: „Auch dann schnüren wir wieder unsere Wanderschuhe und pilgern gen Marienstatt."
Auch außerhalb der Großwallfahrten kommen einzelne Pilger und Gruppen, Gäste und Besucher zum Kloster mit dem Gnadenbild. Vor der „Schmerzhaften Muttergottes“, einem Ort des
Gebets und der Stille, tragen sie in Verbundenheit mit den betenden Mönchen ihre Anliegen und Sorgen, aber auch ihren Dank für erfahrene Hilfe vor Gott und empfehlen dies der Fürsprache Mariens. Das Gnadenbild von Marienstatt lädt die Pilger und Besucher ein, wie es der heilige Bernhard von Clairvaux sagt, mitten in den Gefahren, Nöten und Unsicherheiten an Maria zu denken und Maria anzurufen: "Solange sie dich an der Hand hält, kannst du nicht fallen. Unter ihrem Schutz hast du nichts zu fürchten. Führt sie dich, ermüdest du nicht. Durch ihre Gunst kommst du sicher ans Ziel.“

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17. Juni 2011

Burg in Rotenhain mit Gottesdienst
und Prozession eingeweiht
- Kreuz als Dauerleihgabe aus Marienstatt

Feierlich eingeweiht wurde die Burg in Rotenhain. Bevor aber die Festivitäten rund um die Motte begannen, baten Burgherr und Bürgermeister in die Pfarrkirche, um das von Alfons Baldus geschnitzte Burgkreuz und die Burg zu segnen. Eine farbenfrohe Prozession schloss sich an: Mit der Oellinger Blasmusik zog eine große Schar zur Burg, um einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern.
Eigens aus Marienstatt angereist waren Abt Andreas Range und der ehemalige Pfarrer Engelbert Held. Pfarrer Stefan Schneider, Abt Andreas Range, Ernst Böhmer von der Evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Engelbert Held zelebrierten gemeinsam den feierlichen Einweihungsgottesdienst. Anschließend segneten sie die Burg und das von Carmen Benner gemalte Bild vom heiligen Wendelinus, dem Schutzpatron der Todtenberger.
Abt Andreas Range übergab als Dauerleihgabe für die Burg ein wertvolles Kreuz, das nachweislich aus der Zeit der Wiederbesiedlung des Klosters Ende des 19. Jahrhunderts stammt.

08. Juni 2011

Pater Hubertus wird 80

„Renneröder“ in der Abtei Marienstatt ist bis heute bekannt und beliebt

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„Was macht eigentlich Pater Hubertus?“ Diese in und um Marienstatt, Hattert und Hachenburg immer wieder gestellte Frage lässt sich für den heutigen 8. Juni leicht beantworten: Der Zisterziensermönch und langjährige Gemeindeseelsorger und Religionslehrer Pater Hubertus Schilling feiert seinen 80. Geburtstag.

Der gebürtige „Renneröder“ Karl Schilling trat nach seiner Schulzeit in Westerburg und Dillenburg, die er mit dem Abitur abschloss, 1952 in die Zisterzienserabtei Marienstatt ein und legte dort am 7. September 1953 seine Profess ab. Nach theologischen Hausstudien in Marienstatt sowie Studien in Rom wurde er am 21. September 1958 von Weihbischof Walter Kampe (Limburg) in Marienstatt zum Priester geweiht, acht Tage später feierte er in seiner Heimatpfarrei St. Hubertus zu Rennerod Primiz. Lange Jahre war er als Kaplan in der Pfarrei Marienstatt tätig. Zwischen 1980 und 1993 war er zudem Religionslehrer am Privaten Gymnasium Marienstatt. Im Jahr 1991 übernahm der beliebte Seelsorger die Pfarrei Hattert-Merkelbach und leitete sie als Pfarrer bis zu seinem Ausscheiden aus dem Pfarrdienst 2001. Hattert und Merkelbach fusionierten 2007 mit der Pfarrei Hachenburg zu einer neuen Gemeinde, seit 1. Januar 2011 bildet dieser Zusammenschluss nun gemeinsam mit der Pfarrei Marienstatt die Pfarrgemeinde „Maria Himmelfahrt“ im „Pastoralen Raum Hachenburg“. Nach dem Ende seines Pfarrdienstes war Pater Hubertus vor allem als Beichtseelorger in Marienstatt tätig. Seinen runden Geburtstag verbringt er im Kreise seiner Mitbrüder in der Abtei.

23. Mai 2011

Ältester Marienstatter Mönch gestorben -
P. Johannes Geibig wurde 96 Jahre alt

In den frühen Morgenstunden des 23. Mai 2011 ist unser Mitbruder Pater Johannes Geibig im Alter von 96 Jahren im Pflegeheim der Pallottinerinnen in Limburg verstorben.

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Der älteste Marienstatter Mönch legte vor 74 Jahren seine Mönchsgelübde ab und wurde vor 64 Jahren zum Priester geweiht. Von 1956 bis 1980 war er Direktor des Marienstatter Gymnasiums, das im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat. Als Leiter des „Progymnasiums“ ebnete er den Weg für das 1960 errichtete Private Gymnasium Marienstatt. P. Johannes Baptista wurde 1915 als Ernst Geibig in Frankfurt/Main-Niederrad geboren und entdeckte bereits als Kind seine Liebe zu Marienstatt, als er die Ferien bei seinem Onkel, Bruder Joseph Götz, der in Marienstatt als Buchbinder arbeitete, verbrachte. Nach dem Abitur bat er um die Aufnahme ins Kloster und empfing 1936 das Ordenskleid. Nach den ersten Gelübden begann er seine philosophisch-theologischen Studien in Eichstätt, die durch die Einberufung zur Wehrmacht im Jahr 1939 und seinen Einsatz in Polen und Russland unterbrochen wurden. In Russland wurde er 1943 verwundet und nach der Genesung im Westen eingesetzt, wo er 1944 in englische Kriegsgefangenschaft kam, aus der er 1946 wieder in die Abtei Marienstatt zurückkehrte. 1947 legte P. Johannes die Gelübde auf Lebenszeit ab und empfing noch im selben Jahr die Priesterweihe. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn absolvierte P. Johannes seine philologischen Studien. Seit 1952 unterrichtete er Religion, Latein und Griechisch und legte sein Assessorenexamen ab. Von 1954 bis 1956 war er Präfekt des ehemaligen Marienstatter Internats. 1956 übertrug ihm Abt Idesbald Eicheler die Leitung des „Progymnasiums“. Als junger und dynamischer Direktor setzte er sich mit allen Kräften dafür ein, dass Marienstatt „Vollgymnasium“ werden konnte. Die Bemühungen wurden mit Erfolg gekrönt, sodass das Schuljahr 1959/60 mit der „Obersekunda“ den Schritt in eine neue Zukunft eröffnete und mit dem ersten Abiturjahrgang im Jahr 1963 einen denkwürdigen Höhepunkt hatte. Der Ausbau des Gymnasiums und die Reaktionen auf zahlreiche pädagogische Neuerungen prägten die weitere Zeit, bis P. Johannes 1980 als 65-Jähriger die Leitung des Gymnasiums an P. Eberhard Kahren übergab. Er selbst unterrichtete noch einige Jahre als „Ruheständler“. Abt Thomas Denter übertrug ihm 1981 die Ämter des Novizenmeisters, in dem er bis 1988 tätig war, und des Priors, das er bis 1994 bekleidete. In diesen Aufgaben erwies sich P. Johannes als lebenserfahrener und gütiger Mitbruder und Begleiter vor allem der jüngeren Mitbrüder, die er noch lange Jahre im Noviziat unterrichtete. Seit 2007 lebte er im Pflegeheim der Pallottinerinnen in Limburg und wurde von den dortigen Schwestern bestens betreut und gepflegt. Anlässlich besonderer Festtage war der Senior aber bis zuletzt gern in „seiner Abtei“ in der Gemeinschaft seiner Mitbrüder, die seit 2006 von Abt Andreas Range geleitet wird.

Unsere Gemeinschaft hat einen liebenswerten Mitbruder verloren. Wir empfehlen ihn in Gottes Hände. Er schenke ihm das ewige Leben. R.I.P.

Unter großer Anteilnahme von Freunden und Bekannten, besonders auch ehemaliger Schüler, hat unsere Gemeinschaft am 27. Mai das Requiem für P. Johannes gefeiert und ihn anschließend auf dem Mönchsfriedhof in Marienstatt beigesetzt.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie eine Gedenkseite
für P. Johannes.

21. Mai 2011

„Wie Feuer in der Nacht“ –
„Nightfever“: Neue Impulse für den Glauben

Zum mittlerweile fünften Mal luden die Marienstatter Mönche zu „Nightfever“ in die Abteikirche ein – und einmal mehr waren viele Interessierte aller Generationen der Einladung gefolgt. Der Abend begann mit einem Jugendgottesdienst, den Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 10b, die am nächsten Tag in Hachenburg vom Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gefirmt wurden, zusammen mit ihrem Religionslehrer P. Jakob vorbereitet hatten. Das Symbol des Steines prägte die Messfeier: In einer Predigt-Meditation dachten die Schüler über die Lesung aus dem ersten Petrusbrief – „Kommt zum lebendigen Stein, er ist zum Eckstein geworden.“ –, das Johannesevangelium – „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ – und über das eingespielte Lied von Xavier Naidoo „Dieser Weg wird kein leichter sein“ nach. Dabei legten sie „Steine des Anstoßes“ auf den Altar und gaben der Gottesdienstgemeinde in ihrer Sprache wertvolle „Denk-Anstöße“: „Nicht alle Steine, die auf meinem Lebensweg liegen, sind Stolpersteine. Die Steine, an denen ich mich stoße, wollen mich nicht zu Fall bringen, sondern mich auf notwendige Kurskorrekturen aufmerksam machen. Gott, öffne mir die Augen, dass ich die Steine unterscheiden lerne!“, brachte Louise Müller in die Predigt-Meditation ein. Als ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung übergaben sie später jedem Mitfeiernden einen Stein als Zeichen über diesen Tag hinaus.

Unter dem Titel „Wie Feuer in der Nacht“ gestalteten Solisten, Band, Mittel- und Oberstufenchor und Querflötenensemble zusammen mit Sarah Mies, Martin Wanner, P. Jakob und Christoph Mohr das anschließende „Nightfever“ musikalisch. Insgesamt viereinhalb Stunden legten die Musiker einen „Klangteppich“ in die Basilika, der genauso wie die von Alexandra Cäsar und Ralf Greb gelesenen Textimpulse den Menschen half, sich in die Anbetung zu vertiefen und in Gebet und Gespräch Gott und Menschen zu begegnen. Das Marienstatter „Nightfever“ gab jungen wie älteren Menschen einmal mehr neue Impulse für ihre Auseinandersetzung mit den kleinen und großen Fragen des Glaubens.

01. Mai 2011

Wallfahrtsjahr 2011 eröffnet

Nicht wie sonst gewohnt vom Altenklosterhof aus, sondern - wegen des terminlichen Zusammenfallens mit dem "Weißen Sonntag" - ausnahmsweise von Astert aus führte die erste Wallfahrt des neuen Wallfahrtsjahres über 40 Teilnehmer nach Marienstatt. Betend und singend ging die Gruppe zusammen mit P. Martin, P. Jakob und Fr. Gereon den "Oberen Asterter Kirchweg".
Im Anschluss wurde das Wallfahrtsjahr in der gut besuchten Basilika mit einer feierlichen Maiandacht offiziell eröffnet. Dort wartete auch das "Altenberger Friedenslicht" auf die Gemeinde, das traditionell Mitglieder der Marienstatter Kolpingfamilie am 1. Mai aus dem Bergischen Land in den Westerwald bringen. Matthias Schneider berichtete von einem beeindruckenden Gottesdienst im Altenberger Dom, in dessen Verlauf das Friedenslicht an der Osterkerze entzündet und in alle Welt ausgesendet worden war.

Im Marienstatter Wallfahrtsjahr 2011 steht neben den traditionellen Wallfahrtstagen (siehe unter "Jahresprogramm") auch in diesem Jahr wieder eine "Oma-Opa-Enkel-Wallfahrt" am 17. September - ebenfalls von Astert nach Marienstatt - auf dem Programm.

Die erste Wallfahrt des kommenden Jahres am 1. Mai 2012 wird wieder vom Altenklosterhof bei Mörlen aus starten - jenem Ort, an dem vor dann genau 800 Jahren 1212 der erste Klosterbau von Marienstatt errichtet worden, der dann 1222 ins Tal der Nister verlegt wurde.

25. April 2011

Gut besuchte Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen

Gemeinsam mit erfreulich vielen Gläubigen hat unsere Gemeinschaft die Kar- und Ostertage gefeiert. Insbesondere die Feier des Letzten Abendmahles am Gründonnerstag war noch besser besucht als in den letzten Jahren. Auch die zum dritten Mal in aller Frühe um 4.00 Uhr gefeierte Osternacht war die mit der bislang größten Osternachtsgemeinde. Dies war auch sichtbar bei der anschließenden frohen Osteragape, bei der fast keine Plätze unbesetzt blieben.

Unsere Gemeinschaft wünscht allen, die sich mit Marienstatt verbunden fühlen, eine frohe und gesegnete Osterzeit! Felix Pascha!

08. April 2011

Forschungsbericht über Sanierung der Basilika präsentiert

Seit 20 Jahren beschäftigt sich nun schon ein staatliches Forschungsprojekt mit der Basilika der Zisterzienserabtei Marienstatt bei Hachenburg. Die Abteikirche zählt zu den bedeutenden frühgotischen Sakralbauten östlich des Rheins und gilt aufgrund ihres hochkarätigen Inventars als eines der wertvollsten Kulturdenkmäler im Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. Nach zehn Jahren Vorbereitung und weiteren zehn Jahren sorgfältig durchgeführter Bauphasen wurde die Sanierung im Herbst vergangenen Jahres abgeschlossen. Vor Baubeginn wurden die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse in einem ersten Forschungsbericht im Jahr 1999 ausführlich zusammengefasst. Seither sind zwölf Jahre vergangen, in denen sich durch die Untersuchungen direkt am Bau neue Erkenntnisse über zisterziensische Kunst und die Baugeschichte der Marienstatter Basilika gewinnen ließen. Die Komplexität der Bauabschnitte konnte nahezu vollständig nachvollzogen werden.

In einem zweiten Forschungsbericht der Landesdenkmalpflege wurden die neuen Erkenntnisse auf rund 380 Seiten anschaulich zusammengefasst und reich illustriert beschrieben. Das Werk wurde in der Annakapelle allen Interessierten und an der Sanierung beteiligten Personen vorgestellt von Dr. Doris Fischer, Gebietsreferentin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Alle Maßnahmen werden in dem Buch dokumentiert. Demnach wurde zunächst die Statik ertüchtigt, die tragenden Elemente wurden mit einer Stahlklammer im Dach entlastet. Herausdrückende Chorteile wurden mit kaum wahrnehmbaren Ringen gesichert. Für eine ästhetische Ansicht wurde eigens für die äußere Beseitigung von Wasserschäden und Rissen vom Institut für Steinkonservierung ein spezieller Reparaturmörtel entwickelt. Im Inneren wurde die Raumschale komplett restauriert und gegen Wassereinbruch konserviert. Fachleute überarbeiteten zudem das Inventar. Die Büsten im Mittelschrein wurden originalgetreu retouchiert und die Malereien auf den Flügelaußenseiten des Retabels aus dem 15. Jahrhundert neutral aufbereitet.

Abt Andreas Range unterstrich, während der gesamten Maßnahme hätten alle Beteiligten fair und erfolgreich zusammengearbeitet. 8,2 Millionen Euro investierte das Land in die Sanierung laut Kulturstaatssekretär Walter Schumacher. Das historische Erbe sei kulturell für kommende Generationen wichtig. „Es sind lebendige Steine, aus denen diese Kirche erbaut ist“, sprach Schumacher die Verbundenheit der Basilika zu Mensch und Handwerk an. Franz Kasper, Generalvikar des Bistums Limburg, lobte die fachmännische Kompetenz der Ausführung, und Friedrich Esser, Vorsitzender des Forums Abtei Marienstatt, dankte den Sponsoren für ihre nicht unwesentliche Unterstützung. So sei die Erneuerung von 15 Fenstern im Hochchor rein spendenfinanziert.

Die zwölf historischen Fenstertragewerke aus dem 13. Jahrhundert seien überdies einmalig, so Fischer, ebenso sei es sensationell, dass die Originalputze aus der Zeit um 1250 auf mehreren Quadratmetern so gut erhalten geblieben seien, dass sie stehen bleiben konnten. Vergleichende Fotos von vorher zu nachher machen deutlich, wie penibel das begleitende Forschungsprojekt darauf achtete, die erforderlichen Eingriffe sehr zurückhaltend durchzuführen, um möglichst viel der originalen Bausubstanz zu bewahren.

Abschließend resümierte Fischer: „Solange der Konvent die Kirche mit so viel Liebe betrachtet, wird sie ein Überleben haben.“ Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Schülern des Privaten Gymnasiums Marienstatt.

Bauphasen des Gotteshauses

Von Anfang an war die Marienstatter Basilika als siebenjochiger Kirchenschiffsbau geplant. Die mittelalterlichen Bauphasen bei der Errichtung zeichnet Bauhistoriker Hans-Hermann Reck anhand der gewonnenen Erkenntnisse nach.

Gesamtbauzeit: rund 102 Jahre
aktive Bauzeit: rund 38 Jahre

1245 bis 1260: 1. Bauabschnitt: Chor samt Dach und angrenzende Teile des Querhauses.

1290 bis 1300: 2. Bauabschnitt: Fertigstellung des Querhauses und der drei östlichen Langhausjoche samt Dach. Die Masse des Bauvolumens wurde im Jahr 1300 innerhalb nur eines Jahres errichtet. Der Innenanstrich unterscheidet sich in der Nuance vom 1. Bauabschnitt.

1335 bis 1347: 3. Bauabschnitt: Fertigstellung der vier westlichen Langhausjoche, Erste Renovierung der älteren Teile.

Bis zum 30-jährigen Krieg wurde ein Treppenturm an der Nordwand des Mittelschiffs angebaut.

Während der Barockzeit wurden entsprechende Veränderungen vorgenommen, nach der Säkularisierung sind zahlreiche Reparaturarbeiten belegt. Umfassende bauliche Sicherungen und Renovierungen wurden in den Jahren 1879 bis 1891 und 1927 bis 1947 vorgenommen.

23. März 2011

Mitgliederversammlung des Forms Abtei Marienstatt e. V.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Forums Abtei Marienstatt e. V. referierte Abt Andreas Range zum Thema „Aktuelles aus dem Zisterzienserorden und dem Kloster“. Zudem wurden kommende anstehende Projekte erörtert, für die sich das Forum zum Wohle der Abtei engagieren möchte.

17. März 2011

Ein reiches Leben
P. Gabriel Hammer verstorben

Am heutigen Morgen ist nach schwerer Krankheit unser Mitbruder
P. Dr. Gabriel (Hubert) Hammer im Krankenhaus zu Kirchen verstorben.

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Er wurde 1934 in Kausen/Sieg geboren. Marienstatt wurde für ihn schon als Schüler zum Lebensmittelpunkt und blieb dies bis zum Ende: Von 1948 bis 1953 war er Schüler der Oblatenschule, später des Progymnasiums. Sein Abitur – die „Matura“ – legte er am Zisterziensergymnasium der Abtei Mehrerau in Bregenz/Österreich ab. Der hochbegabte damalige Marienstatter Abteiorganist P. Dominikus Pamler förderte die musikalischen Talente des feinsinnigen Oblatenschülers. 1969 bemerkte P. Gabriel in einem Aufsatz über die „Geschichte des Marienstatter Orgelbaus“, er selbst – P. Dominikus´ letzter Schüler – suche dankbar dessen Geist weiterzutragen. Im Rückblick auf sein vielfältiges Wirken lässt sich sagen: P. Gabriel ist diesem Vorsatz bis in seine letzten Lebensjahre treu geblieben.
Hubert Hammer, der schon früh vom Mönchtum und vom Zisterzienserorden begeistert war, trat 1953 in die Abtei Marienstatt ein und nahm den Ordensnamen Gabriel an. 1954 legte er seine Profess ab, 1960 wurde er zum Priester geweiht. Von 1963 bis 1970 studierte er Kirchenmusik, Musikwissenschaft und Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien in Köln. 1968 wurde er zum Dr. phil. im Fach Musikwissenschaft promoviert.
P. Gabriel war maßgeblich und tatkräftig beteiligt an Konzeption und Erstellung der Rieger-Orgel der St. Annakapelle (1963) und der großen Rieger-Orgel der Abteikirche (1969/70). 1969 rief er den „Marienstatter Musikkreis“ ins Leben, durch den Marienstatt seitdem auch zu einem musikalischen Anziehungspunkt geworden und es geblieben ist.
Von 1972 bis 1981 war der stets bescheidene und umgängliche Mönch Novizenmeister im Kloster, bis 1995 auch Organist und Kantor sowie Leiter des Kirchenchores „Cäcilia“ Marienstatt. Von 1972 bis 1995 war P. Gabriel als Lehrer für Katholische Religion, Latein, Musik, zeitweise auch für Deutsch und Biologie am Privaten Gymnasium Marienstatt tätig. Von 1987 bis 1995 war er Direktor des Gymnasiums. P. Gabriel hat in diesen Jahren viel für die Ordnung und den Ausbau des Gymnasiums getan, so z. B. die Förderung der Musik, den Bau der Sporthalle und des neuen Klassengebäudes. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt versah er von 1995 bis 2010 den Dienst als Spiritual bei den Zisterzienserinnen in Oberschönenfeld. 2009 veröffentlichte er nach rund 30 Jahren Beschäftigung mit diesem Thema sein Buch „Bernhard von Clairvaux in der Buchmalerei. Darstellungen des Zisterzienserabtes in Handschriften von 1135 bis 1630“. 2010 kehrte er nach Marienstatt zurück und konnte dort zusammen mit seinen Mitbrüdern Abt em. Dr. Thomas Denter und P. Theobald Rosenbauer sein goldenes Priesterjubiläum feiern.
Leider verstärkte sich schon bald danach seine Krankheit. Heute hat ihn der Herr zu sich gerufen.

Unsere Gemeinschaft hat einen liebenswerten Mitbruder verloren.
Wir empfehlen ihn in Gottes Hände. Er schenke ihm das ewige Leben.
R.I.P.

Unter großer Anteilnahme von Freunden und Bekannten sowie ehemaligen Weggefährten aus den verschiedenen Bereichen Schule, Musik, Wissenschaft hat unsere Gemeinschaft am 24. März das Requiem für P. Gabriel gefeiert und ihn anschließend auf dem Mönchsfriedhof in Marienstatt beigesetzt.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie eine Gedenkseite
für P. Gabriel.

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13. März 2011

Eherne Skulpturen regen Dialog in der Fastenzeit an
Abtei Marienstatt stellt bizarre Kunstwerke von Walter Hanusch aus

Wie im Vorjahr zeigt die Zisterzienserabtei Marienstatt während der Fastenzeit eine besonders auffällige Kunstausstellung, die zur Auseinandersetzung herausfordert. In der Annakapelle regen in diesem Jahr Skulpturen und Zeichnungen des Frankfurter Künstlers Walter Hanusch dazu an, sich mit der Fastenzeit auseinanderzusetzen.
Hanuschs menschliche Gestalten aus Eisen und Schrottfundstücken wirken ebenso verwundet wie kraftvoll. Ein Gegensatz der irritiert und kaum jemanden unberührt lässt. Der Künstler selbst titulierte die Ausstellung als „Figürliche Baustellen und Zeichnungen“. Hanusch nahm teil an der gut besuchten Vernissage, bei der Abt Andreas Range in seiner Begrüßung andeutete, wie sehr ein solcher „Hanusch-Reigen“ dem Menschen den Spiegel vorhält. Angesichts der bizarren Formen, die dem Feuer antiker Mythologien zu entspringen scheinen, bekannte Hanusch, dass er vor jeder Schöpfung nie weiß, was nachher rauskommt. Geleitet werde seine künstlerische Arbeit vom Interesse an den Gefühlen im Menschen.
Cellist Christoph von Erffa umrahmte die Veranstaltung mit der Solosuite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach und vier kurzen Studien von Bernd Alois Zimmermann.

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An den kommenden Sonntagen vor Ostern (20. und 27. März sowie 3., 10. und 17. April) ist die Ausstellung jeweils von 12 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

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12. März 2011

Einkehrtag des Geistlichen Freundeskreises
zum Sakrament der Taufe

Bereits zum 12. Mal trafen sich diesmal 88 Mitglieder unseres inzwischen 406 Mitglieder umfassenden "Geistlichen Freudneskreises" zu einem Einkehrtag in Marienstatt. Unter dem Leitwort "Wir sind getauft auf Christi Tod" setzten die Freunde zusammen mit den Mönchen einen Akzent am Beginn der Fastenzeit. In der gemeinsamen Feier der Heiligen Messe, in einer Lectio zum Sakrament der Taufe und in Gesprächskreisen unter der Frage "Als Getaufte leben?" konnten die Teilnehmer wertvolle Impulse für ihr Alltagsleben als Christen erhalten.

Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.

Weitere Bilder finden sich unter der Rubrik Galerie.


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