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AKTUELLES : CHRONIK

Chronik 2014

31. Dezember 2014

Konventsexerzitien 2014

Traditionell in den Tagen "zwischen den Jahren" hat unsere Gemeinschaft seit dem Abend des 2. Weihnachtsfeiertages bis zum heutigen Silvestertag Konventsexerzitien gehalten. In diesem Jahr gab uns P. Ignatius Fritsch OCist aus unserer Nachbarabtei Himmerod in der Eifel geistliche Impulse aus der Tradition der ignatianischen Exerzitien. Für die geschenkte Exerzitienzeit danken wir ihm ganz herzlich - vergelt´s Gott!

15. Dezember 2014

Adventskonzert war äußerst vielsagend

Veranstaltung des Gymnasiums Marienstatt
regte den Geist und die Emotionen an


„In das Warten dieser Welt“ sangen und spielten 110 Aktive des Fachbereiches Musik in Marienstatt. Mit dem „Licht einer Kerze“ wanderte der Unterstufenchor „durch die schneebedeckte Welt“ und „folgte dem Stern“. Das Querflötenensemble von Pater Jakob nahm das „Schiff geladen“. „Mit Ernst, o Menschenkinder“ und mit klaren hellen Tönen bereiteten sie dem Herrn den Weg und gingen mit Maria durch den Dornwald. Die Soli spielten Johanna Kempf (9c) und Sarah Pommerenke (10b).
Der Mittel- und Oberstufenchor wartete mit einer Uraufführung auf. „Restless Is Our Heart“ hieß die Komposition von Tobias Hünermann, die den Raum mit unruhig schwebenden Tönen erfüllte. Am Ende schwangen diese harmonisch aus und kamen zur Ruhe im Augustinuszitat: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ Leon Alisanovic (6a, Sieger im Vorlesewettbewerb) las die verheißungsvollen Worte des Propheten Jesaja in einer wachrüttelnden und lebhaften Art vor.
Der Gemeindegesang „Kündet allen in der Not“ nahm den Faden inhaltlich auf. Dass die Stimmbildungs-AG fruchtet, bewies der Sänger Thomas Neuß (MSS 12). Das von Martin Wanner arrangierte Stück „Noch ist es Nacht“ zeichnete sich durch ungeheure Dynamik aus und verlangte dem Solisten und dem Chor einiges ab.
Die musikalische Kreativwerkstatt der Klassen 5-12 von Tobias Hünermann überraschte mit erfrischend experimentellen Darbietungen. Wer hat nicht schon versucht, im chaotischen Tanz weißer Schneeflocken Struktur und Rhythmus zu erkennen? Mit der Komposition „Falling Snowflake“ ist es dem Ensemble gelungen. Mit verschiedenen Percussioninstrumenten wie dem Cajon erzeugten sie einen synkopischen Rhythmus. Das Keybord spielte eine sich variiert wiederholende Klangfolge in der hohen Lage, und die Trompete erzeugte die feierliche Atmosphäre einer verschneiten Winterlandschaft.
Die Siegerin im Vorlesewettbewerb Pia Sophie Weller (6b) las eine Textmeditation „Was ist Weihnachten?“, eingebettet und akzentuiert von den Instrumentalisten. Zweifel ließen sie aufkommen an den unglaublichen Worten des Evangelisten. Dagegen stellten sie das Gefühl von innerer Unruhe, das ahnen lässt, es liegt Wahrheit in diesem Geheimnis des Glaubens. Den letzte Teil des Konzertes prägte der swingende Sound der Band (Leitung Sarah Mies) und der Big Band (Christoph Mohr).

Auf der Homepage des Gymnasiums finden sich ein längerer Artikel und viele Bilder zum Adventskonzert.

12. Dezember 2014

Mit dem Vatikan und dem Louvre auf einer Stufe

Diözesanmuseum Limburg zeigt teures Schatzkästchen

Das Limburger Diözesanmuseum ist um eine teure Rarität aus dem Mittelalter reicher. Dort ist ein mit Zeichnungen reich verziertes Schatzkästchen aus Elfenbein mit goldenen Scharnieren ausgestellt, das zwischen 1170 und 1220 in Palermo angefertigt wurde. Es war einst als Schmuck- oder Reliquienkästchen an einem königlichen Hof gedacht und diente zuletzt der Aufbewahrung von Überresten eines derzeit nicht bekannten Heiligen.

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Der stellvertretende Museumsdirektor Prof. Dr. Matthias Kloft fand das Kästchen in 60 Splitter zerschlagen in einer Tüte in einem Schrank der Zisterzienserabtei in Marienstatt. Vorher befand es sich im Hochaltar der Abtei. Wie das Kästchen nach Marienstatt kam, ist nicht bekannt. Kloft sagt: „Marienstatt war ein bedeutendes Kloster zwischen Trier und Köln. Es ist zu vermuten, dass es ein Geschenk zur Altarweihe Anfang des 14. Jahrhunderts durch den Erzbischof von Köln war.“
Museumsdirektor Prof. Dr. August Heuser urteilt: „Weltweit gibt es nur noch zehn bis zwölf solcher Kästchen. Sie stehen im Vatikan und in Museen wie dem Louvre in Paris und in New York. Sein Wert dürfte im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegen.“ Das kostbare Objekt wurde auf Kosten des Bistums von dem Restaurator Helmut Jäger aus Michelstadt in Hunderten Arbeitsstunden restauriert. Es misst nur 10,9 mal 7,0 mal 5,8 Zentimeter. Jäger zufolge wurde das Kästchen vor etwa 800 Jahren aus einem einzigen Stück eines afrikanischen Elefantenzahns gefertigt und ist millimeterdünn geschnitten. Die Schatulle zeigt auf dem Deckel zwei Pfauen und zwei Lerchen, auf der Rückseite eine Gazelle. Auch ein Löwenmotiv ist zu sehen. Die Beschläge sehen arabisch aus, bestehen aus einer Bronzelegierung mit aufgehämmertem Gold.

08. Dezember 2014

P. Paulus feiert Goldprofess

Am heutigen Tag hat unser Mitbruder P. Paulus Merks im Josefshaus in Dernbach, wo er seit einigen Jahren in der Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen seinen wichtigen Dienst versieht, seine 50-jährige Profess gefeiert. Unsere Gemeinschaft hat seiner im Gebet gedacht und ihm in Dernbach die besten Wünsche zu seinem Jubeltag überbracht.

05. Dezember 2014

SWR-Landesschau berichtet über die Abi-Aktion am Privaten Gymnasium Marienstatt

In seinem Landesschau-Magazin Rheinland-Pfalzsendete das SWR-Fernsehenheute einen Bericht über unsere laufende Abi-Aktion 2015 zu Gunsten von Ina Tessmann und der "Unnauer Patenschaft".

Auf der Seite des SWR kann man die Sendung anschauen.

Über Spenden freut sich unser Abi-Aktionsteam sehr und sagt bereits jetzt: Herzlichen Dank!

Auf der Homepage des Gymnasiums finden sich Informationen zur Abi-Aktion und das Spendenkonto.

22. November 2014

Experten polieren den Ruf von Lehm auf

13. Marienstatter Zukunftsgespräche widmen sich einem (fast) vergessenen Baustoff

Über Jahrzehnte war Lehm als Arme-Leute-Baustoff verpönt. Moderne Gebäude und Lehm – das passte lange Zeit weder in den Köpfen der Bauherren noch in den Vorstellungen von Architekten und Planungsbüros zusammen. Doch eine gewisse Rückbesinnung ist im Gange, wie Experten bei den 13. Marienstatter Zukunftsgesprächen in der Zisterzienserabtei nahe Hachenburg unter Beweis stellen. Gemeinsames Fazit nach neun Fachvorträgen, die sich dem Thema aus geologischer, bautechnischer aber auch kultureller und religiöser Richtung näherten: Lehm ist deutlich besser als sein Ruf.

„Nutzen, was da ist – Lehmbau im Westerwald und anderswo lautete der aktuelle Titel der jährlichen Regionaltagung, die von der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz, der Abtei Marienstatt und dem Westerwaldverein veranstaltet wird. Und Christof Ziegert, Honorarprofessor mit Schwerpunkt Lehmbau an der Fachhochschule Potsdam, räumte auch gleich mit dem Vorurteil auf, dass „Lehm eine Spinnerei und eher was für Afrika ist“. Mit dem in Lehmtrockenbau errichteten Klimareferat der Vereinten Nationen in Bonn (UN-Campus) und dem Kölner Diözesanmuseum Kolumba, auf dessen Wänden ein Feinputz aus Lehm eingesetzt wurde, werben gleich zwei moderne Gebäude am Rhein für ein alles andere als antiquiertes Material.
„Lehm ist kein Schneller-Höher-Weiter-Baustoff“ zeigt Ziegert aber auch Grenzen auf. In Deutschland erlaubt die Bauaufsicht dementsprechend „nur“ Bauten mit zwei Vollgeschossen. Dennoch warnt der Berliner Ingenieur davor, sich von Einschätzungen leiten zu lassen, dass Lehmbaustoffe wegen ihrer geringeren Festigkeit weniger leistungsfähig seien oder als minderwertig gelten, weil sie nicht wasserfest seien. „Gerade in der Denkmalpflege bedeutet Festigkeit nicht automatisch Dauerhaftigkeit“, formuliert er auch in Richtung Behörden. Die Tatsache, dass es seit August 2013 aber drei DIN-Normen für Lehmsteine gibt, wertet Ziegert durchaus positiv: „Wir sind im realen Leben angekommen.“

Auch Constanze Küsel vom Dachverband Lehm in Weimar registriert die Entwicklung, dass Lehm für die Sanierung von Gebäuden, aber auch für Neubauten immer stärker nachgefragt wird. Was auf dem (Arbeits-)Markt zu einigen Problemen führt. Denn Lehm-Experten sind rar gesät. „Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten sich die Lehmbauweisen nicht durchsetzen, und so folgte ein regelrechter Einbruch in der deutschen Geschichte der Lehmarchitektur. Entsprechend verhielt es sich mit der Wissensvermittlung und der Ausbildung von Fachkräften im handwerklichen und akademischen Bereich, skizziert sie die Ursachen. Die Integration lehmbauspezifischer Module in die Ausbildungsberufe Maurer, Stuckateur, Maler oder Heizungsbauer könnte für Küsel ein erster Schritt sein. Auch die Vision vom Lehmbauer als eigenständigem Ausbildungsberuf könnte für sie einmal Realität werden. Doch gleichermaßen sieht sie Hochschulen und Produktentwickler in der Pflicht, dem existierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Einer, für den Lehm ebenfalls kein Fremdwort ist, ist Udo Sartorius. Der Diplom-Ingenieur aus dem hessischen Weilburg hat sich auf die Komplettsanierung von Wohnhäusern, Scheunen und Mühlen spezialisiert und gab in Marienstatt Einblicke in typische Schäden an Fachwerkhäusern und den Problemen, die eine Sanierung oft mit sich bringt. Als vorrangiges Ziel seiner Arbeit bezeichnete er es dabei, die ursprüngliche Bausubstanz so weit es geht zu erhalten. Mit den vorhandenen finanziellen Mitteln und im Einklang mit Eigenleistungen sollen neue Schäden auf absehbare Zeit verhindert und für ein gutes Rauminnenklima sowie eine rentable Gebäudenutzung gesorgt werden, lautet seine „optimale“ Sanierungs-Formel.
Die Architektin Anna Heringer von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich fasste ihre Erfahrungen mir Lehm, die sie auf verschiedenen Kontinenten sammelte, in einen Satz zusammen, der zwar nur einmal ausgesprochen wurde, aber dennoch als Leitmotto für die gesamte Tagung stehen kann: „Lehm erdet.“

20. November 2014

Runder Tisch in Marienstatt knüpft weiter am Netzwerk für Geriatrie

Fachärzte, Pflegedirektionen, Betriebsräte, Apotheker, Pflegekräfte, Mitarbeiter des Netzwerks Demenz sowie Mitarbeiter des Pflegestützpunktes haben in der Verbandsgemeinde Hachenburg den Startschuss gegeben, um ein Netzwerk zu gründen, das die Versorgung älterer Menschen deutlich verbessern soll. Hochwertige Fachleistungen sind in allen Bereichen vorhanden, ist man sich einig.
Eine bessere Vernetzung der medizinischen, pflegerischen und beratenden Angebote erleichtere den Zugang und damit die Versorgung in der Gemeinde. Klaus Peter Weber, Chirurg und Oberarzt, sowie Dr. Karl-Wilhelm Christian, Chefarzt der Anästhesie-Abteilung im Krankenhaus Hachenburg, sind Motor der Initiative. Bürgermeister Peter Klöckner sowie die örtliche Politik stehen dem Projekt positiv gegenüber.
Oberarzt Weber hatte die Initiative ergriffen und Vertreter unterschiedlichster Disziplinen zum Runden Tisch geladen. Gleichzeitig hatte er Kontakt zur Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) aufgenommen und um Moderation und Begleitung der Netzwerkgründung gebeten. Dabei stützt er sich auf Bürgermeister Klöckner, der der Initiative seine volle Unterstützung anbot. Er sei von dem Pilotprojekt überzeugt und wünsche sich noch mehr solcher Projekte.
Oberarzt Weber erläuterte am Beispiel seines Fachgebietes Chirurgie die Notwendigkeit von gut vernetzter interdisziplinärer Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation. Dies sei nicht nur ein Gewinn für den Patienten, sondern spare auch Kosten im Gesundheitswesen.
Die bisherige Praxis der Versorgung von geriatrischen Patienten nach operativen Eingriffen zeige, dass in vielerlei Hinsicht eine gute Abstimmung notwendig sei. Mit dem neuen Konzept „Alterstraumatologie/Geriatrie“ im DRK- Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg soll im ersten Schritt eine entsprechende Optimierung in der Versorgung umgesetzt werden. Jürgen Ecker, Kaufmännischer Direktor des Verbundkrankenhauses Altenkirchen-Hachenburg, betonte, dass der Krankenhausträger dem Pilotprojekt positiv gegenübersteht.
Thomas Pfundstein und Berit Herger (LZG) begleiteten die anschließende Diskussion und moderierten das Treffen. Beispiele, in denen die Begleitung von Patienten trotz prinzipieller Möglichkeiten unzureichend abgestimmt ist, konnten alle Beteiligten benennen. Allzu oft würden das Wünschenswerte und Mögliche nicht konsequent genug verfolgt.
Alle Teilnehmer des Treffens in Marienstatt sprachen sich für eine verbesserte integrierte Versorgung aus, die es ermöglicht, die Lebensqualität und Mobilität im vertrauten Umfeld zu erhalten oder wiederzugewinnen. Eine systematische Vernetzung der Alterstraumatologie/Geriatrie mit den Institutionen der Rehabilitation, Nachsorge und Selbsthilfe soll daher angegangen werden. Alle wünschten sich, mehr voneinander zu wissen. Nur so könnten die Schnittstellen zugunsten der älteren Menschen besser organisiert werden.
Ein erster Schritt ist getan. Alle Teilnehmer an dem Runden-Tisch-Gespräch wollen an einer strukturierten Versorgung und einem Netzwerk Geriatrie weiterarbeiten und auch noch Vertreter und Vertreterinnen der niedergelassenen Ärzte, der Kranken- und Pflegekassen, Sanitätshäuser sowie Bürgerinitiativen der Selbsthilfe in das Netzwerk einladen.
Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass Koordination und Netzwerkbildung einen zentralen Baustein für die Krankenversorgung von Senioren und Hochaltrigen bilden. Das nächste Treffen wird sich damit befassen, der Idee einen Namen zu geben und die ersten Handlungsschritte festzulegen. Das haben sich die Teilnehmer der Runde vorgenommen.

19. November 2014

Generationen tauschen sich aus

Schüler des Privaten Gymnasiums Marienstatt sind regelmäßig zu Gast im Caritas-Altenzentrum Haus Helena

Jung und Alt treffen sich als Arbeitsgemeinschaft „Generationentreff“ des Privaten Gymnasiums Marienstatt im Seniorenheim „Haus Helena“ in Hachenburg. Seit Mitte September fiebern insgesamt zwölf Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren ihrem wöchentlichen Besuch im „Haus Helena“ entgegen und werden dort von den Bewohnern freudig erwartet. Die Idee für die Arbeitsgemeinschaft hatte die AG-Leiterin Denise Weinbrenner, die bei der Heimleiterin sofort auf offene Ohren stieß. Dreimal im Monat beschäftigt sich nun eine Gruppe junger Menschen unter der Anleitung der Mitarbeiterin Marion Kaiser mit den Bewohnern. In der vierten monatlichen Doppelstunde werden diese Besuche vor- und nachbereitet. „Über die Grenzen reinen Wissens hinaus“ – so lautet das Motto des Gymnasiums in der Trägerschaft der Zisterzienser, das hier aktiv gelebt werden soll. Junge Menschen sollen dabei lernen, ihre Nächsten in den Blick zu nehmen. Auch das Seniorenheim stützt sein Fundament auf das christliche Menschenbild, sodass nun eine Kooperation entstanden ist, von der Jung und Alt profitieren.

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Zuhören, Spaß haben, musizieren, feiern, vorlesen, lachen, basteln, spielen. Das alles und noch viel mehr steht auf dem Programm, wenn Jung und Alt sich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Generationentreff des Privaten Gymnasiums Marienstatt im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg treffen. Seit Mitte September fiebern regelmäßig insgesamt zwölf Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren ihrem wöchentlichen Besuch in der Einrichtung in der Nisterstraße 3 entgegen und werden dort von den Bewohnern jedes Mal freudig erwartet.
Die Idee für die Arbeitsgemeinschaft hatte die AG-Leiterin Denise Weinbrenner, die bei der Heimleiterin Anja Kohlhaas sofort auf offene Ohren stieß. Dreimal im Monat beschäftigt sich nun eine Gruppe junger Menschen unter der Anleitung der Mitarbeiterin Marion Kaiser mit den Bewohnern. In der vierten monatlichen Doppelstunde werden diese Besuche vor- und nachbereitet.

„Über die Grenzen reinen Wissens hinaus“ – so lautet das Motto des Gymnasiums in der Trägerschaft der Zisterzienser, das hier aktiv gelebt werden soll, damit die jungen Menschen lernen, ihre Nächsten in den Blick zu nehmen. Auch das Seniorenheim stützt sein Fundament auf das christliche Menschenbild, sodass hier nun eine Kooperation entstanden ist, von der Jung und Alt profitieren und die hoffentlich noch lange bestehen wird.

31. Oktober 2014

33 Lebensbilder aus der Region

Neues Buch „Westerwälder Köpfe“ mit Porträts bedeutender Persönlichkeiten vorgestellt

33 herausragende Westerwälder Persönlichkeiten im Porträt stellten die Autoren Heiner Feldhoff und Carl Gneist in der Annakapelle in Marienstatt vor. Unter den rund 130 Zuschauern konnte Abt Andreas auch einige der Porträtierten, wie den Agrarwissenschaftler Ewald Schnug, beziehungsweise deren Angehörige begrüßen. Die Landräte der Kreise Neuwied, Altenkirchen und Westerwaldkreis, in denen die „Köpfe“ gelebt und gewirkt haben, waren ebenfalls anwesend. Die Landkreise haben das Buchprojekt wohlwollend unterstützt.
„Unser Kloster ist ein Gebets- und Arbeitsort, vor allem aber auch ein Höhr- und Leseort“, erläuterte Abt Andreas und wies auf die elf Köpfe des Künstlers Erwin Wortelkamp hin, die an der Wand der Annakapelle ihren Platz gefunden haben. Wortelkamp ist einer der 33 Köpfe.

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„33 ist an sich schon eine erstaunliche Zahl“, konstatierte Heiner Feldhoff, stellte aber noch eine Liste von weiteren 33 interessanten Westerwäldern vor, die es nicht ins Buch geschafft haben. Die sich aufdrängende Frage nach einem Nachfolgeband ließ er offen. Feldhoff erzählte eine Anekdote, die sich in der Dernbacher Raiffeisenbank zugetragen haben soll. Schwester Dorothea – aus dem von Katharina Kasper gegründeten Orden – ersuchte um einen Kredit und stellte sich als Magd Christi vor. Das Adjektiv „arm“ hatte sie aus taktischen Gründen weggelassen. „Markt Christi?“, verstand der Banker. Diesem globalen und vielversprechenden Unternehmen wurde natürlich ein Kredit gewährt.
Als schneesicher im Winter und im Sommer von mediterranem Klima habe man ihm den Westerwald geschildert, berichtete Carl Gneist. In dieser Hinsicht leicht desillusioniert, hält er aber den Westerwald für eine ausgedehnte und vielfältige Kulturlandschaft, die Horizonte öffnet.
Dann ging es im Schnelldurchlauf durch die Biografien, unter die sich, neben den oben Erwähnten, unter anderem der Fotograf August Sander, der Künstler K.O. Götz, die Dichterinnen Albertine von Grün und Annegret Held, Autor Hanns-Josef Ortheil, der Gewerkschafter und Steinbrecher Hermann Kempf, der Unternehmer Willy Korf, Joseph Kardinal Höffner, der Journalist Johannes Gross und der Bundesfeinschmecker Clemens Wilmenrod einreihen.
Das machte Lust auf mehr, und die Autoren lasen je eine exemplarische Einzelbiografie. Dabei wurde auch die unterschiedliche Herangehensweise der Schriftsteller deutlich, die dem Buch eine besondere Sogwirkung verleiht. Während sich Feldhoff seinen Figuren auf poetische Weise annähert, greift Gneist hinein ins volle Menschenleben, das er mit all seinen Brüchen und Facetten schildert und dramaturgisch aufbereitet.
Der Pfarrer und Schriftsteller Fritz Philippi aus Breitscheid hat es Heiner Feldhoff angetan. Er hatte für seine Westerwälder ein barmherziges und poetisches Auge. Er sieht ihr Elend, ihre Not ums tägliche Brot, ihre Verstrickungen. „Und – wie alle guten Schriftsteller – macht er aus der Existenznot des Menschen die Tugend des festgehaltenen schönen Bildes. Es liegt über Philippis Erzählwerk ein Hauch „belustigter Freiheit“. Philippis Helden sind einfache Leute. Töpfer, Bauern, Häfner und Landpfarrer. Es kommen auch starke Frauen zu Wort.
Eine starke Frau ließ auch Carl Gneist zu Wort kommen. „Wenn sie die Stimme erhob“, hat er sein Kapitel über die Schauspielerin Hermine Körner überschrieben. Ihre Kindheit verbrachte sie in Altenkirchen, dann werden ihr die deutschsprachigen Bühnen zur Heimat. Die Wiener „Burg“ und das Düsseldorfer Schauspielhaus sind erste Stationen. Im Staatstheater Dresden engagiert, flieht sie 1915 mit dem Nachtzug, noch im Kostüm, zu Max Reinhardt nach Berlin. Dort wird sie zu „der Körner“ und spielt alle klassischen Frauenrollen. Mit 41 Jahren dringt sie in die Männerdomäne des Regiefaches vor.
Die Sammlung von Gneist und Feldhoff macht neugierig auf die Menschen aus dem Westerwald. In ihren Kurzbiografien haben sich die Autoren auf 8000 Zeichen beschränkt. Ein ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis lädt ein, sich mit der einen oder anderen Figur ausführlicher zu beschäftigen.

29. Oktober 2014

Marienstatter Abiturienten helfen Schülerin im Wachkoma

19-Jährige aus Mudenbach erlitt bei einer Narkose vor fünf Jahren schwere Hirnschäden

Es ist der 14. Dezember 2009, der das Leben von Familie Tessmann aus Mudenbach, aber auch das vieler Schüler der damaligen achten Klassenstufe des Gymnasiums Marienstatt komplett verändert hat: An diesem Tag soll die zu diesem Zeitpunkt 14-jährige Ina Tessmann am Blinddarm operiert werden. Bei der Narkose jedoch geschieht ein Fehler: Der Beatmungsschlauch liegt statt in der Luft- in der Speiseröhre. Bis dies im Krankenhaus erkannt wird, vergehen mehr als 20 Minuten, in denen Inas Hirn ohne Sauerstoff ist. Seit dieser Zeit liegt die inzwischen 19-Jährige im Wachkoma – mit schweren Hirnschäden. In wenigen Monaten machen ihre Mitschüler Abitur. Für Ina, die weiterhin – so gut es geht – in die Stufe integriert ist, führen die angehenden Abiturienten seit einiger Zeit eine Benefizaktion durch. Mit dem Geld sollen teure Therapien bezahlt werden, die die Krankenkasse nicht finanziert.
In all den Jahren haben die jungen Leute, allen voran Fabienne Mies und Jessica Warbinek, ihre Freundin nicht vergessen. „Zunächst konnten wir nicht fassen, was passiert war. Es war schrecklich zu sehen, wie die ehemals gesunde Ina plötzlich an all den Apparaten und Schläuchen hing“, erinnert sich Fabienne. Die Solidarität mit der Klassenkameradin und der gesamten Familie war in der ganzen Schule von Anfang an groß. Berührungsängste gegenüber der fortan an den Rollstuhl gefesselten Ina kamen gar nicht erst auf. „Wir streicheln und umarmen Ina, wir erzählen ihr, was wir erlebt haben, laden sie zu Feten ein und vieles mehr“, so Fabienne. Die Begegnungen mit ihren Freundinnen tun Ina gut, da ist sich Mutter Elena Tessmann sicher. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein Mitschüler zu Besuch kommt. Wenn Ina mit ihren Freunden zusammen ist, hat sie die Augen häufig weit offen und verfolgt das Geschehen mit ihren Blicken“, berichtet die Mutter.

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Dass Ina heute ohne Medikamente leben, sich etwas besser bewegen, mithilfe einer Spritze auch wieder normales, püriertes Essen zu sich nehmen kann und insgesamt wacher wirkt, ist laut Elena Tessmann zudem auf Intensivtherapien zurückzuführen, die die Familie (zu der neben Papa Peter noch zwei weitere Kinder gehören) dreimal pro Jahr für je fünf Wochen durchführt. Doch diese Therapien kosten viel Geld, ebenso wie der behindertengerechte Umbau des Hauses in Mudenbach. Die Schadensersatzsumme, die das Krankenhaus nach einer außergerichtlichen Einigung an die Familie gezahlt hat, reicht dafür nicht aus.
So haben die Mitschüler schon in den Vorjahren Erlöse aus dem Verkauf von Waffeln oder von Konzerten gespendet. Nun, für die Abiaktion, haben sich die Oberstufenschüler noch mehr einfallen lassen. So haben sie beispielsweise beim Burgfest in Rotenhain drei Tage lang einen Märchenerzähler gestellt, der Spenden eingenommen hat. Beim Pimpfemarkt in Montabaur sowie beim Tag der offenen Tür ihrer Schule haben sie Selbstgebackenes verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf der Abizeitung oder sonstige Spendeneinnahmen kommen ebenfalls Ina sowie der Unnauer Patenschaft zugute, die Familie Tessmann unterstützt. „Es bewegt mich sehr, dass Inas Freunde immer noch für sie da sind“, sagt Mutter Elena voller Dankbarkeit.

22. Oktober 2014

Abschluss der Wallfahrtssaison

Zum traditionellen Wallfahrtsabschluss in Marienstatt kamen viele Gläubigen in die Abteikirche. Die Saison wurde am 1. Mai mit einer Friedenswallfahrt eröffnet, und zahlreiche Pilgerinnen und Pilger fanden ihren Weg in das Tal an der Nister und brachten ihre Anliegen, Bitten und Dank vor Maria. Beschlossen wurde diese Zeit nun ebenfalls mit einem großen Anliegen. Der Wallfahrtsabschluss 2014 stand ganz im Zeichen des Friedens. Inmitten von Krieg, Gewalt und Hass sind alle friedfertigen und friedliebenden Mitmenschen dazu aufgerufen, ihren Beitrag zu leisten und ihr Licht in die Finsternis der Welt zu tragen. Im Abschlussgottesdienst und der anschließenden Lichterprozession durch die Parkanlagen Marienstatts wurde besonders gebetet für die Menschen in den Krisen- und Konfliktgebieten weltweit, deren Alltag von Terror und Gewalt bestimmt wird. Familien sind auf der Flucht, und meist fehlt das Nötigste zum Überleben. Es gilt auch weiterhin Zeichen zu setzen: Gebete und Kerzen statt Hassparolen und Waffen.

05. Oktober 2014

Traditionelle Traktorsegnung

21 Treckerfreunde aus Steinebach fuhren zu der Abtei Marienstatt, um ihre Fahrzeuge segnen zu lassen

Die kleine Wallfahrt der Steinebacher Treckerfreunde mit Andacht und Segnung im Klosterhof der Abtei Marienstatt ist bereits seit Jahren ein guter Brauch. Jetzt ging es wieder im knatternden Konvoi mit 21 land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen ins Tal der Nister, wo Fahrzeuge sowie gut 50 Teilnehmer – Fahrer, Familien und Gäste – mit geweihtem Wasser gesegnet wurden.
Die rund 20 Kilometer lange Strecke führte jetzt erstmals zum Großteil über historische Wallfahrtswege im Grenzbereich der Bistümer Trier und Limburg. Nicht nur gepflegte Oldies und Hingucker waren zu sehen, sondern auch Arbeitsgeräte und Gebrauchsfahrzeuge. „Alles lief für Mensch und Maschine ohne große Probleme“, sagte Mitorganisator Bruno Becher in Marienstatt. Der aus Steinebach stammende Pater Martin Pfeiffer, der jetzt seine „lieben Landsleute“ zur Andacht unter freiem Himmel begrüßte, freute sich über auffällig viele Kinder. Doch ausgerechnet der jüngste Teilnehmer schien plötzlich auf die Segnung keinen so großen Wert mehr zu legen: Der zweijährige Maximilian brach ergriffen in Tränen aus und sprang flugs von seinem Kindertraktor.

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„Lobet den Herrn...“, hieß es im Begrüßungslied. In den Fürbitten ging es um den behutsamen Umgang mit den Kräften der Schöpfung, ohne dabei das reiche Angebot von Natur und Technik zu missbrauchen. Aber auch der Schutz vor Unheil und Gefahren bei der bäuerlichen Wald- und Feldarbeit kam zur Sprache. Ein besonderes Segensgebet galt Klaus Wildner, dem erkrankten Initiator der Treckerfreunde. Der Reinerlös des Tagesprogramms soll an den Steinebacher Barbaraverein gespendet werden.

03. Oktober 2014

Ein besonderer Segen für Tier und Mensch

Zum zweiten Mal fand in der Abtei Marienstatt am Vortag des Franziskusfestes eine Tiersegnung statt. Nach dem Segnungsgottesdienst folgte die Einzelsegnung der besten Freunde des Menschen und ihrer Halter auf dem Abteihof. Hunde, Katzen, Pferde, Hasen oder – zusammen mit ihren kleinen Besitzern – auch Stoffteddys: Sie alle waren zur Segnung durch Pater Martin Pfeiffer willkommen.

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Der Heilige Franziskus gilt als Schutzpatron der Tiere und der Umweltschützer. Für Franz von Assisi gehörten die Tiere unzweifelhaft zur großen göttlichen Schöpfung dazu. Franziskus hat sich für ein harmonisches, verantwortungsvolles Verhältnis zwischen Mensch und Tier eingesetzt. Mehrere Legenden zeugen von seinem besonderen Naturverständnis. So soll Franziskus beispielsweise einen gefürchteten Wolf, der mehrere Menschen gefressen hatte, seinen Bruder genannt haben und ihm ohne Angst entgegengetreten sein. Zu den bekanntesten Geschichten über Franz von Assisi zählt die Vogelpredigt. Auch die Vögel nannte er seine Geschwister, zu denen er in einer für die Tiere verständlichen Sprache gesprochen haben soll. Diese Legende wurde vielfach in der bildenden Kunst dargestellt.

27. September 2014

Elftes "Nightfever" in Marienstatt

Einmal mehr gut besucht war das inzwischen elfte "Nightfever" in Marienstatt. Den ganzen Abend über suchten Menschen die musikalisch untermalte Begegnung mit dem Herrn in der Anbetung des Allerheiligsten, die Stille und die angebotenen Impulse in Gesprächen, persönlichen Schriftworten oder der Möglichkeit, Fürbittzettel zu schreiben.

Auch 2015 wird es wieder "Nightfever"-Abende in Marienstatt geben: Am 9. Mai und am 26. September 2015 laden Kloster und Schule erneut in die Basilika ein.

21. September 2014

Polizisten aus ganz Rheinland-Pfalz bitten Gott in Marienstatt um Beistand

Das Kloster Marienstatt war erstmals Gastgeber einer Polizeiwallfahrt, zu der die Beiräte der Polizeiseelsorge Bedienstete, deren Familien und Freunde aus ganz Rheinland-Pfalz und dem Saarland eingeladen hatten. Zahlreiche Beamte baten in der Klosterkirche im Tal der Nister um Gottes Schutz und Beistand bei ihren teils gefährlichen Einsätzen. Nach einem Empfang in der Annakapelle zogen die Polizisten zunächst in einer kleinen Prozession in die Basilika ein, wo Abt Andreas Range mit ihnen ein Pontifikalamt feierte. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz, das extra aus Mainz angereist war.

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20. September 2014

Das Neue Testament vorgetragen

Zum Ende der „Expedition Bibel“ fand in der Basilika eine außergewöhnliche Lesung statt:
Bekannte und Freunde der Abtei lasen „von morgens bis abends“ aus der Heiligen Schrift in halbstündigem Wechsel. Man konnte kommen und gehen, wann man wollte, und das Neue Testament ganz neu interpretiert zu hören, zu genießen und zu verinnerlichen. Zahlreiche Besucher nutzten diese Möglichkeit, den hektischen Alltag hinter sich zu lassen und nur zu „hören“.

31. August 2014

Zisterziensertag in Eberbach

Traditionell am letzten Sonntag im August widmen sich Freundeskreis Kloster Eberbach e.V. und Stiftung Kloster Eberbach dem Erbe der ehemaligen Zisterzienserabtei Eberbach im Rheingau. Seit vielen Jahren unterstützt unsere Gemeinschaft den Freundeskreis um seinen Vorsitzenden und unserm Kloster eng verbundenen Dr. Wolfgang Riedel in der Gestaltung des Tages, insbesondere des abschließenden Choral-Hochamts in der Basilika.

Der Zisterzienser-Tag ist Ausdruck für die Wertschätzung und gleichfalls Podium für das Wirken der Zisterzienser über viele Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart.

Das Choral-Hochamt zu Ehren des Gründers der Abtei Eberbach, Bernhard von Clairvaux, feierte Abt Andreas Range (Marienstatt) zusammen mit einigen seiner Mitbrüder sowie weiteren
Zisterziensern aus der ebenfalls vom hl. Bernhard gegründeten Abtei Himmerod und erstmals mit dem Konvent des zisterziensischen Neuklosters in Rüdesheim-Nothgottes aus der Abtei Chau Son (Vietnam).

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30. August 2014

Dem Buch der Bücher mit allen Sinnen auf der Spur

„Expedition Bibel“ lädt Kinder und Erwachsene zu einer ungewöhnlichen Entdeckungsreise nach Marienstatt ein

Mit einem freundlichen „Shalom“ und dem Geruch orientalischer Kräuter werden bereits seit einer Woche Besucher im Pfarrheim Marienstatt empfangen: Dort läuft noch bis zum 21. September die ungewöhnliche Ausstellung „Expedition Bibel – Entdeckungsreise mit allen Sinnen“. Zusammen mit dem Bibelwerk Linz (Österreich) ist es den Zisterziensermönchen unter der Federführung von Pater Martin Pfeiffer und einem Team von größtenteils ehrenamtlichen Helfern gelungen, eine Schau auf die Beine zu stellen, die Erwachsene und Kinder gleichermaßen in die Entstehungszeit des Buches der Bücher hineinzieht.
Wie sah der Alltag der Israeliten zurzeit Jesu aus? Wie wohnten die Menschen, welche Berufe hatten sie, was haben sie gegessen und getrunken? Um diese Fragen geht es in der Ausstellung ebenso wie um den Stammbaum Jesu Christi, die Präsentation eines Tempelmodells und alter religiöser Gegenstände, um Bibelzitate und darum, was sie uns heute sagen wollen.
Vom Aufbau her ist die Schau zweigeteilt: In niedrigerer Höhe befinden sich Exponate und Schautafeln für Kinder, weiter oben hängen Texte und Bilder mit Erläuterungen für die Erwachsenen. Besonders beliebt bei den Kleinen und auch ausdrücklich zum Anfassen geeignet sind die modellhaften Nachbauten von Häusern, Ställen und Zelten, wie sie vor gut 2000 Jahren in den Ländern der Bibel üblich waren. Durch das Spielen mit den Püppchen und Tieren werden die Lebensumstände der damaligen Zeit schon für die Jüngsten begreifbar, die beim Gang durch die Ausstellung von einem Maskottchen, der Ziege Ezi, begleitet werden. Mit Hilfe von Computerspielen können sie sich weiteres Wissen über die Bibel aneignen. Wer es lieber traditionell mag, sollte unbedingt das Beduinenzelt betreten, in dem eine Frau in der Rolle der Lydia, der ersten Christin Europas, Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament erzählt.

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Speisen und Getränke aus dem Orient können probiert, ein Stein aus dem Sinai-Gebirge ertastet, urtümliche Instrumente geblasen, Kräuter und Gewürze mit der Nase erkundet werden. Die Ausstellung bietet auf großem Raum die Möglichkeit, sich der Heiligen Schrift mit allen Sinnesorganen zu nähern. Und genau das ist es auch, was die Veranstalter erreichen möchten. Die Bibelwochen sollen dazu anregen, sich mit dem Buch der Bücher intensiver zu befassen, betonte Abt Andreas Range im Eröffnungsgottesdienst. Die Bibel sei nicht einfach nur ein dickes Buch mit vielen Buchstaben, sondern es sollte im Herzen berühren und das Buch des eigenen Lebens werden. In der Heiligen Schrift gehe es schließlich um Menschen „wie du und ich“, die Gott zum Teil verleugnen, sich über ihn lustig machen und verspotten. Die ihm dann aber auf irgendeine Art und Weise begegnen und sich bekehren lassen – wie zum Beispiel Paulus. Darüber hinaus erinnerte Abt Andreas in seiner Predigt auch an die vielen Parallelen zwischen Judentum und Christentum und deren gemeinsamen Ursprung.
Damit die Besucher der Bibelwochen noch tiefer in das Leben zurzeit Jesu eintauchen können, wird neben der Ausstellung ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. So finden unter anderem Schriftgespräche über ausgewählte Texte statt, es gibt Führungen zu biblischen Heilpflanzen in den Gärten der Abtei, Ausstellungen wertvoller Bibeln aus der Klosterbibliothek und ganz persönlicher Bibeln von Menschen aus der Region, eine Weinprobe mit Weinen aus dem Heiligen Land, einen biblisch-kulinarischen Abend, biblische Tänze, Töpferkurse zu biblischen Szenen und Gestalten, eine Autorenlesung, Vorführungen biblischer Filme, eine Nonstop-Bibellesung in der Basilika, biblische Sonntagsmenüs, eine Verlosung und vieles mehr.

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24. August 2014

Biblisch-musikalische Meditationen

Im Rahmen der Bibelwochen gestalteten P. Jakob Schwinde (Flöten) und Fr. Gregor Brandt (Orgel) einen biblisch-musikalischen Abend in der sehr gut besuchten Basilika. In 14 Teilen meditierten sie in Choralgesängen und Instrumentalimprovisationen Bilder aus dem Leben Jesu und zeichneten darin die Heilsgeschichte von der Verkündigung an Maria bis zur Sendung des Heiligen Geistes nach. Die Meditationen schlossen mit der Vision des himmlischen Jerusalem ab.

23. August 2014

Marienstatt bietet Reise durch die Welt der Bibel

Fühlen, schmecken, sehen, hören, riechen: Die Bibel mit allen Sinnen entdecken - das ist ab heute bis zum 21. Septemberbei der vierwöchigen Aktion „Expedition Bibel" in Marienstatt möglich.

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Abt Andreas Range hofft, dass durch dieses ungewöhnliche Projekt möglichst viele Menschen (wieder) Zugang zum Buch der Bücher finden.

Organisiert wurden die Dauerausstellung und das umfangreiche Begleitprogramm von Pater Martin Pfeiffer in Zusammenarbeit mit rund 40 (größtenteils ehrenamtlichen) Helfern und Freunden der Zisterzienserabtei sowie dem Bibelwerk Linz/Österreich. Pater Martin: „Seit vielen Jahren schon ist es mein Wunsch, die Heilige Schrift mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Nur wer sich mit dem Wort Gottes vertraut macht, kann als Christ authentisch leben." Es sei schon bemerkenswert, dass die Bibel über einen Zeitraum von mehreren Tausend Jahren von mehr als 70 Autoren geschrieben wurde. Die Entstehungsgeschichte ist jedoch nur ein Bestandteil der Aktion, deren Logo ein auffälliger Kamelkopf ist, der auf die Länder der Bibel hinweist.

Dieses Kamel dürfte vor allem auch Kindern gefallen, die mit der „Expedition Bibel" gezielt angesprochen werden. Nachdem man die Ausstellung im Pfarrheim durch ein Zelt der Düfte (Salben, Kräuter, Öle, Harze etc., die in der Bibel beschrieben werden) betreten hat, warten Bilder, Texte, Schriftrollen, Schautafeln und Bibelausgaben auf zwei Ebenen auf die Besucher: oben für Erwachsene, unten für Kinder. Außerdem gibt's am Eingang einen kleinen kulinarischen Happen und ein Begrüßungsgetränk, wie sie zur Zeit der Bibelentstehung üblich waren. Darüber hinaus gibt es Texte, Lieder und Musik aus biblischen Zeiten zu hören und Materialien wie Stoffe, Felle, einen Felsblock vom Sinai, Hölzer, Papyrus und jüdische Kultgegenstände zu tasten.

Für die jungen Gäste wurde ein Begleitheft herausgegeben, in dem die Ziege Ezi als Maskottchen weitere Infos zur Bibel liefert. Zahlreiche Spiele (auch am PC) sowie ein orientalisches Rückzugszelt, in dem biblische Geschichten vorgelesen werden, bieten den Kindern zusätzliche Wege zum Heiligen Buch. Ganz bewusst heißt es in dieser interaktiven Ausstellung nicht „Nicht anfassen!", sondern „Bitte berühren!". Dadurch, so Abt Andreas Range, können Besucher die Bibel als frohe Botschaft, als wahren Schatz kennenlernen.

Für alle Sinne ist tatsächlich auch das Begleitprogramm, mit dessen Vorbereitung die Helfer bereits 2013 begonnen haben. An drei Sonntagen (24. August, 14. und 21. September) gibt es mittags im Pfarrsaal ein biblisches Menü, im Alten Laden werden biblische Filme gezeigt (24. und 31. August, 7. September), über die anschließend diskutiert werden kann. In der Basilika finden biblisch-musikalische Meditationen (24. August) sowie eine ganztägige Bibellesung (20. September) statt. Abt Andreas lädt an vier Abenden (27. August, 3., 10. und 17. September) zu Schriftgesprächen im Pfarrsaal ein, im Kräutergarten werden Führungen zu biblischen Pflanzen angeboten (28. August, 9. September), im Torhaus werden wertvolle Bibeln aus der Klosterbibliothek gezeigt (30./31. August, 6./7. September).

Freunde von Gaumenfreuden kommen am 31. August bei der Weinprobe mit Weinen aus dem Heiligen Land sowie beim biblisch-kulinarischen Abend am 5. September sicherlich auf ihre Kosten. Mehr Bewegung und körperliches Geschick sind beim Einstudieren biblischer Tänze (6. September) und beim Töpfern biblischer Szenen/Gestalten (12. September für Senioren, 13. September für Kinder, 14. September für Erwachsene) gefragt. Eine Lesung mit der Autorin Michaela Abresch („Ostrakon - Die Scherbenhüterin", 16. September) ergänzt das Programm. Ganz persönliche Erfahrungen und Erlebnisse kommen bei der Ausstellung „Bibel aus der Gemeinde" und darüber hinaus zutage. Wer hier noch seine Bibel zeigen möchte, ist willkommen.

Die Dauerausstellung (23. August bis 21. September) im Pfarrheim Marienstatt ist montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Start der „Expedition Bibel" wird von einem Eröffnungsgottesdienst (23. August, 17.30 Uhr) begleitet. Die Aktion endet am 21. September um 17 Uhr mit einem Wortgottesdienst.

19. Juli 2014

Neunter Ausflug des Geistlichen Freundeskreises

Eine insgesamt 54 Personen starke Gruppe - 48 Freunde der Abtei und sechs Brüder - hat miteinander den neunten Ausflug des Geistlichen Freundeskreises unternommen. Er führte die Gruppe auf den Spuren der heiligen Edith Stein nach Speyer und Bad Bergzabern.

In der Bischofsstadt Speyer besuchte die Gruppe zunächst den prächtigen Dom, in dem auch der hl. Bernhard von Clairvaux in den Weihnachtstagen des Jahres 1146 gepredigt hatte und dabei in seiner glühenden Marienliebe seiner Predigt die Worte
hinzugefügt haben soll: „O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria“ (O milde, o gütige, o süße Jungfrau Maria). Daran erinnern bis heute in den Mittelgang eingelassene Bodenplatten im Dom, den wir als erstes erkunden werden.
Speyer ist auch eng verbunden mit der hl. Edith Stein, die dort seit 1923 als Lehrerin an den Schulen der Dominikanerinnen von St. Magdalena unterrichtete. In der Klosterkirche der Anbetungsschwestern konnten wir die hl. Messe feiern und später - nach dem Mittagessen in der Domhof Hausbrauerei - das Zimmer, in dem Edith Stein gelebt hat, in Augenschein nehmen sowie einen Film über die große Heilige des 20. Jahrhunderts sehen.

Zweite Station des Tages war Bad Bergzabern in der Pfalz, wo Edith Stein 1922 in der St. Martins-Kirche getauft wurde. In der Kirche, die heute Tauferneuerungskirche des Bistums Speyer ist, betete die Gruppe des Freundeskreises die Vesper und hielt abschließend eine Tauferneuerungsfeier.
Auf dem Rückweg beschloss die Gruppe den Ausflugstag im Winzerdorf St. Martin am Haardtrand - in Sichtweite des Hambacher Schlosses - und ließ ihn im Gasthaus Grafenstuben mit einem guten Abendessen ausklingen.

Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.
Bilder vom Ausflugstag finden sich auch unter der Rubrik Galerie.

30. Juni 2014

Der Abteihof erhält ein neues Ambiente

Schöne Plätze zum Verweilen gibt es zahlreiche in Marienstatt. Einer von ihnen soll demnächst noch schöner werden: Aktuell läuft die Renovierung des Abteihofes direkt vor der Klosterpforte. Bis Mitte Juli soll die umgestaltete Fläche fertiggestellt sein. Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach Auskunft von Pater Dominikus Söhngen, Verwalter des Klosters, und Friedrich Esser, Vorsitzender des Forums Abtei Marienstatt, auf rund 295 000 Euro.

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Überlegungen für die Renovierung des zentralen Klosterplatzes, der zuletzt in keinem guten Zustand mehr war, gab es schon vor Jahren, doch es fehlte schlicht das Geld dafür, da die Mönchsgemeinschaft die Kosten dafür selbst tragen muss. Dann aber kam der Förderverein, das Forum Marienstatt, ins Spiel. Nachdem die ebenfalls vom Verein unterstützte Umwandlung des barocken Klostergartens abgeschlossen war, entschieden sich die Mitglieder, als nächstes Projekt den Abteihof auf den Weg zu bringen. Als dank des Forums 90 000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen waren, beschloss der Konvent, die Maßnahme zu starten. "Der Abteihof ist ein weiterer Schritt zur Verschönerung des Gesamtambientes im Kloster", betont Pater Dominikus.
Lange Zeit wurde dann allerdings über die Gestaltung diskutiert. Der Landschaftsarchitekt Ingo Schneider habe zahlreiche Varianten vorgestellt. Schließlich entschied sich der Konvent - analog zum Klostergarten - für eine barocke Ausrichtung. Diese sieht eine symmetrische Aufteilung des Hofes in Rasen- und Pflasterflächen vor. Die 350 Tonnen Pflastersteine, die zurzeit in Marienstatt verlegt werden, sind 150 Jahre alt und stammen aus einer früheren Kaserne. Die Basaltsteine als Untergrund waren eine Vorgabe der Denkmalpflege. "Da die Steine aber schon so alt sind, sind sie schön abgerundet, und man kann gut darüber laufen", berichtet Forum-Vorsitzender Esser. Durch diese Pflastersteine wurden die Baukosten zwar enorm in die Höhe getrieben, "aber sie werten das Klostergebäude auch deutlich auf", so Esser weiter.
In der Mitte des Hofes befindet sich künftig ein Rondell, auf dem beispielsweise Bühnen bei Wallfahrten errichtet werden können. Dazu wurden bei den Arbeiten (die von Bauleiter Berthold Pfeiffer kontrolliert werden) entsprechende Fundamente im Boden verlegt. Erneuert wurden außerdem die Drainagen sowie die Elektroinstallationen. Auch wurde die Zufahrt zur Klosterküche verbreitert. Eingerahmt werden soll der Hof schließlich von vier neuen Laternen und vier Eiben, die auch die Symmetrie der Anlage unterstreichen.
Der Parkplatz, der früher direkt an den Hof angrenzte, wurde einige Meter nach hinten verlegt. "Somit ist der Blick auf die Abtei fortan blechfrei", freut sich Pater Dominikus. Umgestaltet wird zudem die kleine Allee, die zum Kirchenzugang führt. Die Josefstatue an dieser Stelle wird saniert. Darüber hinaus sollen auf dem Hof Ruhebänke aufgestellt werden. "Der Abteihof bekommt einen ganz neuen Charakter und wird ästhetisch aufgewertet. Der alte Zugang zur Klosterpforte war kaum noch zumutbar", erklären Pater Dominikus und Esser unisono.
Um die vom Konvent zu tragenden Baukosten noch weiter zu senken, hat das Forum verschiedene Aktionen gestartet. So können Spender für 110 Euro einen Quadratmeter Pflaster sponsern. Wer möchte, kann dafür später auf einer Tafel am Hof erwähnt werden. 2015 stellt der Förderverein die Mitgliedsbeiträge in Höhe von 30 000 Euro für das Projekt zur Verfügung.
Um weitere Spenden zu sammeln, hat das Forum Marienstatt für Sonntag, 6. Juli, 16 Uhr ein Benefizkonzert mit dem Konzertorchester Koblenz (Motto: Mit Musik um die Welt) organisiert. Esser verspricht ein Programm für die ganze Familie.

29. Juni 2014

Ungarische Weisen bewegen die Zuhörer

Abtei und Gymnasium Marienstatt haben seit dem gestrigen Samstag Besuch von Freunden aus dem Süden Ungarns bekommen. Das Private Gymnasium Marienstatt und das Gymnasium Nagy Lajos in Pécs sind seit 2002 als Partnerschulen in besonderer Weise miteinander verbunden: Ein von benediktinisch-zisterziensischer Spiritualität geprägtes Menschenbild und die daraus hervorgehenden pädagogischen Ansätze und die Pflege der Musik prägen beide Schulen.
Zum Auftakt seines fünften Partnerschaftsbesuchs in Deutschland sang der Pécser Chor "Laudate" zweimal in der jeweils voll besetzten Marienstatter Basilika. Am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus gestaltete er zunächst das Hochamt musikalisch mit, bevor er am Nachmittag im Rahmen der "Marienstatter Konzerte" auftrat.
Der in Ungarn renommierte Chor "Laudate" bewegt sich auf einem für Schulchöre erstaunlichen Niveau.
In einem packenden Konzert brachten die jungen Musiker einem großen Publikum die musikalische Vielfalt ihres Heimatlandes näher. „Mit den Flügeln des Windes“ hieß der Kanon, mit dem die jungen Sänger in die Basilika einzogen. Eine einfache Melodie, die an- und abschwellend den sakralen Raum zu füllen begann und in einer bezaubernden Mehrstimmigkeit ausklang. In unterschiedlichen Besetzungen – großer gemischter Chor, Männer- und Frauenchor sowie in kleiner Kammerchoraufstellung – überzeugten sie durch musikalische Reife, Dynamik und tragfähig modulierten Gesang.
Die Marienfrömmigkeit des Landes und der Ordenstradition kam in Marienliedern aus Siebenbürgen zum Ausdruck, die Sturcz Noémi solistisch vortrug. Das „Salve Regina“ wurde sowohl in der zisterziensischen wie der gregorianischen Variante gesungen und Antonin Dvorak war mit einem „Stabat Mater“ vertreten. Das „Regina coeli“ ließ noch einmal Osterfreude aufleuchten. Der Kammerchor der Jungen verblüffte durch geradezu artistische A-cappella-Techniken und technisch anspruchsvollem Counter-Tenor. Katyi Zsombor setzte die Rieger-Orgel mit einer gewaltigen Toccata von Dubois in Szene, und Kiraly Àgnes meisterte auf der Querflöte den hohen Schwierigkeitsgrad einer Staccato-Fantasie derart souverän, dass sie das Publikum zu spontanem Beifall hinriss. Die Klavierbegleitung besorgte einfühlsam und virtuos Uszaly Bence. „Musik überwindet Grenzen, geografische, sprachliche, aber auch Grenzen in den Köpfen“, sagte Frater Gregor vom Musikkreis Marienstatt. Dieser Brückenschlag ist Gábor Havasi mit seinem Ensemble geglückt.
Die Klänge der ungarischen Volksmusik haben die Zuhörer tief berührt und schafften zusammen mit der geistlichen Musik eine Atmosphäre lebenszugewandter Spiritualität. Die musikalischen Botschafter machten neugierig auf ungarische Kultur. Der Schlussapplaus hielt minutenlang an und steigerte sich zu frenetischem Rhythmus. Auch die Schüler aus den Marienstatter Ensembles waren beeindruckt, berichtete Schulleiter Pater Jakob, und freute sich gemeinsam mit den Marienstatter Musikern auf die kommenden Tage, in denen durchgängig gemeinsam musikalisch gearbeitet wird. Die Früchte werden in gemeinsamen Konzerten an teils bedeutenden Orten präsentiert werden: Am Dienstag im Kreishaus Altenkirchen, am Mittwoch im Mittagsgebet im Kölner Dom und abends in einem Geistlichen Konzert in der Abteikirche Maria Laach und zum Abschluss am Donnerstag im großen deutsch-ungarischen Sommerkonzert in der Sporthalle Marienstatt.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie einen Text, viele Bilder und eine Fotogalerie über das deutsch-ungarische Sommerkonzert in Marienstatt.

26. Juni 2014

"Großer Wallfahrtstag" als Fest des Glaubens

Mehrere Tausend Menschen haben an unserem traditionellen "Großen Wallfahrtstag" in Marienstatt ein fröhliches Fest des Glaubens gefeiert. Zum Pontifikalamt mit dem emeritierten Trierer Weihbischof Leo Schwarz versammelten sich die Gläubigen, die wieder aus allen Himmelsrichtungen (vor allem aber aus dem Kreis Altenkirchen) ins Tal an der Nister gekommen waren, aufgrund einer Baustelle nicht wie gewohnt auf dem Abteihof, sondern unter alten Bäumen auf dem ehemaligen Friedhof direkt neben der Basilika. Der örtliche Wechsel auf die Wiesenfläche erwies sich dabei nach Einschätzung vieler Wallfahrer keineswegs als Notlösung, sondern als echte Alternative für die Zukunft.
Große und Kleine, Junge und Alte, Gesunde und Gebrechliche hatten sich teils schon am ganz frühen Donnerstagmorgen auf den Weg gemacht, um ihren Glauben in aller Öffentlichkeit singend, betend und unterstützt durch Banner verschiedener kirchlicher Gruppen und Gemeinden zu bekennen. Der Marienstatter Abt Andreas Range sagte in seiner Begrüßung, die Mönchsgemeinschaft freue sich, neben den traditionell zahlreichen Gläubigen aus dem Bistum Trier auch zunehmend Christen aus dem Bistum Limburg sowie der Erzdiözese Köln zu diesem Wallfahrtstag begrüßen zu können.
Hauptzelebrant war der der emeritierte Trierer Weihbischof Leo Schwarz, der inzwischen überwiegend in einem Wallfahrtsort in Bolivien lebt und arbeitet und den Abt Andreas als Brückenbauer zwischen Lateinamerika und Europa bezeichnete. Der Bischof überzeugte die vielen Gläubigen als mitreißender Prediger, der für seine deutlichen Worte noch während der Messe Beifall erntete. In Zeiten des globalen und vor allem millionenschweren Spektakels Fußball-WM nutzte Schwarz das Evangelium des Zöllners Zachäus, um über Gewinne und Verluste in der heutigen Gesellschaft zu sprechen. „Wir sind hier zwar nicht beim Public Viewing, dennoch feiern wir hier ein zentrales Großereignis“, sagte er. Bei der WM käme es in erster Linie aufs Gewinnen an. Gleichzeitig gingen in vielen Regionen der Erde (Syrien, Ukraine, Irak, Nigeria etc.) Freiheit und Gerechtigkeit verloren. Der Bischof kritisierte das Missverhältnis zwischen den Unsummen, die bei Spielertransfers gezahlt werden, und der Milliarde von Menschen, die durchschnittlich kaum zwei Dollar pro Tag zum Überleben haben. „Rechnet man alle Baukosten für die WM in Brasilien zusammen, hat einer der 660 000 Sitzplätze in den Stadien etwa 6000 Euro gekostet“, so Schwarz.
„Was nützt aller Gewinn, wenn die Seele dabei Schaden nimmt?“, so der Weihbischof weiter. Der Zöllner Zachäus sei reich, aber unglücklich gewesen. Erst durch die Begegnung mit Jesus habe sich sein Leben zum Positiven hin verändert. An die Gläubigen in Marienstatt, die teils sogar auf Picknickdecken oder Campingstühlen Platz genommen hatten, appellierte der Geistliche während des Gottesdienstes, der von der Bindweider Bergkapelle musikalisch gestaltet wurde, Ballast abzuwerfen, sich von Dingen zu trennen, eine innere Entrümpelung durchzuführen, um dadurch eine neue persönliche Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Das Pilgern sei eine gute Gelegenheit, um sich auf Jesus zuzubewegen. Pater Martin Pfeiffer, der in Marienstatt für die Organisation der Wallfahrten zuständig ist, dankte Schwarz für seinen Besuch im Westerwald und seine wichtigen Worte.
Weihbischof Leo Schwarz freute sich sichtlich, zum wiederholten Male die Große Wallfahrt in Marienstatt begleiten zu können. Die Kollekte im Gottesdienst war für seine Hilfsprojekte in deiner armen Wahlheimat Bolivien bestimmt.

01. Juni 2014

Bücherfreunde pilgern nach Marienstatt

„Rettet die Bücher" - auch der Mittelalterroman von Umberto Eco hat seinen Platz auf dem rund 180 Meter langem Büchertisch im Klostergarten der Abtei Marienstatt. Hier wurden beim heutigen Bücher-Flohmarkt der Buch- und Kunsthandlung mehr als 10 000 Bücher feilgeboten.

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Die ersten Kunden sind Profis. Antiquare, die mit Kennerblick handelbare Schnäppchen jagen. Aber auch für den Liebhaber jeglichen Genres ist bis zum späten Nachmittag noch einiges zur Strecke zu bringen. Die Klosterbibliothek Marienstatt hat ihr Dublettenlager geräumt. Patristische Kirchenväterliteratur, etwa Augustinus, Hochscholastisches von Thomas von Aquin, die Konzilstheologen des Vatikanum II, Rahner, Ratzinger, Küng, Vorläufer wie Guardini und moderne psychoanalytische und politische Reformer wie Drewermann und Dorothe Sölle finden sich hier. Auch Schriften von Theologen, die in den finsteren Zeiten der Kirchengeschichte Licht ins Dunkel brachten und auf dem Scheiterhaufen endeten, wie Giordano Bruno. Mystik und Ordensliteratur bilden einen weiteren Schwerpunkt. Der Antike Philosoph Aristoteles ist gut vertreten, seine verlorengegangene „Poetik über die Komödie", die im „Namen der Rose" die Hauptrolle spielt, findet sich leider nicht.
Mit Kisten und Tüten beladen strömen die Kunden zum Nisterparkplatz. An den Kassenplätzen stapeln sich bezahlte Bücher. Zwischengelagert, weil die Käufer noch im barocken Klostergarten lustwandeln, an der Nister spazieren, oder sich im Brauhaus erfrischen wollen. Der ein oder andere sucht auch die Stille in der Abteikirche, oder nimmt an der Sonntagsvesper teil.
Fröhlich und aufgelockert ist die Stimmung an den Büchertischen unter den stöbernden Buchfreunden und den vielen freiwilligen Helfern. Man kommt in Kontakt, fachsimpelt und manche Erinnerung an Leseerlebnisse wird wach.
Auffallend viel Humorvolles ist im nichttheologischen Bereich dabei. Loriot, Wilhelm Busch, Ephraim Kishon und die Jobsiade von Kortum. Das Meiste stammt aus Nachlässen von Priestern und aus Spenden.
„Kaufmännisch kalkuliert haben wir gar nicht", sagte Pater Martin, Prior der Abtei und Leiter der Klosterbuchhandlung, „wir wollten Menschen, die sich für Bücher interessieren, eine Freude machen."
So manches Exemplar dürfte aus staubigem Lagerdasein befreit worden sein, eingereiht in den lebendigen Organismus einer Privatbibliothek, gewissermaßen gerettet.

30. Mai 2014

Konventsausflug nach Maria Laach

Dreizehn Brüder gehören derzeit zu unserer Gemeinschaft, von denen elf derzeit ständig in Marienstatt sind. Mit neun Brüdern haben wir heute einen Konventsausflug zur befreundeten Benediktinerabtei Maria Laach unternommen. Nachdem uns ein Teil der Laacher Mönche um Abt Benedikt Müntnich im letzten Jahr seinerseits in Marienstatt besucht hatte, war dies nun er Gegenbesuch. In sehr herzlicher Atmosphäre begegneten sich unsere beiden Konvente. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken konnten wir die beeindruckenden Räumlichkeiten des Laacher Klosterareals in Augenschein nehmen: Klosterkirche und Sakristei, Refektorium und Kapitelsaal, Bibliothek und Klostergarten.
Wir nahmen an der Vesper teil und abschließend gab es ein ausgedehntes Rekreationsessen, bei dem neben wunderbarem Essen der Austausch unter Brüdern, aber auch mit einigen Gästen im Vordergrund stand.

Wir sind dankbar für den schönen Tag, bleiben miteinander im Gebet verbunden und freuen uns schon auf die nächste Begegnung.

03. Mai 2014

Zehntes "Nightfever" zog viele Menschen nach Marienstatt

Nightfever: Zur Ruhe kommen - Gott begegnen - eine Kerze anzünden - Versöhnung erfahren - bleiben, solange es gut tut ...

Am 9. Mai 2009 hatte "Nightfever", das als eigenes Format im Anschluss an den Kölner Weltjugendtag 2005 entstanden ist, seine Marienstatter Premiere. Die inzwischen zehnte Auflage in Marienstatt war einmal mehr hervorragend besucht.
Schon in der Vorabendmesse am Vorabend des Marienstatter Kirchweihfestes reichten die Kirchenbänke für die Gottesdienstbesucher nicht aus. Ihn gestalteten bereits die Schüler und Lehrer des Marienstatter Gymnasiums musikalisch mit. Im anschließenden "Nightfever" legten die jungen Musiker einen durchgehenden und abwechlungsreichen "musikalischen Teppich" unter das auf dem Altar angebete Allerheiligste. Bekannte "Neue Geistliche Lieder" und Gesänge aus Taizé wechselten dabei mit einigen neuen Songs ab. Unterstützt wurden sie dabei auch vom Ehepaar Lerchen (Höhr-Grenzhausen).
Viele Menschen nahmen die Angebote zu Gespräch, zum Sakrament der Versöhnung und zur Segnung an, zogen ein "Bibelwort für mich" oder zündeten Kerzen am Lichterbaum an. Noch am Ende um 22.00 Uhr war die Kirche bestens gefüllt.

"Nightfever" ist in Marienstatt inzwischen fest etabliert. Uns Mönche wie auch die tatkräftig in Musik und Texten unterstützenden Lehrer und Schüler des Gymnasiums freuen die zahlreichen positiven Rückmeldungen auf die Marienstatter Gebetsnächte sehr und ermutigen uns zum Weitermachen.

01. Mai 2014

Wallfahrtssaison ist eröffnet

Die diesjährigen Wallfahrten nach Marienstatt begannen am 1. Mai frühmorgens mit einer Wallfahrt vom Altenklosterhof bei Mörlen aus ins Tal der Nister. Damit wurde passend zum Feieranlass der Ort gewürdigt, an dem vor mehr als 800 Jahren 1212 der erste Klosterbau von Marienstatt errichtet worden war, der dann 1222 ins Tal der Nister verlegt wurde.

Etwa 40 Teilnehmer zogen zusammen mit P. Martin und P. Jakob betend und singend nach Marienstatt, wo sie von den Glocken der Basilika empfangen wurden. Dort feierten die "Premieren-Wallfahrer" gemeinsam mit weiteren Gläubigen die erste Pilgermesse.
Am Abend wurden die Maiandachten eröffnet. Darin wurde auch das "Altenberger Friedenslicht" in Empfang genommen, das einige Mitglieder der Marienstatter Kolpingfamilie und der Messdiener aus dem Bergischen Land in den Westerwald geholt hatten. Sie berichteten von einem beeindruckenden Gottesdienst im Altenberger Dom, in dessen Verlauf das Friedenslicht an der Osterkerze entzündet und in alle Welt ausgesendet worden war.

01. Mai 2014

Ein Prosit auf 10 Jahre „Marienstatter Brauhaus-Tradition“!

Am 1. Mai feierten wir das Jubiläum mit Live-Musik und Grillen im Biergarten. Bei schönem Wetter und Sonnenschein konnten die vielen Besucher unser eigens dafür gebrautes Jubiläumsbier und unseren Jubiläums-Bierlikör genießen.
Der Küchenchef und unsere Grillmeister verwöhnten unsere Gäste mit vielen leckeren Schmankerln.
Eine ausgelassene Stimmung verbreitete die Band „rythmicBrass“ mit Musiker aus dem Marienstatter Blasorchester.

Es war ein sehr gelungenes Fest. Wir danken allen Gästen herzlich für ihren Besuch.

Unser Jubiläumsbier können Sie übrigens das ganze Jahr über genießen ... Prost!

29. April 2014

Schüler zeigen großes Interesse an der Imkerei

Die Themen Bienenzucht und Imkerei erfreuen sich zurzeit im Westerwald vor allem unter Kindern und Jugendlichen wachsender Beliebtheit.
Verantwortlich dafür sind einerseits verschiedene intensive Schulungen der Kreisimkerverbände Ober- und Unterwesterwald sowie das Projekt Aktion Bien, das von Hansjörg Groenert gemeinsam mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung (LZU) und dem Pädagogischen Landesinstitut ins Leben gerufen wurde. Ziel der Aktion Bien ist es, möglichst viele Schulen für den auch für Menschen so wichtigen Superorganismus eines Bienenvolkes zu begeistern.
Die Bienenfreunde im Westerwald sind über den positiven Trend vor allem deshalb sehr erfreut, weil die Zahl der Imker in den Jahren davor stetig abgenommen hatte. „Geschuldet war und ist dies dem hohen durchschnittlichen Alter der Imker. Imkerei ist mit dem Heben und Transportieren von relativ schweren Lasten verbunden. Zum Zeitpunkt der Honigernte müssen die Kisten (Beuten) mit dem in den Waben eingelagerten Honig von den Bienenmagazinen abgehoben und im Gelände zu einem Auto und weiter in einen Raum, in dem das Honigschleudern stattfinden kann, transportiert werden. Eine mit Honig eingelagerte Beute kann bis zu 25 Kilogramm wiegen“, erklärt Hans-Günter Mohr, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes Oberwesterwald. Mit der Einführung intensiver Schulungsangebote konnte der Abwärtstrend nun nicht nur gestoppt werden, sondern die Mitgliedszahlen in den Verbänden steigen sogar wieder leicht an, wie Mohr voller Freude berichtet.

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Die Schulen, die an der Aktion Bien teilnehmen, haben darüber hinaus bereits weitere zahlreiche kreative Ideen entwickelt, um sich den fleißigen Bienchen zu nähern. Einige dieser Ideen wurden jetzt anlässlich der 1. Aktion-Bien-Tagung am Privaten Gymnasium Marienstatt vorgestellt. An der Schule existiert bereits seit rund zehn Jahren eine Imkerei-AG, die aus Wachs unter anderem Produkte wie Lippenpflegestifte und Kerzen herstellt und diese auch verkauft. Leiter der AG ist Lehrer Tobias Merkel-Piontek, der privat selbst als Imker tätig ist. Bei der Tagung konnte er die Arbeit der Marienstatter Gruppe interessierten Lehrern anderer Schulen vorstellen. Der Austausch von Informationen und die Bildung von Netzwerken waren denn auch die Hauptziele der Tagung, an der auch renommierte Bienenexperten wie Dr. Gerhard Liebig, Autor des Imkerei-Sachbuchklassikers „Einfach imkern“, sowie der Westerwälder Reinzüchter leistungsgeprüfter Carnica-Linien (das ist die besonders gefragte Kärntner Biene), Siegfried Heuzeroth aus Mörsbach, teilnahmen. Besonders engagiert auf dem Feld der Imkerei ist auch die Grundschule Welschneudorf, die unter anderem einen Bienen-Rap geschrieben, vertont und aufgenommen hat. Beispielhafte Wettbewerbe und Ausstellungen zum Thema Bienen an Schulen aus der Region konnte Groenert ebenso während der Tagung präsentieren.
Dass die Tagungsergebnisse andere Schulen angespornt haben, selbst in Sachen Imkerei aktiv zu werden, konnte Groenert schon wenige Tage nach der Zusammenkunft in Marienstatt vermelden. So beteiligt sich ab sofort zum Beispiel auch die Realschule plus aus Hachenburg an der Aktion Bien. Weitere Schulen, so hofft Groenert, sollen folgen.
Jede teilnehmende Bildungseinrichtung bekommt einen Imker zur Seite gestellt, Lehrer und Imker sollen bei der Arbeit ein Tandem bilden. Materialanschaffungen fördert die LZU mit bis zu vierstelligen Beträgen. Bei der Aktion Bien geht es gar nicht so sehr darum, Honig zu produzieren, sondern vielmehr darum, dass die Kinder Gesamtzusammenhänge der Natur und insbesondere die Welt der Bienen und deren Bedeutung für Mensch und Umwelt kennenlernen.
Denn, so Groenert, ohne die Bestäubung durch Bienen gäbe es viele unserer Lebensmittel - so zum Beispiel Obst und Kartoffeln - nicht. „Rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge hängen von der Bienenbestäubung ab.“ Großer Wunsch des pensionierten Studiendirektors ist es, dass alle Schulen im Land Bienen als nützliche Haustiere verstehen. „Bienen und insbesondere der Bien sind auch aus biologischer Sicht - vom Körperbau über die Entwicklung bis hin zur Arbeitsteilung und Kommunikation - ein faszinierendes Lebewesen, bei dem es vom Kindergarten über Grundschul- und Orientierungsstufenunterricht bis in die Sekundarstufen der Realschulen plus und Gymnasien viel zu entdecken gibt“, wirbt Groenert.

27. April 2014

Segnung der Biker und ihrer Motorräder

Zahlreiche Biker waren zur Motorradsegnung nach Marienstatt gekommen. Pünktlich zu Beginn der Segnung hörte der starke Regen auf, dennoch wurde der Wortgottesdienst erstmalig in der Basilika gehalten. In dieser Atmosphäre wurde besonders der heilige Columban um Schutz angerufen. Der irische Wandermönch gilt als Patron der Motorradfahrer, da er im 6. Jahrhundert selbst auf den Straßen Europas unterwegs war. Die Feier fand schließlich ihren Abschluss im Abteihof mit der Einzelsegnung der Maschinen sowie ihrer Fahrerinnen und Fahrer.

25. April 2014

"Abt Dominikus Willi OCist –
Wiederbegründer der Abtei Marienstatt"

Unter diesem Titel stellten Abt Andreas Range und Jörg Ditscheid im Exerzitien- und Bildungshaus der Vinzenz-Pallotti-Stiftung, Limburg, im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte den 47. Abt von Marienstatt (1889-1898), der dann sechster Bischof von Limburg wurde (1898-1913), vor.
Ausgehend von der Säkularisation über P. Edmund Bausch und Abt Maurus Kalkum und der Mehrerau beleuchteten sie insbesondere die Bedeutung von Abt Dominikus Willi für die Wiederbegründung Marienstatt.

Der Vortrag gliederte sich in fünf Teile:
1. „Bei Bauten, auch kleinerer Art, pflege ich lange zu überlegen, oft Jahre lang.“ -
Renovierung und Veränderungen in der Basilika, im Kloster und seinen Nebengebäuden
2. „Ma costa molto, povero abbate!“ -
Dominikus Willi als Verwalter
3. „Auch will ich langsam dem Volksgesang – eine Schande für eine Klosterkirche – ein Ende bereiten …“-
Gottesdienst, Seelsorge, Entwicklung des Konvents
4. „So eine Erinnerung an die 800-jährige Geschichte des Ordens ist doch ergreifend.“ -
Dominikus Willi als Ordensmann
5. Zwischen Ideal und Ideologie – Was hat den Wiederbegründer der Abtei Marienstatt im Tiefsten motiviert?

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Illustriert durch historische Bilder und Zitate aus seinen Tagebüchern zwischen 1888 und 1898 konnten sie verdeutlichen, welche Fundamente Dominikus Willi für die Neugründung gelegt hatte, wie das Kloster im Umland und im Bistum etabliert wurde und dass man Willi nur verstehen kann, wenn man ihn als Zisterzienser im Spannungsfeld zwischen Historismus und Moderne sieht.

Am folgenden Tag unternahm die Tagungsgruppe eine Exkursion nach Marienstatt. Nach der Begrüßung an der ehemaligen Wirkungsstätte des Abtes Dominikus Willi durch den heutigen 52. Abt von Marienstatt, Andreas Range, führte der Kunsthistoriker Dr. Gabriel Hefele die Gruppe durch Kloster und Kirche. Hefele ist seit 1987 Oberkustos des Domschatzes und Diözesanmuseums in Limburg sowie des Dommuseums Frankfurt a. M. sowie Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet.

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20. April 2014

Felix Pascha!

Gemeinsam mit vielen Gläubigen hat unsere Gemeinschaft die Kar- und Ostertage gefeiert. Alle Gottesdienste in diesen Tagen waren erfreulich gut besucht, die Basilika war stets gut gefüllt.
Bereits zum sechsten Mal in Folge haben wir die Osternacht in aller Frühe um 4.00 Uhr gefeiert. Nach der knapp zweieinhalbstündigen Feier trafen sich viele Ostergäste zusammen mit den Brüdern in der Annakapelle zur frohen Osteragape.

Unsere Gemeinschaft wünscht allen, die sich mit Marienstatt verbunden fühlen, eine frohe und gesegnete Osterzeit! Felix Pascha!

01. April 2014

Sonderausstellung in Limburg erinnert an Bischof Dominikus Willi

Mit einer Sonderausstellung zum sechsten Bischof des Bistums Limburg, Dominikus Willi, ist am Dienstag, 1. April, die neue Saison im Limburger Diözesanmuseum eröffnet worden. Bis zum 29. Juni geben 50 Ausstellungsgegenstände den Besuchern einen Einblick in das Wirken des Zisterzienser-Bischofs und in das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

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"Dominikus Willi ist eine bedeutsame Gestalt für unsere Bistumsgeschichte und ein wichtiger Repräsentant seiner Zeit", erklärte Professor Dr. Matthias Theodor Kloft. Gemeinsam mit dem Direktor des Diözesanmuseums, Professor August Heuser, hat der Kirchenhistoriker die Sonderausstellung konzipiert und eröffnet. Bischof Willi habe um 1900 die "Boomphase" der katholischen Kirche im Mittelrheingebiet nachhaltig geprägt. Zwei Jahre vor der Jahrhundertwende bestieg der aus der Schweiz stammende Zisterzienser den Limburger Bischofsstuhl und starb ein Jahr vor dem ersten Weltkrieg. Er steht also an der Schwelle hin zur Moderne und in das 20. Jahrhundert. Willi stammte aus Domat/Ems im rätoromanischen Graubünden und trat ins Benediktinerstift Einsiedeln in die vertriebene Zisterzienserabtei Wettingen ein. Unter Kaiser Franz Joseph hatte diese Abtei eine Heimstatt in der österreichisch-ungarischen Abtei Mehrerau bei Bregenz gefunden. Dort war Willi Prior und wurde 1888 in den Westerwald gesandt, um mit der Wiederbesiedlung der alten Abtei Marienstatt ein bis heute bedeutendes geistliches und kulturelles Zentrum zu gründen. "Er verschaffte der damals sehr armen Abtei eine solide finanzielle Grundlage und hat dort und in der gesamten Diözese nachhaltige Spuren hinterlassen", so Kloft. Sein Wirken muss so nachhaltig gewesen sein, dass er 1898 zum Limburger Bischof gewählt wurde. In seiner Amtszeit schuf er eine neue Pfarrstruktur in der Diözese, gründete das Diözesanmuseum mit und führte die großen Domliturgien in der Bischofskirche ein.

Vieles im Hohen Dom zu Limburg, in Marienstatt und in der gesamten Diözese erinnert an ihn. Einige der schönsten Gegenstände, werden nun im Diözesanmuseum gezeigt. Bei den Exponaten handelt es sich um Skulpturen, liturgisches Gerät, Schriftstücke, Paramente und vieles mehr. "An den ausgewählten Gegenständen wird die zweite Gründerzeit des Bistums vor der großen Katastrophe des Weltkriegs lebendig", so Matthias Kloft. Neben der Sonderausstellung sind auch die bedeutendsten Schätze des Museums wie die byzantinische Staurothek, bedeutsame liturgische Bücher aus dem Frühmittelalter oder der Stab des Apostels Petrus in einer Dauerausstellung wieder zu sehen.

Das Diözesanmuseum (Domstraße 12) ist dienstags bis samstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.staurothek.bistumlimburg.de. Die Verwaltung des Museums ist telefonisch unter 06431/295-482 oder per Email an Dioezesanmuseum@bistumlimburg.de zu erreichen.

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29. März 2014

50 Jahre nach den Reifeprüfungen:
Abiturjahrgang 1964 feierte sein "Goldenes Abitur"

Am letzten März-Wochenende traf sich der Abiturjahrgang 1964 des Privaten Gymnasiums Marienstatt zur Feier seines Goldenen Abiturs in altvertrauter Umgebung. Dazu waren elf der insgesamt 13 Mitglieder aus der zweiten Abiturientia in der Schulgeschichte überhaupt ins Tal der Nister gekommen.

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Schon in der Vergangenheit hatten sich die Ehemaligen im Abstand von fünf Jahren immer wieder getroffen, zuletzt 2007 und zum 100-jährigen Bestehen der Schule im Jahr 2010. Ein goldenes Abitur-Jubiläum ist aber noch etwas ganz anderes.
Mit einer offiziellen Essenseinladung von Abt Andreas Range erhielt das Treffen gleich zu Beginn eine besondere Note. Anschließend brachte er den Ehemaligen die moderne Kunst im Klostertal näher. Die Schulführung durch den neuen Direktor Pater Jakob Schwinde durch vertraute und neu entstandene Räume war ein weiterer Höhepunkt. Besonders die neu errichtete Mensa mit ihren Räumlichkeiten rief allgemeine Anerkennung hervor und auch die Bemerkung „So hätten wir das damals auch schon gern gehabt.“ Denn zwölf der damaligen Abiturienten des Jahres 1964 waren seinerzeit Internatsschüler und im Unterschied zu 2014 war damals alles sehr viel bescheidener.
Für die spätere Entwicklung aber nicht unbedingt von Nachteil lernte man doch frühzeitig mit Einschränkungen besser umzugehen und Annehmlichkeiten zu schätzen. Marienstatt hat den Grundstein gelegt für die Entwicklung in den kommenden Lebensjahrzenten der Jubilare, da war man sich einig. Alle 13 Abiturienten haben entsprechend ihren Berufswünschen nach dem Abitur studiert, sechs sind promoviert, alle konnten beruflich und privat mit ihren Familien eine gute Zukunft aufbauen. Und alle sind sich auch nach fünfzig Jahren einig: Die Schule von Marienstatt hat daran keinen geringen Anteil und sie war eine gute Schule für das weitere Leben.
Nach dem Besuch der Gräber vieler leider bereits verstorbener Patres und Lehrer – so auch des damaligen Direktors Pater Johannes Geibig genau an seinem 100. Geburtstag – endete das Treffen im Marienstatter Brauhaus in gemütlicher Runde.
Am Ende waren sich alle Abiturienten nach dem warmherzigen Empfang durch
Abt Andreas und der interessanten Besichtigung des Mensa-Neubaus durch Pater Jakob einig: Marienstatt öffnet sich für die Menschen – Abt Andreas und die Mönche öffnen die Herzen.

Wolfgang Spannaus (Abitur 1964)

22. März 2014

74 Marienstatter Abiturientinnen und Abiturienten ernten die Früchte des Erfolgs

Mit einem Festtag verabschiedete das Private Gymnasium Marienstatt am 22. März 2014 74 Abiturientinnen und Abiturienten. Eröffnet wurde das Festprogramm mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Basilika, den der Abiturjahrgang 2014 unter das Motto „Früchte des Erfolgs“ stellte. Hier ging es um die Wege, die von nun an jeder Abiturient selbst gehen muss, aber auch um die Erinnerungen an eine gemeinsame Schulzeit in Marienstatt.

In der anschließenden Entlassungsfeier in der Sporthalle mit zahlreichen Gästen richtete Schulleiter Pater Jakob Schwinde das Wort an die Abiturientia 2014. Dabei griff er inhaltlich die provokative Ansprache eines Highschool-Lehrers in Boston auf, würdigte aber genauso die vielen Talente und guten Leistungen und sowie das soziale Engagement der Abiturienten. Der diesjährige Abiturjahrgang habe „echte Typen“ hervorgebracht, denn jeder der Schulabsolventen sei ein interessanter und besonderer Mensch. P. Jakob bedankte sich für die Professionalisierung in den letzten fast neun Jahren, mahnte aber gleichzeitig, diese bei allen anstehenden Entscheidungen beizubehalten, wohlwissend, dass dazu auch Bescheidenheit gehöre. Bezug nehmend auf eine Stelle im 2. Korintherbrief des Apostels Paulus bezeichnete er jeden Abiturienten als einen „Brief Christi“. Seinen Brief solle jeder stets offen halten, um an ihm weiterzuschreiben und weiterschreiben zu lassen. Er gratulierte den Abiturienten und ihren Eltern herzlich zur „Abi-Briefmarke“, bat sie jedoch auch: „Verlasst euch nicht allein auf euer Abi-Zeugnis oder später auf irgendeinen Master, denn – so Paulus: Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.“

Den Höhepunkt der Feier bildete die Übergabe der Abiturzeugnisse, anschließend leitete die Big Band musikalisch zum Sektempfang über, zu dem der Abiturjahrgang einlud. Der Festtag fand am Abend mit dem traditionellen „Abi-Ball“ in der Stadthalle Betzdorf seinen Abschluss.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie einen längeren Text, viele Bilder und eine Fotogalerie über die diesjährige Abiturfeier.

12. März 2014

Forum Abtei Marienstatt e.V. auf gutem Weg

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Forums Abtei Marienstatt zog der Vorsitzende Friedrich Esser Bilanz des Jahres 2013. Die finanziellen Aktivitäten waren eingeschränkt, weil das Forum für das anstehende große Projekt „Restaurierung des Abteihofs“ Mitgliedsbeiträge und Spenden für die Jahre 2014 und 2015 ansparte. Die Mitgliederversammlung beschloss, das Projekt im Jahr 2014 mit 90.000 Euro und im Jahr 2015 mit 30.000 Euro zu bezuschussen. Weiterhin wurde beschlossen, diese Beträge durch Sonderaktionen im laufenden Jahr noch aufzustocken. So wird zu einer Spendenaktion aufgerufen, bei der Spender für die entstehenden neuen Wege im Abteihof Basaltpflaster erwerben können. Ein Quadratmeter kostet 120 Euro. Die Spenden sind steuerlich abzugsfähig.
Außerdem wird am Sonntag, den 06. Juli 2014 im Abteihof ein Wohltätigkeitskonzert open air stattfinden, bei dem das bekannte Konzertorchester Koblenz gastieren wird. Der Reinerlös des Konzerts kommt ebenfalls dem Abteihof zugute.
Auch der Reinerlös aus dem neuen Band VII der „Marienstatter Aufsätze“ (Jubiläum – Äbte – Projekte), der für 7,90 Euro im Buchhandel zu erwerben ist, geht an das Projekt „Abteihof“.

Bei der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand des Forums Abtei Marienstatt neu gewählt. Dem neuen Vorstand gehören an:
Friedrich Esser, Merkelbach (Vorsitzender)
Johannes Kempf, Müschenbach (Stellv. Vorsitzender)
Frank Sander, Bad Marienberg (Schatzmeister)
Geborene Mitglieder:
Abt Andreas Range, Marienstatt
Abt em. Thomas Denter, Marienstatt
Ehrenmitglied:
Dr. Norbert Heinen, Montabaur
Beisitzer:
Hans-Peter Althausen, Hundsangen
Dr. Alfred Beth, Altenkirchen
Peter Klöckner, Hachenburg
Gordon Sobbeck, Hachenburg

Neue Schriftführerin wurde Sabine Nonn, Stangenrod.

Das langjährige Vorstandsmitglied Eberhard Mauer, Hachenburg, wurde aus dem Vorstand verabschiedet.

08. März 2014

14. Einkehrtag des "Geistlichen Freundeskreises"
am Beginn der Fastenzeit

Nach einer Einkehrtags-Pause im vergangenen Jahr trafen sich 91 Freundinnen und Freunden aus unserem nun im neunten Jahr existierenden und 400 Mitglieder umfassenden "Geistlichen Freundeskreis" am ersten Samstag in der Fastenzeit wieder zu einem Einkehrtag in Marienstatt. Er stand unter dem Leitwort "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter."

Viele Freunde gaben positive Rückmeldungen auf den Einkehrtag. Rudolf Grabowski schrieb beispielsweise:
"Der Einkehrtag unter dem Motto „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“ war aus meiner Sicht einer wichtigsten und innigsten, an denen ich bisher teilnehmen durfte. Die vertrauensvolle Offenheit mit der die Mönche die großen Probleme ihrer Gemeinschaft ansprachen und zur Diskussion stellten, hat nicht nur mich, so glaube ich, sehr beeindruckt. Aus den Ergebnissen der Gesprächsrunden ist zu entnehmen, dass eine große Bereitschaft seitens der Mitglieder des "Geistlichen Freundeskreises" besteht, einen Teil der Arbeiten zu übernehmen, die für das Kloster notwendig sind, von den wenigen Mönchen aber nicht mehr geleistet werden können. Dazu sollte bald zu einer Gesprächsrunde „Mönche-GFK“ eingeladen werden, bei der Organisationsform und Arbeitsfelder für die Mitglieder des GFK diskutiert und beschlossen werden sollen. Natürlich werden auch unsere Gebete Sie weiterhin begleiten. Dass eine unserer fröhlichen Freundinnen demnächst Dominikanerin wird, zeigt doch, dass wir „wirkungsvoll“ beten können … Wir freuen uns mit ihr von ganzem Herzen."

Ein ausführlicherer Bericht und Bilder finden sich unter der Rubrik Freundeskreis.

Weitere Bilder finden sich unter der Rubrik Galerie.

13. Januar 2014

Neujahrsempfang für unsere Mitarbeiter

Am heutigen Tag haben Abt Andreas und die Mönche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Betrieben beim traditionellen Neujahrsempfang im neuen Jahr begrüßt. Abt Andreas dankte im Kurfürstensaal für alle geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und wünschte weiterhin gute und gelingende Zusammenarbeit unter Gottes Segen.

10. Januar 2014

Marienstatter Schulgemeinschaft weihte neues Mensagebäude ein

Nach einer zehnwöchigen Erprobungsphase wurde am 10. Januar 2014 das neue Mensagebäude am Privaten Gymnasium Marienstatt auch offiziell eingeweiht.

Schulleiter P. Jakob eröffnete die Festreden und hieß alle Gäste herzlich willkommen. Er dankte den Verantwortlichen seitens des Landes, des Westerwaldkreises und des Schulträgers für die Ermöglichung und Finanzierung sowie den Ideenreichtum bezüglich des neuen Mensagebäudes. Er begrüßte auch Vertreter des Kreistags und der Verbandsgemeinde, außerdem Architekt Ingo Schneider (Betzdorf/Mannheim) mit seinem Team und zahlreiche Firmen, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren an den Vorbereitungen und dem Bau des neuen „Marienstatter Schmuckstücks“ beteiligt waren. Pater Jakob gab zu verstehen, dass es in Zeiten knapper Kassen nicht selbstverständlich sei, dass eine Schule wie die in Marienstatt vom Land Rheinland-Pfalz und vom Westerwaldkreis in solch einem Umfang saniert werde. Der Konvent als Schulträger, bei der Feierstunde ebenfalls durch einige Mönche vertreten, sowie alle Mitarbeiter des Marienstatter Gymnasiums wüssten dies sehr zu schätzen und versuchten mit jedem Tag mehr, die Schule, die seit 2010 eine der 19 G8GTS-Schulen in Rheinland-Pfalz ist, zu einem nachhaltigen Lebensraum für die Schülerinnen und Schüler wie auch für die Lehrerinnen und Lehrer zu machen. Dass sich die Institution Schule aufgrund von schnellen gesellschaftlichen Veränderungen in einem Wandel befindet, beeinflusse die tägliche pädagogische Arbeit mit. Der nun eingeleitete Umstrukturierungs- und Modernisierungsprozess zu einem Ganztagsgymnasium mit einer achtjährigen Schullaufbahn stelle alle Beteiligten vor viele neue Herausforderungen, die die Schulgemeinschaft in kleinen Schritten angehe, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei das fertiggestellte Mensagebäude, bestehend aus den neuen Musikräumen mit einem großzügigen Foyer und Kiosk im Obergeschoss, der Mensa samt Großküche als „Herzstück“ im mittleren Teil sowie darunter liegend einer Einfachsporthalle. Gemäß einem griechischen Mosaik, das sich im Bereich des Haupteingangs der alten Sporthalle befindet, bestehe das Ziel gerade des neuen Gebäudes darin, die Marienstatter Schüler durch Musik, Sport und ein ausgewogenes Mittagessen Tag für Tag „dem besten Maß“ näher zu bringen. Zum Schluss seiner Eröffnungsrede betonte Pater Jakob, dass neben der Funktionalität die Aussicht auf den Klostergarten, die Basilika und das Kloster das besonders Schöne und Kennzeichnende an dem neuen Gebäude sei, und illustrierte dies durch ein Gedicht von Friedrich Hölderlin.

Seitens des Schulträgers bekundete auch Abt Andreas Range seine Dankbarkeit für diesen Neubau und bezeichnete ihn als das neue „Entré“ von Marienstatt. Damit an diesem Ort künftig das Zusammenleben und die pädagogische Arbeit gelingen könnten, sollte man diese Herausforderung unter den Segen Gottes stellen. Nach dem Gebet des Psalms 127 segnete er das neue Schulgebäude. Das sich im Festprogramm anschließende Musikstück „Your kingdom come“, das Ruben Alhäuser und Franziska Diehl (beide MSS 11) begleitet von der Band präsentierten, rundete mit einem Bezug zum „Vater unser“ die Segnung ab.

Auf der Homepage des Gymnasiums finden Sie einen längeren Text, viele Bilder und eine Fotogalerie über die Eröffnung des neuen Mensagebäudes.


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