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AKTUELLES : CHRONIK

Chronik 2016

06. Januar 2016

Eröffnung der "Pforte der Barmherzigkeit" in Marienstatt

Papst Franziskus hat am 8. Dezember 2015 in Rom ein außergewöhnliches Heiliges Jahr ausgerufen, welches er unter das Thema „Barmherzigkeit“ stellte, eine der Grundhaltungen unseres christlichen Glaubens. Mit Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms setzte er ein klares Zeichen in einer kriegs- und krisengeschüttelten Welt, die mehr denn je der Barmherzigkeit aller bedarf.
Auf Wunsch des Papstes sollen weltweit Kirchen Pforten der Barmherzigkeit öffnen, damit möglichst viele Menschen die Erfahrung göttlicher Güte und Zärtlichkeit machen können.
Auch Marienstatt wurde ausgewählt und eingeladen, eine solche Pforte zu öffnen.

Am 6. Januar, dem Hochfest der Erscheinung des Herrn, geschah dies vor dem Pontifikalamt durch Abt Andreas Range. Trotz des mäßigen Wetters war es sehr erfreulich, dass viele Gläubige ihren Weg in das Tal an der Nister fanden, um mit dem Konvent, zunächst vor der Pforte auf dem alten Friedhof, einen Wortgottesdienst zu feiern. Diese Pforte solle uns an das weit offene und gütige Herz des barmherzigen Vaters erinnern; ebenso aber auch an die Barmherzigkeit, die wir Menschen selbst immer wieder einüben und schenken dürfen und sollen, so Abt Andreas. Sie lade uns nun ein Jahr lang zum Durchschreiten ein und jedes Mal werde sie uns daran erinnern, dass wir selbst „barmherzig wie der Vater“ sein sollen, treu dem Leitwort des Heiligen Jahres.
„Das Heilige Jahr soll zu einer besonderen Erfahrung der Gnade und der Versöhnung werden.“ Deshalb rufe die Pforte der Barmherzigkeit uns dazu auf, immer wieder auch die Versöhnung mit Gott zu suchen, besonders im Sakrament der Buße und Beichte.

„Öffnet die Tore der Gerechtigkeit: Lasst uns eintreten, um dem Herrn zu danken.“ Mit diesen Worten wurde sie eröffnet und nach dem gemeinsamen Taufgedächtnis zog die Schar erstmals durch die Pforte der Barmherzigkeit in die Basilika ein. So wie der Stern damals über den Königen stehen blieb, die von weit her kamen, um dem Kind in der Krippe zu huldigen, bliebe er auch heute über uns stehen, wenn wir in dieses Gotteshaus eintreten, um Christus zu huldigen, so Abt Andreas in seiner anschließenden Predigt. Die Magier seien gekommen, um Christus ihr Kostbarstes zu schenken, und sie erfuhren, was auch wir heute erfahren dürfen: „Sterbliche Menschen empfangen in Christus göttliches Leben.“

„Wenn unser Papst das Jahr der Barmherzigkeit ausruft und wir nun auch hier eine Pforte der Barmherzigkeit haben, durch die wir in dieses Gotteshaus eintreten, durch die wir nach dem Gottesdienst aber auch heraustreten, dann geht es darum, dass unser Christus-Glaube innen und außen lebt, dass er Gestalt annimmt.“ Wir müssten uns aber auch selbstkritisch überprüfen, inwieweit die Barmherzigkeit Christi uns leitet und trägt - oder auch nicht. Die blind- und stumpfmachende Selbstbezogenheit müsse überwunden werden, um für die leiblichen und seelischen Bedürfnisse unserer Mitmenschen wieder offen zu sein.

Der Papst ruft uns zur Buße und Beichte auf. Zur Buße, das heiße, zum Bessermachen; dass unser Christus-Glaube kein totes Kapital bleibe, sondern in Umlauf und Bewegung käme. „Da haben wir alle jeden Tag genug zu tun und zu bedenken.“

Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit:
- die Hungernden speisen
- die Durstigen tränken
- die Nackten bekleiden
- die Fremden beherbergen
- die Kranken besuchen
- die Gefangenen erlösen
- die Toten begraben.

Die geistigen Werke der Barmherzigkeit:
- die Unwissenden lehren
- die Zweifelnden beraten
- die Trauernden trösten
- die Sünder zurechtweisen
- den Beleidigern gerne verzeihen
- die Unangenehmen ertragen
- für alle beten


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