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AKTUELLES : URSULA-WERKSTATT

Restaurierung des Ursularetabels abgeschlossen

Nach fast fünfjähriger Konservierungs- und Restaurierungsarbeit durch Lutz Sankowsky (Restaurator im VDR) aus Euskirchen und sein Team aus Diplom- und Fach-Restaurator/innen konnte das Projekt im Juni 2008 mit der Rückführung des Retabels in die Abteikirche abgeschlossen werden.

Der aufwändig restaurierte Altaraufsatz ist nun wieder bildlicher Höhepunkt und zugleich harmonischer Abschluss des Altarraumes im Hochchor.

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Der komplizierte und daher minutiös geplante Rücktransport des Retabels von der Ursula-Werkstatt in die Kirche durch das „Nadelöhr Klausurtür“ wurde durch das Kölner Kunsttransport-Unternehmen Hasenkamp ausgeführt. Dass dabei nicht der geringste Schaden entstand, spricht für die hohe Professionalität aller am Rücktransport Beteiligten.

Die Arbeiten am Retabel und an den Skulpturen brachten zum Teil erstaunliche Ergebnisse hervor, was die noch vielfältig vorhandene originale Substanz des Werkes anbetrifft.

Die eingestellten so genannten Ursulabüsten und Apostelfiguren sind nach der Freilegung im Fehlstellenbereich in hochfeiner Strichretusche optisch geschlossen worden.

Vor allem die Büsten vermitteln nun wieder einen hervorragenden Eindruck mittelalterlicher Fasskunst.

Auch die rahmende Altar-Architektur konnte weitgehend auf ihren ursprünglichen Farbkanon zurückgeführt werden.

Die szenischen Darstellungen der bemalten Außenflügel waren vor der Restaurierung nur noch fragmentarisch erhalten. Im Zuge der Arbeiten konnten sie durch die künstlerische Retusche der Restauratoren Algis Wehrsig und Dirk Jakob wieder sensibel eingebunden und dadurch zum Teil erst wieder lesbar werden.

Die in wertvollen Stoff gehüllten Reliquienschädel und ihre Kissen wurden von der Spezialistin für Textil, Diplomrestauratorin Julia Nagel-Geue aus Bornheim, konserviert und restauriert.

Das Projekt konnte aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz finanziert werden.

Die Bauaufsicht und Verantwortung für die technische und kaufmännische Abwicklung hatte die LBB (Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung) Diez, vertreten vor Ort durch Dipl. Ing. Christoph Schiewek.

Die Fachaufsicht lag beim Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (heute Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz – Direktion Bau- und Kunstdenkmalpflege), namentlich bei der zuständigen Gebietsreferentin Dr. Doris Fischer und dem Amtsrestaurator Martin Hammer.

Alle Beteiligten betonten die angenehme fachliche Zusammenarbeit und den offenen, herzlichen Umgang untereinander, ohne die ein solch langes Projekt mit schwierigen und durchaus kontrovers diskutierten Entscheidungen auch nicht möglich gewesen wäre.

Hier finden Sie Informationen zur Arbeit unserer beauftragten Restauratoren:
www.sankowsky-restaurierung.de.


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