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GYMNASIUM : INFORMATION

Zisterzienser machen Schule ...

Nach der Benediktsregel gehört der Unterricht des jungen Nachwuchses zu den wichtigen Tätigkeiten innerhalb einer Gemeinschaft. Auch bei den Zisterziensern hat man sich immer intensiv um Ausbildung und Erziehung gekümmert. Einige der Ordensväter, so beispielsweise der hl. Bernhard von Clairvaux, entwickelten hervorragende Fähigkeiten auf diesem Gebiet. Die Gründung Marienstatts 1212 fällt in eine Zeit, in der man im Zisterzienserorden dem wissenschaftlichen Arbeiten mehr Raum gab. Zwar stand die Handarbeit immer noch an erster Stelle, doch sollte die geistige Arbeit keinesfalls gering geschätzt werden.
An den Universitäten Köln, Heidelberg, Leipzig und Paris sowie den Ordenskollegien verschiedener Hochschulen studierten im 15. und 16. Jahrhundert Marienstatter Konventualen, die dann auch in Marienstatt gescheite Magister waren, die jüngeren Mitbrüder eifrig unterrichteten und sie hochschulreif machten. Auf diesem Boden stehen benediktinische und zisterziensische Schulen. So war die Eröffnung einer Klosterschule für die Kinder und Jugendlichen der Umgebung im 20. Jahrhundert und so ist ihre Fortführung im 21. Jahrhundert nicht irgendeine Beschäftigung für Mönche, sondern ein ureigenes Anliegen.

Das Private Gymnasium Marienstatt ...
  • wurde 1910 zunächst als Ausbildungsstätte für den Ordens- und Priesternachwuchs gegründet und dann Progymnasium (bis zur 10. Klasse).
    1963 legte der erste Jahrgang die Abiturprüfungen ab. Der Schule war bis 1982 ein Internat für Jungen angeschlossen;
  • ist heute eine staatlich anerkannte Privatschule, die von den Zisterziensern der Abtei Marienstatt getragen wird;
  • weiß sich eingebunden in das weltweite Netz benediktinischer und zisterziensischer Schulen;
    ist das einzige Gymnasium in der Verbandsgemeinde Hachenburg und an das öffentliche Schulbussystem angebunden;
    wird derzeit von 860 katholischen wie evangelischen Schülerinnen und Schülern besucht;
  • hat zurzeit ein Kollegium von 56 Lehrerinnen und Lehrern, davon sind drei Mönche.

Das Angebot des Gymnasiums Marienstatt ...
  • umfasst ohne Einschränkung alle gymnasialen Unterrichtsfächer bis zur Allgemeinen Hochschulreife;
  • bereitet die Schüler/innen und Eltern der neuen 5. Klassen auf die Schullaufbahn in Marienstatt vor: Gespräch in den Grundschulen, "Schnuppernachmittag", Begegnungstage in den neuen Klassen und mit dem Kloster, ältere Schüler/innen als Mentoren;
  • setzt im Sinn christlich-humanistischer Bildung einen besonderen Akzent auf die Alten Sprachen Latein und Griechisch. Latein und Englisch können ab Klasse 5 bzw. Klasse 7 erste oder zweite Fremdsprache sein. Wird Latein als erste Fremdsprache gewählt, erhalten die Schüler/innen bereits in der 6. Klasse Englischunterricht.
    Als dritte Pflichtfremdsprache wird in Klasse 9 alternativ Altgriechisch oder Französisch gewählt;
  • zielt auf umfassende Kenntnisse in den Naturwissenschaften und schafft die Voraussetzungen für den Umgang mit modernen Kommunikationstechnologien: Computerräume, Internet, Homepage;
  • ermöglicht die qualifizierte Teilnahme an vielen Arbeitsgemeinschaften (z.B. Russisch und Italienisch ab Klasse 8, Musik, Theater, Sport, Informatik);
  • gibt den Schüler/innen Gelegenheit, ihre Begabungen und ihr Leistungsvermögen in Schulwettbewerben (Mathematik, Naturwissenschaften, Alte Sprachen, Musik, Sport) unter Beweis zu stellen;
  • eröffnet seinen Schüler/innen die Möglichkeit internationaler Begegnungen in Form von Studienfahrten und Austauschprogrammen mit Belgien (Zevenkerken), Irland (Roscrea), Russland (St. Petersburg) und Ungarn (Pècs);
  • vermittelt den Schüler/innen im weltweiten Netz benediktinisch-zisterziensischer Schulen Alternativdeutungen der Welt im Geist der Regel Benedikts;
  • betont den Gemeinschaftsaspekt schulischen Lebens in Schulfesten, Exkursionen, Konzerten, Theateraufführungen und gemeinsamen Gottesdiensten;
  • verpflichtet jede/n Schüler/in zur Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht;
  • ist geprägt von Offenheit gegenüber neuen Unterrichtsformen (z.B. offener Unterricht, Methodentraining, Projektarbeit, Stationenlernen) und bezieht diese als zeitgemäße Möglichkeit schulischer Bildung und Erziehung in immer stärkerem Maße mit ein;
  • setzt Schwerpunkte in der Bildenden Kunst und der Musik (Chöre, Band "Inspired" [Neues Geistliches Lied], Big Band, Instrumentalensembles, Kammermusik) und ermöglicht den Schüler/innen Darstellungsforen in Ausstellungen, Workshops, Serenaden und Konzerten in Marienstatt und darüber hinaus;
  • verpflichtet jede/n Schüler/in in der Jahrgangsstufe 11 zur Teilnahme am Sozialpraktikum "Compassion";
  • schließt Hilfen in persönlichen Entscheidungssituationen ein: Schulseelsorge, Schullaufbahn- und Berufsberatung;
  • weiß sich getragen von tatkräftiger Unterstützung durch die Elternschaft (Schulelternbeirat) und den Verein der Freunde, Förderer und Ehemaligen;
  • wird in seiner aktuellen Umsetzung jährlich im "Schulbrief" dokumentiert, der auf Wunsch auch den Ehemaligen und jedem Interessenten zustellt wird.


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