:PFARREIEN
PFARREIEN

Zur Geschichte

Ursprünglich gehörten die Ortschaften, die heute zur Pfarrei Marienstatt zählen, zum Kirchspiel Kroppach. Als im Zuge der Reformation die Grafschaft der Landesherren zu Sayn-Hachenburg evangelisch wurde, orientierten sich die katholischen Christen rund um Kroppach in Belangen der Seelsorge immer mehr nach Marienstatt.

Aus dem 17. Jahrhundert stammen die ersten schriftlichen Urkunden über Taufen, Trauungen und Begräbnisse in Marienstatt. Ohne den Status einer Pfarrei zu haben, wirkten die Mönche dennoch auch als Seelsorger.

Als die Abtei im Zuge der Säkularisation 1802/03 aufgehoben wurde, übertrug der Fürst von Nassau-Weilburg P. Ignatius Gilles die Seelsorge für die Katholiken der Umgegend. Bis 1815 unterstützte ihn dabei P. Christian May, der danach bis 1831 als Vikar in Hachenburg wirkte. P. Ignatius versah den Seelsorgedienst in Marienstatt bis 1825.

Marienstatt gehörte seinerzeit zur Erzdiözese Köln. Nach der Gründung der Diözese Limburg im Jahre 1827 wurde Marienstatt 1831 nun als eigenständige Pfarrei in diesem Bistum errichtet.

Bald nach der Wiederbesiedlung des Klosters im Jahre 1888 übernahmen die Zisterzienser die seelsorglichen Aufgaben von den zwischenzeitlich hier als Pfarrer eingesetzten Diözesanpriestern. Dies war vom Bistum als eine wesentliche Bedingung dafür gestellt worden, dass überhaupt wieder Mönche nach Marienstatt kommen konnten.


Und heute ...

Aus der Geschichte ergibt sich die bis heute besondere Struktur der Pfarrgemeinde Marienstatt. Sie ist keine Klosterpfarrei im klassischen Sinne, das heißt, die Pfarrei ist nicht in die Verantwortung des Klosters als solchem übertragen. Vielmehr wirken die in der Seelsorge tätigen Mönche im Auftrag des Diözesanbischofs und sind in dieser Aufgabe rechtlich allein ihm unterstellt. Gleichzeitig sind sie als Angehörige der Abtei ihrem Abt zugeordnet. Dazu kommt, dass in der Pfarrgemeinde Marienstatt "die Kirche nicht im Dorf" ist. Ebenso kennzeichnend ist das weitläufige Pfarrgebiet, das zum Teil lange Wege für die Gemeindemitglieder mit sich bringt.

Durch die Übernahme des Pfarrerdienstes durch einen der Mönche in den Pfarreien Hattert-Merkelbach (1991) und Hachenburg (1994) vergrößerte sich das Seelsorgegebiet noch einmal beträchtlich. Zum 1. Januar 2007 fusionierten die Pfarreien Hachenburg und Hattert-Merkelbach zu einer neuen Gemeinde "St. Marien, Hachenburg-Hattert". So umfasst heute der von einem der Mönche aus Marienstatt als Pfarrer mit einem Seelsorgsteam betreute "Pastorale Raum Hachenburg" neben der Stadt Hachenburg insgesamt 31 Ortschaften mit zwei Pfarreien:

  • Die Pfarrei Maria Himmelfahrt Marienstatt
    17 Ortschaften mit einer Pfarrkirche
    (Maria Himmelfahrt, Marienstatt)

  • Die Pfarrei St. Marien Hachenburg-Hattert
    die Stadt Hachenburg und 14 Ortschaften
    mit einer Pfarrkirche
    (Maria Himmelfahrt, Hachenburg)
    und zwei Filialkirchen
    (Maria Königin, Hattert und
    Herz-Jesu-Kapelle, Merkelbach)

Durch die Veränderungen in der ganzen Diözese Limburg bedingt, werden diese beiden Gemeinden zum 1. Januar 2011 zu einer Gemeinde „Maria Himmelfahrt“ zusammengelegt werden.


www.sankt-marien.eu

Hier können Sie die aktuelle Gottesdienstordnung im Pastoralen Raum Hachenburg als PDF-Datei herunterladen.

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